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Zwischen Kultur und Tradition

Bereits der Name kulturweit setzt einen Fokus auf den Austausch bzw. die Bereicherung durch das Kennenlernen einer neuen Kultur. Doch eine Kultur ist vielfältig und wird facettenreicher, desto tiefer man in sie eindringt. Sie lässt sich nicht einfach in Worte fassen oder objektiv beschreiben, denn sie beginnt in den alltäglichsten Handlungen, vermischt sich mit anderen Perspektiven und endet in der komplexen Auseinandersetzung mit der Thematik.

Umso schöner ist es, dass ich in der Kleinstadt Újhartyán immer wieder die Möglichkeit habe, neben der Erweiterung meiner sprachlichen Kenntnisse und den Begegnungen mit vielen Persönlichkeiten, einen Einblick in Traditionen zu erhalten, über die ich zum Teil schon berichtet habe https://kulturweit-blog.de/karilenke/ujhartyan/

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Die Kunst der Fehler

Zweifelsfrei – du hast jeden Tag mit Fehlern zu tun. Jeder macht Fehler und wahrscheinlich findet jeder auch täglich vermeintliche Fehler bei seinen Mitmenschen. Doch nirgendwo sind sie so präsent (und gefürchtet) wie in der Schule, in der am Ende die Leistung zählt. Zwar kommt es im Unterricht auch auf den Willen und die Versuche an, doch am Ende bekommt der die bessere Note, der weniger Fehler macht. Aber es ist auch bekannt, dass man aus Fehlern lernt. Woher kommt also diese Angst vor Fehlern? Und ist sie nicht schon der erste Fehler?

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Surrealität

Stell dir vor, du säßest abends an einem Strand. Um dich herum ist es leise. Du bist allein. Vor dir siehst du die gleißende Sonne langsam in das tiefe Ozeanblau tauchen. Der Sand ist noch warm vom Tag. Vor dir saßen schon viele Menschen hier und nach dir werden es viele tun. Aber trotzdem ist es einzigartig. Immer wieder neu. Besonders für dich ist es einzigartig. Denn das sind die Geräusche, die du hörst. Den Wind, die Möwen, die Wellen. Das sind die Gerüche, die du riechst. Ein Feuer, das Salzwasser, die Meeresbrise. Das sind die Anblicke, die du siehst. Die Sonne, das Meer und den Strand. Das sind die Geschmäcke, die du schmeckst. Das Eis, die Sonnenwärme und die Meeresluft. Das sind die Dinge, die du fühlst. Den Wind, den Sand und die Komfortabilität.

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Zwischen den Tagen – zwischen den Ländern

Zwischen Ungarn und Deutschland gibt es oft, so nehme ich es wahr, in vielen Bereichen nur wenige Unterschiede und doch scheinen die meisten über dieses Land in ca. 1000 km Entfernung zum Sauerland nicht all zu viel zu wissen. Balaton, Budapest und Gulasch, vielleicht noch die Flüchtlingskrise, sind häufige Wörter, die wohl bei einem kurzen Nachdenken über Ungarn einfallen. Doch vor allem z.B. die Geschichte ist stark mit der Deutschen verwoben. So bin ich hier beispielsweise in einer ungarndeutschen Kleinstadt, deren Institutionen über die Deutschen Nationalitätenselbstverwaltung, also die Minderheitenvertretung der Ungarndeutschen, organisiert werden und deren Einwohner*innen sich auch über die Auswanderung vergangener Generationen aus Deutschland nach Ungarn sowie ihre Unterdrückung nach dem zweiten Weltkrieg im ungarischen Gebiet identifizieren.

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Mittendrin – was ist Kommunikation?

Mittendrin – dieser Begriff beschreibt meinen momentanen Zustand wohl am besten. Mittendrin in den sechs Monaten, von denen etwas mehr als die Hälfte nun vorbei ist. Mittendrin in der vorweihnachtlichen Zeit. Mittendrin zwischen Adventsfrühstücken, Plätzchen backen, Geschenken einpacken und Weihnachtsmärkten. Mittendrin in Schulaufführungen und dem Christkindlspiel. Und mittendrin in einem Schulausflug nach Wien.

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Von Mut und Schüchternheit

Kein Tag ist wie der andere – keine Woche ist gleich. Das liegt schon allein daran, dass ich keinen festen Stundenplan habe. Vier Tage in der Woche besuche ich die Grundschule, dienstags helfe ich im Kindergarten. Doch in der nächsten Woche sind Herbstferien – Zeit für mich, nach ca. 1 1/2 Monaten in Újhartyán auf meinen Alltag und die Veränderungen darin zurückblicken zu können.

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Mehr, mehr, mehr!

Auch für mich liegt der erste Monat nun hinter mir. Ein Monat in Ungarn – erst oder schon?

Der Plan in meinem Kopf von dieser neuen Umgebung und auch Sprache hat erst begonnen, sich langsam zu ergeben. Doch ich finde mich schon gut zurecht.

Das Chaos beginnt sich zu legen und zu ordnen und es bleiben ein paar Augenblicke um einfach zu genießen. Und Genuss, das ist es, was diese Zeit hier am meisten verlangt. Voller Eindrücke und Erlebnisse bin ich – und es soll immer mehr werden. Und ich will, dass es immer mehr wird.

Ich genieße es. Jeden Tag.

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Eine Entdeckungsreise

In den letzten 20 Tagen habe ich mich auf den Weg gemacht und bin angekommen – einige Male. Aber vor allem bin ich aufgebrochen. Aufgebrochen aus der heimischen Behaglichkeit und aus gewohntem Umfeld. Und Aufbruch bedeutet Umbruch. Aufbruch bedeutet Angst und Aufbruch bedeutet Freude. Aufbruch bedeutet Ungewissheit und Aufbruch bedeutet Loslassen. Aufbruch bedeutet Abschied und Willkommen.

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