Colombia the Beautiful #2 Parque Nacional Natural Tayrona

Geräusche, Gerüche, Gegrüne um mich herum- alles anders. Eine so wunderschöne Form von anders, wie ich sie vorher noch nie erlebt habe. Welcome to the jungle.

Der Weg vom Eingang bis zu unserem Camp könnte nicht eindrucksvoller sein. Schon am Eingang zum Nationalpark begrüßten uns Affen lautstark aus den Baumwipfeln heraus. Es geht los, ein Bisschen der Strecke mit Auto, ein Bisschen per Pferd, ein Bisschen zu Fuß. Alle Sinne konstant auf Hochleistung. Ich will alles aufsaugen, mir jedes kleine Detail einprägen, was dieses unglaubliche Naturgebilde um mich herum ausmacht. Dicke, spiralförmig ineinander verschlunge Lianen hängen von den Bäumen herab. Blatt wird von Blatt abgelöst, Blätterranke von Blätterranke, Baum von Baum. Riesige, helle, perfekt geformte Felsblöcke durchbrechen die wunderschöne grüne Farbmonotonie. Einen Farbklecks in Vogelform sehe ich kurz auftauchen und dann blitzschnell wieder im Blätterdickicht verschwinden.
Mal ist es laut von Vogelstimmen und Windesbrausen, mal sind plötzlich alle Geräusche gedämpt und machen Raum für grillenähnliches Gezirpe. Ab und zu fällt ein Sonnenstrahl durch den dichten Blätterhimmel über mir und beleuchtet vor mir das, was vor Kurzem wohl noch ein Weg war. Jetzt sieht es eher aus wie ein langgestrecktes, kreatives Kunstwerk aus Matsch und Schlamm. Der Künstler? Regenzeit-Regen, der derzeit zuverlässig und großzügig die grüne Schönheit um mich herum mit Wasser versorgt. Danken sollten wir ihm also und uns nicht über das Bisschen aufgeweichte Erde beschweren (in der man aber schon mal bis zu den Knien versinken kann).
Doch als wäre das der Schönheit noch nicht genug, locken nach Dschungel-Durchquerung am Ende auch noch perfekte Karibikwellen und feinster Sandstrand als Belohnung.

Als wir an der satt grünen, mit Palmen übersähten Wiese unseres Camps ankommen, wird es schon fast dunkel. Bis um sechs haben wir noch Zeit, unsere drei Hängematten zu beziehen, die Moskitonetze über ihnen auf Lochlosigkeit zu prüfen, und schnell unter die angenehm kalte Dusche zu springen, denn dann senkt sich schon die absolute Dunkelheit über den Dschungel. Fast absolut zumindest. Das kleine Restaurant im Camp hat Strom und so versammeln sich alle Tayrona-Verliebten unter dem Vordach, um in einer Wolke aus Mückenspray mit dem Mitgebrachten ihr Abend-Picknick zu machen, Karten zu spielen oder- man glaubt es kaum- Musikvideos zu sehen, denn selbst tief im Nationalpark gibt es doch tatsächlich einen Fernseher. Dementsprechend entkommt man auch hier dem guten alten Reggaeton nur schwer. Nach Hitze, Äquatorialsonne und Anreise tagsüber überrascht uns schon um acht die liebe Müdigkeit und treibt uns in unsere Hängematten. Zwar anfangs noch etwas ungewohnt, kann mich meine nach kurzer Zeit doch überzeugen, dass sie eigentlich echt bequem ist. Und dass es definitiv keinen schöneren Ort zum Schlafen für die nächsten zwei Nächte gibt als sie, mitten im Parque Nacional Tayrona, drei Minuten vom Karibikstrand entfernt, von der einzigartigen Natur lediglich getrennt durch ein Moskitonetz.

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Bukaru- a camp in paradise

Paradise 2.0

Sunset views

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