Belajar Bahasa Indonesia

Nach einer sehr anstrengenden, mit einem Osterfest abschließenden Woche in der Schule fingen die Osterferien an. Noch am gleichen Abend ging es für mich los zum Flughafen-Bali war mein Ziel. Ich habe mich dazu entschieden die Schule Cinta Bahasa in Ubud zu besuchen und Bahasa Indonesia zu lernen. Das Wochenende davor habe ich Tagesausflüge gemacht, habe am Strand Surfer beobachtet und mit sehr vielen verschiedenen Menschen gesprochen-eine sehr willkommene Abwechslung nach dem Stress der letzten Tage.

Wir haben den Uluwatu Tempel im Süden Balis besucht, was sehr eindrucksvoll war und zu dem ich unbedingt irgendwann zurückkehren möchte.

Nach dem Wochenende ging es für mich weiter nach Ubud. 5 Tage lang hatte ich jeden Tag 4 Stunden Sprachunterricht. In diesen 5 Tagen habe ich sehr viel gelernt und ich hoffe, dass ich nochmal die Möglichkeit habe zu der Schule zurück zukehren. Ich bin sehr froh die Möglichkeit zu haben eine weitere Sprache zu lernen!

In meiner Zeit in Ubud bin ich sehr viel gelaufen, was ich sehr genossen habe, weil ich da hier in Jakarta nicht so richtig die Möglichkeit zu habe-spazieren wird, so wie ich das bisher mitbekommen habe, anscheinen nicht von allen gerne gemacht.

Nachdem ich meinen Sprachkurs erfolgreich abgeschlossen habe, bin ich, weil ich das Meer sehr vermisst habe, doch nochmal zurück nach Kuta gefahren und habe meinen letzten Tag in den salzigen Wellen verbracht und mich ordentlich verbrannt!

Alle Menschen ´haben vor meiner Reise betont wie Touristisch Bali ist, ist es auch, allerdings habe ich mich trotzdem mit viel mehr Indonesiern unterhalten und austauschen können als zuvor-Unvoreingenommenheit ist das wichtigste.

Sampai besok!

 

Zwischen Feuermeisen und Genies

„Feuermeisen“ , „FEUERMEISEN“ schallt es alle zwei Minuten aus dem Kindergarten-Garten. 30 kleine Menschen haben Freispiel und toben über den Rasen, durch die Halle, malen in der Bastelecke, oder Kochen in der Puppenecke. Alle zwei Minuten bekommt ein Kind einen Ball an den Kopf, oder stolpert über einen Roller den ein anderes Kind nicht aufgeräumt hat und sitzt dann, Krokodiltränen über das Gesicht kullernd am Tisch und hält sich ein Kühlkissen an die Zunge. 5 Minuten später schmeißen sie allerdings wieder die Bälle auf andere Kinder und lassen ihre Roller mitten auf dem Weg liegen – fröhlich und sorglos als wäre nie etwas passiert.

Eine meiner liebsten Beschäftigungen im Kindergarten ist es mit den Kindern mitzuspielen, und dabei Gespräche zu führen. Ich halte nichts von Kindersprache und finde es sehr schön zu sehen wie gut sich manche Kinder schon ausdrücken können, wenn man sich selbst normal ausdrückt. und wenn dann ein Kommentar von einem 5 jährigen Jungen kommt, wie toll ein anderes Kind bauen kann und das er das auch gerne könnte und sich dann immer kleine Tipps holt und Kleinigkeiten abguckt, geht mir das Herz auf. Die Kinder in diesem Kindergarten, wahrscheinlich in jedem Kindergarten der Welt sind kleine Genies.

Die letzten 5 Wochen sind wie im Flug vergangen, die Zeit war zwar stressig, aber ich habe viel gelernt und viel Spaß gehabt. Ich bin gespannt wie die nächsten Wochen werden und werde weiter, hoffentlich regemäßiger berichten.

 

Inselleben

Ein Wochenende auf einer lokalen Insel vor Jakarta – saubere Luft, klares Wasser und fröhliche Menschen.

