Semana de turismo

 

Ferien… Kaum habe ich so richtig mit der Arbeit in der Schule begonnen, gibt es schon die ersten Ferien. Die Osterferien, die hier als „semana de turismo“ betitle werden, lassen den Sommer nun allmählich verschwinden.

Das Wochenende am Anfang der „semana“ habe ich mit meinen neuen Teamkollegen eingeläutet. Nach einem erfolgreichen Testspiel trafen sich alle auf einem Rooftop zum Asado. Noch einmal kurz zum Asado: Das ist wohl eines der Merkmale der uruguayischen Kultur. Fleisch wird einfach auf einen großen Grill geworfen, fertig. Einfach aber lecker… Asado wird in vielen Familien jeden Sonntag veranstaltet oder dann, wenn es etwas zu feiern gibt.

Am Montag ging es dann für mich nach Punta del Diablo, dem Spot für Surfer und Hippies. Da es in Uruguay keine einzige Bahn gibt, dafür ein sehr ausgebautes Busnetzwerk, bin ich 5h Richtung brasilianische Grenze gefahren, um das kleine Pueblo zu erreichen. Das Dorf hielt, was es versprach. Große Surfercommunity gepaart mit dem Einfluss der Hippieströmung. Bunte auf Stelzen errichtete Holzhäuser, lange Sandstrände, hohe Wellen sowie Kunsthandwerke und Reggae-Musik. Mein Hostel lag direkt am Strand mit einem super Blick aufs Meer. Ich hatte ein 6-Bettzimmer gebucht, in dem ich letztendlich allerdings alleine geschlafen habe, Nebensaison halt. Leider war das Dorf auch dementsprechend tot. Da half auch nicht das schlechte Wetter, welches mich mit Regen, sehr viel Wind und wenig Sonne sehr an den norddeutschen Spätsommer erinnerte. Nichtsdestotrotz habe ich das beste aus der Situation gemacht. Ein Fahrrad ausgeliehen und einen National Park mit wunderschönen Stränden besucht Außerdem habe ich mein Glück beim Wellensurfen versucht. Ohne Surfkurs bei sehr hohen bis riesigen Wellen und starker Strömung, musste ich mir eingestehen, dass Surfen doch etwas schwieriger ist als es aussieht. Im Hostel habe ich mich dann noch mit zwei Engländern und einem Australier angefreundet, sodass man zu viert, der doch teils vorhandenen Langeweile, entgegenwirken konnte. Das waren echt witzige Jungs mit denen man leider nur Englisch sprechen konnte, was einem Spanisch nicht weitergeholfen hat. Um jetzt die „semana de turismo“ zu beenden, werde ich über das Osterwochende nach Punta del Este fahren, welches als das Monaco Lateinamerikas bezeichnet wird. Punta liegt auch
an der Küste, wobei es nur knapp zwei Stunden von Montevideo entfernt ist. Ich hoffe das Wetter wird dort besser sein.

 

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