Runde Nr. 2

Tag ein, Tag aus. Man gewöhnt sich langsam an das entspannte Leben in Montevideo. Die Sprachbarriere wird immer weiter aus dem Weg geräumt und in meiner jetzigen Wohnung fühle ich mich mega wohl. Das liegt besonders daran, dass meine Gastfamilie mich super aufgenommen hat. Das fängt schon damit an, dass ich abends ohne weitere Absprache oder finanzielle Unterstützung mitessen kann. Uruguayische Spezialitäten ohne Ende, die alle total lecker schmecken. Das Highlight war der Samstag. Nach einer langen Nacht, in der alles dem Motto St. Patrick unterlag, wurde ich von beiden zum Essen in ein typisches uruguayisches Restaurante eingeladen. Es gab Asado. Überragend!


Am Sonntag habe ich dann das gute Wetter genutzt und bin circa 70 Minuten mit dem Bus in Richtig Osten gefahren. Dort liegt der alte Badeort Altántida. Super schöner und langer Sandstrand. Bei 27 Grad konnte ich es mir nicht verkneifen einmal in die Fluten zu springen. Das braugefärbte Wasser des Rio de la Plata war perfekt zum Baden. Obacht: das Wasser vor Montevideo und Umgebung, was ebenfalls Uruguay von Argentinien trennt, ist nicht der Atlantik. Diese „Bucht“ nennt sich Rio de la Plata und ist dementsprechend etwas bräunlich gefärbt. Erst wenn man die Küste östlich weiter fährt, spricht man vom wahren Südatlantik. Der Sonntag hatte natürlich zur Folge, dass ich total verbrannt nach Hause kam.
In der Schule bin ich momentan immer noch bei Adriana, der sehr herzlichen Sekretärin der Schulleitung. So richtig in die AG’s sowie in den Sport und Schwimmunterricht werde ich, wie schon erwähnt, erst im April einsteigen. Nichtsdestotrotz hatte ich die Chance den deutschen Matheunterricht einer 10. Klasse angucken. Was für mich das größte Chaos war, war für den Lehrer noch eine ruhige Stunde. Keiner hat zugehört, alle haben sich unterhalten und es war einfach nur laut.
In meiner Freizeit nach der Schule versuche ich möglichst viel von Montevideo kennenzulernen. Aktuell spielt dabei auch noch das Wetter mit. Da ist der Bus das billigste und schnellst Verkehrsmittel um von einem zum andern Plaza zu kommen.
Des Weiteren gibt es eine Fußballmannschaft von Ex-Schülern der Deutschen Schule bei der ich wahrscheinlich mittrainieren kann. Das entscheidet sich allerdings erst in den nächsten Tagen. Sonst gäbe es auch die Möglichkeiten mit ein paar Eltern und Lehrern jeden Mittwochabend in der Halle zu kicken.
Für mich geht es jetzt ins Estadio Centenario. Der Klassiker Uruguay gegen Brasilien wartet

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