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Ein Blick zurück

Es ist unglaublich lange her, dass ich zum letzten Mal einen Blogeintrag geschrieben habe, sodass es nun höchste Zeit ist, die vergangenen Wochen Revue passieren zu lassen.

Ende Oktober sind wir zu acht in die Wüste Gobi gefahren. Nach einer kurzen Nacht wurde ich am Sonntagmorgen von einem russischen Bus abgeholt, der uns in den Süden des Landes brachte. Besonders beeindruckend war für mich die Drachenschwanz-Felsformation, die Fahrt durch die endlose Steppe und das verlassene Kloster Ongiin Khiid. Die Nächte verbrachten wir meist bei Familien, die eine Gästejurte für uns anheizten und uns Milchtee und mongolischer Quark reichten. In den acht Tagen erlebten wir die unterschiedlichsten Landschaften und Temperaturen. Wir kletterten in vereisten Schluchten, ritten auf Kamelen durch Sanddünen und wanderten zu heiligen Bergen. An dieser Stelle lasse ich die Bilder für sich sprechen.

                                                               

    

                                            

Im November ist unsere WG dann um das Doppelte gewachsen. Sebastian und Champaign sind beide bei uns eingezogen, sodass wir nun zu viert sind: Sebastian ist Daniels Freund, Champaign ist ein Straßenkater, den wir adoptiert und aufgezogen haben.

                                          

Ebenfalls im November stand das Zwischenseminar in Almaty an. Da es zwischen Ulaanbaatar und der kasachischen Stadt keinen Direktflug gibt, nutzten wir den Umstieg in Peking für ein verlängertes Wochenende in der chinesischen Hauptstadt. Wir besuchten touristische Sehenswürdigkeiten, fuhren Rikscha und aßen unglaublich viel und lecker. Dabei kann ich von einem Samstagsbesuch der Verbotenen Stadt nur abraten, eine Wanderung bei Schnee auf der Chinesischen Mauer aber durchaus empfehlen.

   

Nach viel zu kurzen Tagen in China, denen am kommenden Freitag weitere folgen werden, reisten wir dann weiter nach Kasachstan. Begrüßt wurden wir von Bergen aus Schnee und einer feuchten Kälte, die wir aus der Mongolei nicht gewohnt sind. Die fünf Tage Seminar waren wirklich hilfreich, neue Ideen und Projektthemen zu entwickeln, außerdem war unsere Gruppe eine angenehme Runde. Almaty ist außerdem eine schöne, aber europäisch angehauchte Stadt, die von Märkten bis großen Einkaufszentren viel zu bieten hat – leider merkt man das auch an den Preisen.

                          

   

Nach den beiden Reisen verging der Dezember unglaublich schnell. Ich besuchte noch einmal die beiden Nationalparks in der Nähe Ulaanbaatars – nun in winterlichem Antlitz, sah nochmals Wildpferde und galoppierte selbst auf einem mongolischen Pony durch die Schneelandschaft. Die Winterruhe wurde stetig unterbrochen durch Abschiedsabende, Neujahrsfeiern, Weihnachtspartys und natürlich Silvester, das erst vor drei Tagen das Jahr zu Ende gehen ließ. Gemeinsam mit Freunden feierte ich zunächst mit gutem Essen, dann mit schönem Ambiente auf dem Sukhbaatarplatz und anschließend mit guter Musik.

   

Am Freitag geht es dann schon wieder weiter nach Hongkong, von wo wir den Zug nach Shanghai und Peking nehmen. Ich gelobe zeitnah zu berichten!

Alles Liebe,
Hanna

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