Weihnachtsvorbereitungen – Wie man mit der kulturweit-Flasche Zimtschneckenteig ausrollt

Weihnachtsvorbereitungen – Wie man mit der kulturweit-Flasche Zimtschneckenteig ausrollt

Temperaturen von über 30 Grad, strahlender Sonnenschein, Ausflüge an den See und Poolpartys – es fällt mir schwer bei diesen Bedingungen überhaupt an Weihnachten zu denken. Für den Europäer, der ja eigentlich an kalte, teilweise weiße Weihnachten bei Kerzenlicht gewohnt ist, stellt es sich als eine besondere Aufgabe dar in Weihnachtsstimmung zu verfallen. Spontanität muss her! Der Adventskranz muss diesmal ohne Tannenzweige auskommen und der regelmäßige Weihnachtsmarktbesuch wird eben mit Poolpartys ersetzt.

Unser diesjähriger Adventskranz – 03.12.2017

Offiziell gibt es hier zwar „Weihnachtsmärkte“, aber es ist einfach nicht dasselbe, wenn man nicht dick eingepackt seinen Glühwein genießen kann.  Generell kann man die „Festive Season“ hier in Namibia als sehr entspannt bezeichnen. Gerne auch als „Dezembaa“ bezeichnet, stehen viele Partys und Braais (Grillfeiern) an, bei denen auch der Alkohol nicht zu kurz kommt, immerhin muss man bei der Hitze ja gekühlt werden…

Windhoek wirkt teilweise wie ausgestorben – kein Wunder, wenn jeder versucht der Hitze an die Küste zu entfliehen. In den Büros ist man oft nur noch anwesend, gearbeitet wird nur noch wenig – Es ist ja auch kaum einer noch da. Im Goethe-Institut hieß das für uns die letzten Projekte und Aufgaben zu einem Ende bringen, das letzte Geld auszugeben und schließlich unser Abschlussgrillen zu feiern. Zuvor stand allerding das NUTS-Finale dieses Jahres an: Am 08.12. traten „The Monkey Nuts“ aus Simbabwe und „Ras Sheehama“ aus Namibia auf und brachten den vollen Yard des Instituts zum Tanzen. Ein gelungener Abschluss des NUTS-Jahres und eine gelungenes Finale im Goethe-Institut.

Am See in Düsternbrook beim Wandern – 03.12.2017

An den Wochenenden nutzte ich die Zeit für einige Ausflüge. Zuerst ging es nach Düsternbrook, einer Guestfarm ca. 50 km von Windhoek entfernt. Dort wanderten wir einen Rundweg und entflohen dem Trubel Windhoeks. Bei der Hitze zu wandern ist allerdings nicht das angenehmste. Im Laufe der Wanderung konnten wir allerdings Nilpferde, Giraffen, einen Oryx und Gnus entdecken, womit sich das Schwitzen in jedem Fall gelohnt hat! Die Rückfahrt nach Windhoek entpuppte sich dann als kleines Abenteuer, aber angekommen sind wir doch! Dem guten alten Anhalter sei Dank.

Ein entspannter Nachmittag – 16.12.2017

Am letzten Wochenende standen Okahandja und der Oanob Dam bei Rehoboth auf dem Programm. Ich hatte einen Mietwagen gebucht und konnte das erste Mal auf den Namibischen Straßen Auto fahren. An den Linksverkehr gewöhnt man sich wirklich sehr schnell. Allerdings ist es doch etwas schwieriger auf den „Gravelroads“ (ungeteerten Straßen) zu fahren, als auf asphaltierter Straße. Keine Sorge, wir mussten nur kleine Wegstrecken auf Gravelroads fahren, der Großteil ist asphaltiert. In Okahandja, ca. 60 km nördlich von Windhoek, besuchten wir einen der Craftmarkets, auf dem Händler ihr Handwerkszeug wie Schnitzereien, Tierfiguren aus Holz und weitere Produkte verkaufen. Dort deckten wir uns erst einmal mit Souvenirs und Mitbringseln ein, bis wir an den Van-Bach-Dam fuhren und dort noch etwas am See entspannten. Auf der Heimfahrt nach Windhoek hörten wir die „Deutschstunde“ im Radio, eine Sendung des German Service vom namibischen Sender NBC, die mein kulturweit-Mitfreiwilliger Max mitmoderiert. Sehr empfehlenswert!

Picknick am Damm – 18.12.2017

Am Oanob-Dam bei Rehoboth, 100 km südlich von Windhoek, verbrachten wir einen wunderschönen Tag am See mit Picknicken, Kajak fahren und schwimmen. Als wir schon fast auf dem Heimweg waren, erwartete uns zum Abschluss ein fast magischer Moment: Ein wunderschöner Sonnenuntergang, wie man ihn wohl nur in Namibia sehen kann. Wunderschöne Farben am Himmel und diese großartige Landschaft, hinter der die Sonne langsam versinkt. Wir stiegen aus, um einen besseren Blick auf den Himmel zu haben. In diesem Moment liefen in unserer nächsten Nähe drei Zebras vorbei, die wir beobachten konnten. Mit der Sonne auf der einen Seite und den Zebras auf der anderen, war dieser Moment wirklich magisch!

Star Wars VIII habe ich übrigens auch schon gesehen. Wer ihn schon gesehen hat, kann mir gerne mal schreiben, wie ihr ihn fandet!

Jetzt sind es nur noch fünf Tage bis Heiligabend, so langsam wird es ernst. Seit dieser Woche habe ich Urlaub. Morgen geht es für eine Woche nach Swakopmund ans Meer, wo wir Weihachten am Strand feiern werden. Zehn von zwölf Freiwillige aus dem südlichen Afrika werden dort sein. Wir werden also ein schönes Weihnachten in unserer „kulturweit-Familie“ feiern können. Mit leckerem Essen (wahrscheinlich ein Braai) und viel Spaß in der Stadt zwischen Wüste und Ozean. Über Silvester geht es dann nach Kapstadt. Darauf freue ich mich schon!

Ich werde mich am Wochenende noch einmal melden, aber bis dahin euch eine schöne letzte Adventswoche, hoffentlich so stressfrei wie möglich!

Viele Grüße und bis bald!

Jonathan

P.S.: Gestern haben wir leckere Zimtschnecken gebacken. Und da unsere Haushalte so spärlich ausgestattet sind, musste die gute kulturweit-Flasche als Nudelholz hinhalten… – So viel zum Thema Weihnachten und Spontanität!

Die kulturweit-Flasche als Nudelholz – 19.12.2017

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