Vom Mathewettbewerb bis zu Feiereien

Die letzten Tage der Woche vergingen, wie eigentlich immer, viel zu schnell. Freitag saß ich die meiste Zeit daran, die allbekannten Känguruwettbewerbs Antworten für einen Großteil der Kinder dieser Schule ins Internet einzutragen – ein unglaublicher Spaß. Danach ging es allerdings sehr viel besser weiter, als ich die beiden Theaterstück-Texte bekommen habe und mich auf die Proben vorbereiten konnte.

Am Samstag ging der eigentliche Spaß allerdings erst los – es ging in einen Club. Lucy in the Sky, eine Bar/ ein Club auf dem Dach eines Gebäudes, umrundet von den Hochhäusern Jakartas – durch die vielen Lichterketten und die hell beleuchteten Bürogebäude gibt es eine beeindruckende Aussicht. Ich war mit einer weiteren Praktikantin und zwei ehemaligen Schülerinnen der Schule dort, alle weiß. Uns war schon bewusst, das wir auffallen würden, aber mit diesem Maße hatten wir nicht gerechnet – viele fragten woher wir kommen und ob sie Fotos haben könnten. Zwischenzeitlich wurden wir nur angestarrt, was ziemlich unangenehm wurde mit der Zeit. Trotz allem waren alle Menschen sehr freundlich zu uns und unseren Erzählungen sehr aufgeschlossen. Es war nett sich zur Abwechslung mit manchen einheimischen Menschen zu unterhalten, da es hier in der Schule sehr viel deutschen Einfluss gibt – Deutsche Schule halt.

Ich hoffe mich in den nächsten noch mehr mit einheimischen Menschen unterhalten zu können und die Kultur und das Land besser zu verstehen, im Moment ist es für mich noch sehr chaotisch und laut, mit ganz vielen freundlichen Menschen zwischendrin.

Mari!

Halo, nama saya Janne!

Und ich habe meinen ersten Tag an der Deutschen Schule Jakarta in Indonesien erfolgreich überstanden. Am 14.03. bin ich abends nach einem schlafreichen Flug in Jakarta angekommen. Danach musste ich noch etwa anderhalb Stunden bis zu meiner Wohnung fahren, was echt aufregend war, weil ich mir hier schon einmal die Straßen in und um Jakarta angucken durfte. Malls neben Häusern, Autos neben Motorrädern, Hotels neben Palmenwäldchen – und die Menschen fröhlich zwischendrin. Bunt und lebhaft, wie ich es mir vorgestellt habe. Als ich in meiner Wohnung angekommen bin habe ich nicht mehr viel geschafft, außer meinen Koffer auszupacken und dann schlafen zu gehen.

Am nächsten morgen musste ich schon um halb 8 in der Schule sein – Indonesisch Unterrricht (für mich, nicht für die Kids). Anschließend bin ich von Klasse zu KLasse getingelt, Deutschunterricht bei den Erstklässlern, Musik in der 8., EVA (Eigenverantwortung/ Hausaufgabenstunde) in der 1. und zum Schluss noch die Probe der Schulband. Zwischendurch wurde ich sehr vielen Menschen vorgestellt, von denen ich unbedingt die Namen lernen muss, was mir nach dem Vorbereitungsseminar besonders schwer fällt. Außerdem wurde ich von sehr vielen Lehrern angesprochen, ob ich mal hier und mal dort helfen könnte, was merkwürdig ist, weil ich mich selber eher noch auf der Schülerseite sehe als auf der Lehrerseite. Aus diesem Grund muss ich mich erstmal an das gesiezt werden und meinen eigenen Platz im Lehrerzimmer gewöhnen.

Nun bin ich gespannt auf meinen zweiten Tag und hoffe, dass ich es schaffe nach der Schule ein paar Bahnen im Pool zu schwimmen.

Mari ibu!