Am Samstagmorgen sind wir um 6 mit dem Uber losgefahren um mehr oder weniger pünktlich um 7 am Hafen von Jakarta zu stehen, eine weitere Stunde später ging es auch schon mit dem Boot los. Die Fahrt war sehr aufregend, wir saßen oben und sind so schnell gefahren, dass die Fahrt durch den starken Wellengang mehr Ähnlichkeiten mit einer Achterbahnfahrt hatte als mit irgendetwas anderem-ein bisschen gruselig, aber im Nachhinein war es echt witzig. Außerdem waren alle die oben saßen am Ende der Fahrt klitschnass, sodass wir uns die Sonne wirklich verdient hatten.

Wir waren schnorcheln, hatten nette Gespräche mit einheimischen, haben zweimal, per Fahrrad und zu Fuß die Insel umrunden, sind Bananaboot gefahren und haben zwischendurch mit einem frischen Saft die atemberaubende Aussicht angeschaut. Am Ende des Tagen haben wir soviel Sonne abbekommen, das wir Abends nur noch wie Steine ins Bett gefallen sind.

Sonntag kamen wir sehr schwer aus den Betten, als wir allerdings den Wolkenfreien Himmel und das türkisfarbene Wasser sind wir schnell (so schnell es in der Hitze eben geht) auf unsere Fahrräder gesprungen und sind wieder zu unserem Lieblingsausblick gefahren und haben wieder frischen Saft getrunken und den Ausblick genossen.

Dann ging es auch schon wieder, mit einer entspannteren Bootstour zurück nach Jakarta.

Es war ein sehr schönes Wochenende und ich wäre liebend gerne länger geblieben um mehr von den Einheimischen zu erfahren. Wir wurden sehr freundlich empfangen und überall freudig begrüßt. Uns wurden Sätze auf Bahasa beigebracht und Geschichten aus Deutschland erzählt.

 

Leben und leben lassen

Der zweite Blogeintrag an einem Tag, vielleicht habe ich zu viel Zeit, oder auch nicht.

In den letzten 28 Tagen habe ich mich, so intensiv wie noch nie mit den Themen Rassismus, Sexismus und Kolonialismus auseinandergesetzt. Themen die mein Herz schneller schlagen lassen, weil ich auf dem Vorbereitungsseminar gemerkt habe wie viele tolerante, aufmerksame Menschen in dieser Welt herumlaufen, welche mir aber die meiste Zeit die Luft abschnüren, weil jeden Tag Menschen diskriminiert werden (auch wenn wir dies nicht mitbekommen) und weil ich so viele offene Fragen habe. Was ist Rassismus?, Habe ich schon mal offen einen Menschen rassistisch angegriffen, oder diskriminiert?, In wie fern sind die ehemaligen Kolonien immer noch von den Kolonialherrschern abhängig, oder werden abhängig gemacht? -Fragen über Fragen, auf die ich leider keine Antwort habe,  und über die ich mir in diesem Maße leider vor 28 Tagen noch nicht solche Gedanken gemacht habe. Doch trotz dessen habe ich das Gefühl, dass ich obwohl mir vieles noch unklarer ist als vor einem Monat ich so viel mehr gelernt habe, über die Menschen und ihre Gedanken an sich, und über den Sensiblen Umgang mit den Erdlingen (um hier einmal ein bisschen lustig zu sein, man kann es ja mal probieren).

Nach dem Seminar bin ich voller Vorfreude in meine Einsatzstelle gegangen und habe erwartet auf gleiche Gedanken zu stoßen. In dieser Erwartung wurde ich leider enttäuscht, aber ich mache mich weiter auf die Suche. Ich bin dankbar die Möglichkeit zu haben so weit zu reisen und andere Kulturen kennenzulernen.

Ich hoffe in den nächsten Monaten viel über verschiedene Menschen zu lernen und diese Denkweisen dann tolerieren zu können.

Ich habe kurz vor meiner Ausreise (also vor 2 Wochen, haha) kurz gedacht, wie cool es doch wäre die Welt zu retten. Aber jetzt (zwei Wochen später) merke ich, wie egoistisch diese Denkweise doch ist, und das die Welt vielleicht gar nicht gerettet werden muss. Um diese Welt ein klein wenig besser zu machen, muss nur jeder sein eigenes Handeln und Denken hinterfragen und das seiner Mitmenschen vielleicht auch ein bisschen.

In diesem Sinne „Leben und leben lassen“ (manche Dinge müssen wir manchmal einfach nicht verstehen ;)).

P.S.: Lasst dieses „Die“ und „Wir“ weg, wir sind hier nicht in der Grundschule beim Völkerballtunier.

