„Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen“

Gerade bin ich aus einem der Flugzeuge gestiegen, die mich hier innerhalb der letzten Monate in Mexiko zu all den wunderschönen Orten gebracht haben, die es zu bestaunen gibt

Gerade bin ich zum letzten Mal aus dem etwas unorganisierten Flughafen General Mariano Escobedo Monterrey gestolpert und habe mir ein Taxi erkämpft, dass mich zum letzten Mal zu meinem temporären Zuhause, dem Casa Azul, gebracht hat.

Gerade habe ich dem erstaunten Taxi Fahrer erklärt, dass ich hier keinen Urlaub mache, sondern im Centro Cultural Alemán als kulturweit- Freiwillige arbeite.

Gerade habe ich das letzte Mal das seltsame Gefühl von Heimat in der Fremde verspürt, als ich auf dem Weg vom Flughafen die vertrauten Berge entdeckte, die die Stadt umranden.

Gerade habe ich wieder ein Stückchen mehr von Mexiko verabschiedet.

Es ist komisch zu wissen, dass der nächste Weg zum Flughafen für mich nicht irgendwo in Mexiko, sondern in Berlin enden wird.

Natürlich freue ich mich auf Zuhause, auf meine Familie und Freunde, die neuen Herausforderungen, die mich erwarten, der Beginn des Studiums, die Wohnungssuche.

Trotzdem fühlt es sich merkwürdig an, zu wissen, dass man viele hier gewonnene Freunde erstmal verabschieden muss, viele neuentdeckte Lieblingsplätze verlassen wird, das liebgewonnene Essen Zuhause höchstens leidlich imitieren kann.

 

Aber genug der Wehmut, ein kurzer Rückblick, weshalb ich überhaupt vom Flughafen komme.

Die letzten Wochen konnte ich dazu nutzen, noch ein wenig zu reisen.

Zunächst habe ich es zum Glück noch geschafft, David in Guadalajara zu besuchen, ein paar Tage später ging es für mich dann nach Chiapas, zunächst nach Tuxtla und dann nach San Cristobál de las Casas.

Diese Reise war definitiv einer der schönsten, die ich hier in Mexiko unternommen habe. Ich wollte ja schon während meiner ganzen Zeit hier unbedingt nach Chiapas, dem Bundesstaat mit der schönsten Natur und nach San Cristobál, dem Ort, an der der Aufstand der Zapatisten begann*(ich empfehle hierzu den Film „Der Aufstand der Würde“, den Trailer findet ihr hier: https://www.youtube.com/watch?v=8eVAptH6nNQ ) und der immer noch politisch sehr zerrissen ist.

Was soll ich sagen: ich hatte sehr, sehr hohe Erwartungen und diese wurden sogar noch übertroffen.

San Cristobál de las Casas ist an sich auf Grund der vielen verwinkelten Gassen und bunten Häusern schon eine Attraktion, die vielen kleinen, mühevoll und mit Liebe zum Detail ausgestatteten Museen und die alternativen Kaffee- Kakao und Handwerkskunstläden runden den Gesamteindruck ab.

Wir haben Stunden damit verbracht, einfach nur durch die Straßen zu laufen und hier und dort für einen Snack anzuhalten oder in den Läden zu stöbern.

Das Highlight war dann jedoch noch, dass wir einen Tag zu den Ruinen nach Palenque gefahren sind. Nachdem ich nun schon ein paar mexikanische Pyramiden gesehen habe,  muss ich sagen, dass diese mich auf Grund ihrer Lage mitten im Dschungel am meisten fasziniert haben.

Genug der Worte, hier nun einige Bilder:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach einem Kurzaufenthalt in Monterrey machte ich mich dann auf den Weg nach Puebla, wo ich unter anderem meine beiden ehemaligen Mitbewohnerinnen wieder traf.

Abermals lasse ich aus dieser wunderschönen Stadt lieber Bilder sprechen:

 

 

 

Zusammen mit meinen Mitbewohnerinnen

 

Auch hier fand sich eine Pyramide

Und nun? Nun ja, jetzt ist meine letzte Woche in Monterrey angebrochen, die ich wohl größtenteils mit Verabschiedungen verbringen werde.

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.