Alltägliches

Nach dem Frühstück, bei dem ich gerne die ersten Sonnenstrahlen auf meinem Balkon genieße, mache ich mich auf den Weg zur Schule. Mittlerweile laufe ich die Stecke sehr automatisiert, schaue nicht mehr so viel nach links und rechts und rege mich immer weniger über die Autofahrer auf. Das kenne ich jetzt ja alles schon.

Der Tag meiner Ankunft kommt mir ewig her vor. Gleichzeitig kann ich mir nicht vorstellen, dass am Ende dieses Monats schon das Zwischenseminar und damit die Halbzeit meines Freiwilligendienstes ist.

Das Wetter wird immer besser, diese Woche waren es durchgängig 26°C oder mehr, und ich weiß noch nicht, wie ich die Sommermonate in den Klassenzimmern ohne Klimaanlage überleben werde. Das braucht sicherlich einiges an Gewöhnung.

Je wärmer es wird, desto mehr Menschen sind auch auf den Straßen und in den Parks. Alle Schattenplätze in den Cafés sind belegt und die Schlangen an den Eisständen lang. Das hält mich aber nicht davon ab mir auch eins zu holen. Für knapp einen Euro bekommt man hier 2 Kugeln wirklich gutes Eis.

Die meisten meiner freien Tage verbringe ich deshalb lesend im Park mit einem Eis in der Hand oder mit einem Spaziergang durch die Stadt, der oft in einem Café endet.

Leider laufen jetzt, wo das Wetter besser wird, auch immer mehr Straßenkinder umher und betteln. An die Bettler auf den Straßen habe ich mich mittlerweile gewöhnt, aber in diese traurigen, leeren Kinderaugen zu blicken und gleichzeitig zu wissen, dass ich ihnen nicht helfen kann, bricht mir das Herz.

Eigentlich müssten diese Kinder in der Schule sein, denn bis zum 16. Lebensjahr gibt es auch hier eine Schulpflicht. Stattdessen verbringen sie ihre Tage auf der Straße und erfahren nichts als Ablehnung.
Jede größere Stadt hat wohl Schattenseiten wie diese, aber der direkte Kontrast zwischen den Leuten in den Cafés und Restaurants zu den Kindern auf der Straße schockiert mich jedes Mal.
Zum Glück beobachte ich regelmäßig, wie sie Wasser oder etwas zu essen geschenkt bekommen.

Stay tuned!

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