Schlusslicht

Nun hat meine zweite Woche im Kindergarten angefangen und es macht immer noch sehr Spaß. Montag haben die Kids Sport – was sich zuallererst nach nichts besonderem anhört, artet innerhalb kürzester Zeit in ein Chaos aus. Die Kids müssen sich umziehen, von allen Seiten rufen hohe Stimmchen „Ich habe keine Hose“, „Mein T-Shirt ist nicht dort“ und „Ich kann meine Sportschuhe nicht finden“ , diese Probleme lassen sich allerdings innerhalb weniger Minuten lösen und die Kinder ziehen sich eigenständig, wenn auch nicht immer richtig, an. Danach kommen die Schuhe – dies dauert auch nochmal seine Zeit, da diese meist ohne Acht auf die Seiten angezogen werden und nochmal getauscht werden müssen.

Sind nun alle umgezogen stellen sie sich am Eingang der KiTa in berühmter Zweier-Reihe auf und suchen sich ihre Partner für den lange Weg (50 Meter) zu Turnhalle. „Habt ihr alle eure Wasserflaschen?“ -natürlich nicht. Sobald alle ihre Wasserflaschen haben geht es in einem Affentempo los zu Sporthalle. Dieses Tempo legt sich nach den ersten 10 Schritten allerdings wieder, weil Freunde aus der Grundschule vorbeikommen, Marienkäfer auf dem Weg laufen, ein Schmetterling vorbeifliegt, oder es einfach viel zu warm ist.

Der Anblick der sich mir als Schlusslicht mit je einem Kind an einer Hand bietet ist sehr lustig. Die ersten Kinder in der Reihe sind schon fast angekommen – wir kennen sie doch alle, immer pünktlich und perfekt ( ;D). Danach eine riesige Lücke, einfach weil es zu warm ist um das Tempo zu halten. Plötzlich entdecken ein paar Kinder aus dem letzten Viertel einen merkwürdig aussehenden Käfer und bleiben stehen um diesen genauer zu betrachten – kreischen, lachen und panisches rumgerenne. Als die Kinder aus dem vorderen Viertel Wind davon bekommen, dass etwas spannendes passiert drehen sie sich um, allerdings ohne vorher anzuhalten und schon liegen sie im Graben – noch mehr geschreie und gelache, noch mehr Kinder drehen sich um und kommen aus dem Gleichgewicht. Eine Kettenreaktion die von den Erzieherinnen keine freudige Reaktion einbringt.

Gefühlte 20 Minuten später stehen alle Kinder wieder in Zweier-Reihe auf dem Weg, kennen einen neuen Käfer und sind auf dem Weg in die Turnhalle. Dort angekommen wird getobt was das Zeug hält. Dann geht es auch schon wieder zurück, allerdings noch langsamer als auf dem Hinweg – und leider weniger neugierig.

Ich freue mich auf die kommende Zeit die ich mit den Kindern verbringen darf und hoffe, dass ich viel von ihnen lernen kann, wenn auch nicht den Gleichgewichtssinn.

Mari!

Ich bin ein Hai.

In dieser Woche habe ich angefangen vormittags im Kindergarten zu arbeiten. Ich unterstütze die Erzieherinnen bei den Angeboten wie zum Beispiel dem Schwimmen und mache Aufsicht, wenn die Kinder sich in der freien Zeit eine Beschäftigung aussuchen können. Nächste Woche soll ich vielleicht einen Lesekreis machen, da manche Kinder noch nicht so viel Kontakt zu der deutschen Sprache hatten, dies aber für die Schule vorausgesetzt wird. In den ersten Tagen ist mir aufgefallen, das die Kinder alle sehr aufmerksam sind und sich sehr Mühe geben die Sprache zu verstehen und sich gegenseitig zu helfen.
Nach einige Zeit sind viele Kinder selbst auf mich zugekommen und haben sich dann immer mehr getraut mir etwas auf Deutsch zu erzählen. Ich denke für den Anfang ist es wichtig, das die Kinder sich mit der Sprache wohlfühlen und nicht das Gefühl haben in jedem Satz einen Fehler zu machen, weil dieser sofort berichtigt wird.
Am Dienstag haben wir einen 5. Geburtstag gefeiert, fast alle Kinder durften sich ein Lied wünschen das zu ehrern des Geburtstagskindes gesungen wurde. Happy Birthday auf ganz vielen verschiedenen Sprachen, Chinesisch, Arabisch, Japanisch, Niederländisch und ganz vielen weiteren Sprachen und alle Kinder konnten mitsingen.

