Ein Monat unterwegs

Ein Monat unterwegs

Liebe Leser*innen,

lang, lang ist es her, dass ich mich zuletzt auf diesem Blog gemeldet habe. Bevor Ihr denkt ich habe es aufgegeben, diesen Blog zu schreiben, will ich euch heute wieder auf den neuesten Stand bringen:) Die letzten sechs Wochen waren hektisch und es ist viel passiert. Mehr als die Hälfte dieser Zeit war ich nicht zuhause in Windhoek, sondern unterwegs im Land, teilweise für das Goethe-Institut, teils privat! Kurz gefasst: Viel erlebt, doch bisher zu wenig Zeit alles zu verarbeiten, bzw. davon zu berichten.

On tour… – 04.04.2018

Nachdem ich ja bereits im letzten Eintrag berichtet hatte, dass einige meiner ehemaligen Mitfreiwilligen wieder nach Deutschland geflogen sind, kamen Mitte Mai dann die neuen. Somit habe ich endlich wieder eine Mitbewohnerin! Allerdings, konnte ich diese an ihrem ersten Tag nur ganz kurz begrüßen, da ich auf einen Workshop nach Otjiwarongo für das Goethe-Institut gefahren bin.

PASCH-Workshop in Otjiwarongo – 14.03.2018

Dieser Workshop ist ein Wettbewerb für Schüler der vier PASCH-Schulen in Namibia mit dem Titel „Start-Up“. Im Vorfeld konnten sich Dreiergruppen der verschiedenen PASCH-Schulen (Windhoek High School, Privatschule Swakopmund, Martin Luther High School, Otjiwarongo Secondary School) mit verschiedenen Businessideen bewerben. Wir am Goethe-Institut haben dann die besten sechs Ideen ausgewählt und zu zwei Workshops eingeladen. Bei diesen Workshops sollen die Schüler einen Einblick in die Businesswelt bekommen, die verschiedenen Bereiche des Unternehmensgründung zu erarbeiten und dann einen Businessplan zu erstellen. Zum Schluss präsentieren die Teams ihre Ideen in einem Pitching vor einer Expertenjury. Diese wählt dann ein Team mit der besten Idee und dem besten Konzept aus, was im August dann nach Berlin zu einem weiteren Workshop fliegen darf, um die Start-Up Szene in Berlin und die deutsche Hauptsstadt selbst kennenzulernen und um natürlich ein wenig die deutsche Sprache zu verbessern.

Werwolf spielen – 17.03.2018

Auf diesem siebentägigen ersten Workshop in Otjiwarongo ging es um die Einführung in Fragen der Unternehmensgründung, um Grundlagen, die verschiedenen Wirtschaftssektoren, um potenzielle Kunden, Zielgruppen und Partner sowie Prototypen und Marketing. Die Vermittlung dieses Inhalts übernahm Kristi Sheehama, selbst eine Gründerin, aus Windhoek. Meine Aufgabe war die Betreuung und Aufsicht der Schüler, der Kontakt zum Hotel und die Gestaltung der Freizeit. Wir spielten Gruppenspiele, schauten abends Filme wie „Tschick“ oder das „Wunder von Bern“ und spielten mit Begeisterung „Werwolf“.  Auch wenn der Workshop an sich lang war, verging die Zeit wie im Fluge, gerade weil die Gruppe insgesamt so gut funktionierte. Von Anfang an vermischten sich die verschiedenen Gruppen. Die eigentliche Konkurrenzsituation änderte nichts daran, dass Freundschaften entstanden. Man kann also schon vor Abschluss des Projekts sagen, dass es gelungen ist und echtes Potential hat, denn eine neue Gründergeneration wächst heran in Namibia:) Mehr Informationen zu diesem Projekt findet ihr auf der Goethe-Website, der Facebook-Seite oder dem Instagram-Account.

