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Dann versuche ich mal mein Glück…
Am 12.03 ging es endlich los. Nach anfänglichen Visaproblemen am Hamburger Airport stand der Reise nichts mehr im Wege. Dass es dann so RICHTIG los geht, habe ich allerdings erst am Frankfurter Airport realisiert als ich in den Flieger nach Sao Paulo eingestiegen bin.“Auf geht’s!“
Der Flug war eigentlich relativ ruhig, wäre da nicht mein brasilianischer Sitznachbar gewesen, der geschnauft hat wie eine Bulldogge nach einem 500m Spaziergang. Naja…
In Montevideo angekommen wurde ich von einer super netten Deutschlehrerin abgeholt, die mich zu meiner WG brachte. Leider entpuppte sich die WG als ein „Loch“, in dem man nicht hätte wohnen können. Keine halbe Stunde später saß ich schon in einem nahegelegenen Hostel. Die Deutschlehrerin hat sich ebenfalls die WG mit mir zusammen angeguckt und musste erstmal schlucken, wie sie mir später erzählt hat. Sie hat mir direkt ihre Hilfe angeboten und mir eine Schlafmöglichkeit bei ihren Schwiegereltern angeboten. Gleichzeitig hat das Sekretariat von meinem Vorfall Wind bekommen. Auch sie haben mir ein Zimmer in einer Wohnung angeboten. Die Unterstützung war top!
Letztendlich bin ich gestern in ein Zimmer einer Wohnung im 7.Stock einer Familie gezogen.

Auch die Ankunft an der Schule war Klasse. Nachdem ich von jedem mit einem obligatorischen Küsschen begrüßt wurde, wurde mir von Adriana (Sekretärin) die Schule gezeigt (1500 Schüler, sowohl uruguayische als auch deutsche Lehrer, von Kindergarten bis zum Abitur).
Nach einem Gespräch mit der Schulleitung wusste ich, dass ich hier gut angehoben bin. Heute wurde dann mein Aufgabenfeld abgesteckt, welches optimaler Weise im sportlichen Bereich liegt. Am besten: Ich kann mit den 3. & 4. Klassen zum Schwimmen fahren. Meine ersten Tätigkeiten waren allerdings das Austeilen von der Post, wodurch ich Montevideo jetzt schon sehr gut kenngelernt habe. Den Eindruck, den ich dadurch erhalten habe ist echt klasse. Die Altstadt mit ihrer Architektur, La Rambla mit dem Panoramablick. Gleichzeitig ist es bombenheiß in den Straßen und es gibt wahnsinnig viele Moskitos.

Ein besonderes Erlebnis ist die Busfahrt. Türen während der Fahrt öffnen, minimale Standzeit, Fahrgäste springen wortwörtlich hinein und ab die Post! Hunderte Busse rasen durch die teils sehr engen Avenidas de Montevideo. Ganz nach dem Motto: „wer bremst verliert.“ Mein persönliches Highlight während der Bussfahrt: ein zahnloser Straßenhändler wirbt für Kaugummis.
Einzig die Sprache fällt mir noch schwer. Der Akzent ist doch schwieriger als gedacht. Dabei hilft die Tatsache, dass die Verwaltung und einige Lehrer der Schule kein Deutsch und viel Spanisch sprechen. Ebenso sollten meine Wohnsituation und der Sprachkurs helfen.

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