Día

 

Entonces… Von vielen gewünscht und nun endlich verwirklicht: Ein Wochenablauf inklusive meiner Aufgaben in der Deutschen Schule Montevideo.

Jeden Montag geht es bei mir um 10 Uhr los. Während alle Schüler schon seit 7:50 Uhr im Klassenzimmer sitzen, komme ich total entspannt zur Schule. Die erste Stunde verbringe ich dann, wie jeden Morgen bei der Sekretärin, wo ich auch meinen eigenen Schreibtisch habe. Nach der administrativen Arbeit, wie zum Beispiel die Arbeit mit Statistiken, geht es für mich mit 2 weiteren Lehrkräften zum Schwimmen. Das nahegelegende Hallenbad wird immer per Omnibus erreicht. Die Klasse wird anschließend in Kleingruppen eingeteilt, sodass man gut mit den Kindern arbeiten kann. Während der Lehrer immer am Beckenrad steht, versuche ich im Wasser zu helfen und erklären, was großen Spaß macht. Die Doppelstunde vergeht durch das Umziehen und die Fahrt natürlich immer sehr schnell, sodass man ehrlich gesagt gar nicht so viel schaffen kann. Hinzu kommt, dass eine Doppelstunde nur 80 Minuten umfasst. Wenn die erste Klasse das Schwimmbad nach einer Doppelstunde verlässt, folgt direkt die Nächste. Während sich die neue Klasse umzieht, bleibt mir etwas Zeit selber ein paar Bahnen zu schwimmen, ehe die aufgedrehten Viertklässler das Schwimmbecken übernehmen.
Nach dem wir gegen 14 Uhr wieder in der Schule sind, habe ich Mittagspause, bis es am Nachmittag zur Fußball-AG geht. An der AG nehmen 3.-6. Klassen teil. Auch hier wird wieder selektioniert. 4 Lehrer arbeiten mit Gruppen á 12 Schülern. Bei der AG helfe ich so gut ich kann, wobei ich auch selber zu jeder Zeit ein „Training“ leiten kann und eigene Übungen, natürlich auf Deutsch, erklären kann. Also werde ich dahingehend sehr gut eingebunden. Da dasFußballfeld beim Zweitsitz der Schule in Carrasco ist, müssen wir auch dort immer mit den Schulbussen hinfahren, sodass ich letztendlich gegen 18:30 Uhr wieder in Pocitos an der Schule bin. Damit ist dann aber auch der Tag beendet.

Dienstags und freitags starte ich jeweils um 8 Uhr. Da an den beiden Tagen keine Unterricht ist den ich momentan begleite, sondern nur mein verpflichtender Spanisch-Kurs stattfindet, arbeite ich an den Tagen in der Administration. Gerade bin ich dabei die Daten der Schule, inklusive aller Schüler und Lehrer in ein System einzugeben. Sobald das abgeschloßen ist, werde ich auch dienstags und freitags Unterricht in der Schule besuchen. Der Tag endet dann um 16 Uhr bzw. freitags um 15:30 Uhr.

Der Mittwoch ist dem Montag sehr ähnlich. Um 10 Uhr beginnt mein Tag in der Schule. 11:10 Uhr geht es los mit Schwimmen, wobei diesmal zwei Klassen gleichzeitig insgesamt 5 Lehrkräfte in Anspruch nehmen. Auch diesmal bin ich wieder im Wasser. Schlussendlich endet der Tag wieder mit einer AG. Dieses Mal Fútbol feminino. Die Lehrerin, die ich begleite ist wirklich sehr nett und weiß wovon sie spricht, denn sie war Co-Trainierin bei dem Bundesligateam der Frauen in Leipzig. Leider sind die Mädchen nicht immer motiviert Fußball zu spielen. Stattdessen schlagen sie lieber ein Rad oder tanzen vor sich hin. Trotzdem habe ich auch hier die Freiheit immer und zu jeder Zeit meine Übungen zu machen. Schluss: 18 Uhr

Donnerstag, 10 Uhr, Startschuss. Nach dem morgendlichen „Warm-up“ im Sekretariat machen ich gegen 12:30 Uhr ein Projekt mit 10 Schülern aus der 9. Klasse. Dabei geht es darum, News aus Deutschland aus dem Internet aufs Papier zu bringen. Trotz Unruhe und logischer Ablenkung durch YouTube und Co. entstehen vielversprechende Ergebnisse, die in der Lobby der Schule ausgehängt werden. Nachmittags folgt natürlich die Fußball-AG der Jungs vom Montag, sodass ich gegen 18:30 Uhr zurück bin.

Generell ist es so, dass ich oft spontane Aufgaben annehme oder beim Organisieren von Festen mithelfe. Gerade war ich zum Beispiel voll ich der Planung und Unterstützung des Sportfests. Insgesamt habe ich dadurch fast immer etwas zu tun, wobei die Arbeit eigentlich immer Spaß macht.

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