So langsam habe ich mich hier eingelebt, mich an das Klima, die vielen Krabbeltierchen und das Chaos (was die Indonesier übrigens völlig im Griff haben) gewöhnt! Ich freue mich auf die nächste Zeit und hoffe, dass ich die nächsten Wochenenden auch mal etwas unternehmen kann.

Mari!

Vom Mathewettbewerb bis zu Feiereien

Die letzten Tage der Woche vergingen, wie eigentlich immer, viel zu schnell. Freitag saß ich die meiste Zeit daran, die allbekannten Känguruwettbewerbs Antworten für einen Großteil der Kinder dieser Schule ins Internet einzutragen – ein unglaublicher Spaß. Danach ging es allerdings sehr viel besser weiter, als ich die beiden Theaterstück-Texte bekommen habe und mich auf die Proben vorbereiten konnte.

Am Samstag ging der eigentliche Spaß allerdings erst los – es ging in einen Club. Lucy in the Sky, eine Bar/ ein Club auf dem Dach eines Gebäudes, umrundet von den Hochhäusern Jakartas – durch die vielen Lichterketten und die hell beleuchteten Bürogebäude gibt es eine beeindruckende Aussicht. Ich war mit einer weiteren Praktikantin und zwei ehemaligen Schülerinnen der Schule dort, alle weiß. Uns war schon bewusst, das wir auffallen würden, aber mit diesem Maße hatten wir nicht gerechnet – viele fragten woher wir kommen und ob sie Fotos haben könnten. Zwischenzeitlich wurden wir nur angestarrt, was ziemlich unangenehm wurde mit der Zeit. Trotz allem waren alle Menschen sehr freundlich zu uns und unseren Erzählungen sehr aufgeschlossen. Es war nett sich zur Abwechslung mit manchen einheimischen Menschen zu unterhalten, da es hier in der Schule sehr viel deutschen Einfluss gibt – Deutsche Schule halt.

Ich hoffe mich in den nächsten noch mehr mit einheimischen Menschen unterhalten zu können und die Kultur und das Land besser zu verstehen, im Moment ist es für mich noch sehr chaotisch und laut, mit ganz vielen freundlichen Menschen zwischendrin.

Mari!

Halo, nama saya Janne!

Und ich habe meinen ersten Tag an der Deutschen Schule Jakarta in Indonesien erfolgreich überstanden. Am 14.03. bin ich abends nach einem schlafreichen Flug in Jakarta angekommen. Danach musste ich noch etwa anderhalb Stunden bis zu meiner Wohnung fahren, was echt aufregend war, weil ich mir hier schon einmal die Straßen in und um Jakarta angucken durfte. Malls neben Häusern, Autos neben Motorrädern, Hotels neben Palmenwäldchen – und die Menschen fröhlich zwischendrin. Bunt und lebhaft, wie ich es mir vorgestellt habe. Als ich in meiner Wohnung angekommen bin habe ich nicht mehr viel geschafft, außer meinen Koffer auszupacken und dann schlafen zu gehen.

Am nächsten morgen musste ich schon um halb 8 in der Schule sein – Indonesisch Unterrricht (für mich, nicht für die Kids). Anschließend bin ich von Klasse zu KLasse getingelt, Deutschunterricht bei den Erstklässlern, Musik in der 8., EVA (Eigenverantwortung/ Hausaufgabenstunde) in der 1. und zum Schluss noch die Probe der Schulband. Zwischendurch wurde ich sehr vielen Menschen vorgestellt, von denen ich unbedingt die Namen lernen muss, was mir nach dem Vorbereitungsseminar besonders schwer fällt. Außerdem wurde ich von sehr vielen Lehrern angesprochen, ob ich mal hier und mal dort helfen könnte, was merkwürdig ist, weil ich mich selber eher noch auf der Schülerseite sehe als auf der Lehrerseite. Aus diesem Grund muss ich mich erstmal an das gesiezt werden und meinen eigenen Platz im Lehrerzimmer gewöhnen.

Nun bin ich gespannt auf meinen zweiten Tag und hoffe, dass ich es schaffe nach der Schule ein paar Bahnen im Pool zu schwimmen.

Mari ibu!