Start-Up! – 19.03.2018

Kaum war ich danach wieder in Windhoek war Independence Day, der Nationalfeiertag Namibias oder auch der 28. Geburtstag des Landes, der natürlich gebührend gefeiert wurde. Erstmal lernte ich meine neue Mitbewohnerin und die anderen neuen kulturweit-Freiwilligen kennen, wobei wir uns direkt verstanden. Ebenso war es schön alte kulturweit-Freiwillige kennenzulernen, die knapp ein halbes Jahr nach ihrem abgeleisteten Dienst wiederkamen und ihre alten Arbeitsstellen besuchten. Daran sieht man: Namibia steckt einen mit einem Virsu an, der einen immer zurückkommen lässt. Dies wird mir wohl gleichfalls bevorstehen. Der darauffolgende Sonntag stand dann unter dem Motto Wiedersehen, denn meine Familie kam endlich zu Besuch. Wenn ich bisher mit zuhause telefoniert habe, wollte ich immer direkt mein Umfeld zeigen und das Land, in dem ich aktuell lebe und jetzt hatte ich die Chance dazu.

Mit meiner Familie auf Bid Daddy – 28.03.2018

Nach zwei Tagen in Windhoek gingen wir dann mit Mietwagen und Dachzelten auf große Reise. Innerhalb von zehn Tagen standen Sossusvlei, Swakopmund, Soitzkoppe, Twyfelfontein, der Etosha-Nationalpark und der Waterberg auf dem Programm. Wir fuhren also durch Wüsten, entlang der Küste, Savannen bis hin in den sehr grünen Norden des Landes, wir fuhren mit dem Quad durch die Dünen in Swakop, standen das erstemal auf Sandboards, machten Safari und blieben auch mal im Schlamm nach dem Regen stecken. Alles in allem ein spannender, abwechslungreicher und sehr schöner Urlaub. (Bilder findet ihr in einem Album auf diesem Blog) Diese knapp zwei Woche gingen aber wieder mal viel zu schnell zu Ende und so musste ich mich wieder verabschieden. Allerdings sind es ja nur noch knapp vier Monate bis ich wieder in Deutschland sein werde.

Spitzkoppe – 30.03.2018

 

Work in progress – 14.04.2018

Letzte Woche ging der Ernst des Freiwilligendiensts wieder los: Die Arbeit. Aktuell bin ich am Goethe-Institut und betreue verschiedene Projekte, wie zum Beispiel das Start-Up!-Projekt. Aktuell findet der zweite Workshop für diesen Wettbewerb statt. Gestern und heute haben sich die Schüler mit Branding und Finanzen beschäftigt. Morgen ist der große Tag, an dem die Teilnehmer ihre Ideen der Jury vorstellen werden und es sich entscheidet, wer im August nach Berlin fliegen darf. Trotzdem: Alle Teilnehmer der Workshops sind jetzt schon Gewinner, denn mit ihrem Vorwissen und ihrer Erfahrung zur Unternehmensgründung sind sie anderen Jugendlichen deutlich voraus.

Rhetoriktraining – 14.04.2018

Ansonsten geht es mir sehr gut. Es regnet aktuell viel in Namibia, und das Land wird wirklich sehr grün, was wunderschön ist. Zwischendurch durfte ich einmal wieder einen leckeren Schweinebraten mit Rotkraut und Klößen auf der Guestfarm Elisenheim essen;) In der nächsten Woche werde ich wieder unterwegs sein, da mein Onkel aktuell im Land ist und wir den Süden Namibias erkunden wollen.

Man gönnt sich ja sonst nichts – Schweinebraten in Elisenheim – 11.03.2018

Bis dahin, ich hoffe, ihr seid wieder auf dem neuesten Stand! Falls nicht oder wenn ihr Fragen habt, meldet euch oder kommentiert unter diesem Eintrag!

Ich wünsche Euch eine gute Zeit mit wunderschönem Frühlingswetter, wie ich gehört habe und melde mich bald wieder!

Liebe Grüße:)

Jonathan

 

 

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