Zwischenseminar und Urlaub

Ein Lebenszeichen aus Mumbai:

In den letzten Wochen ist wieder viel passiert. Mitte Mai ist Cathi aus Jaipur nach Mumbai gekommen und wir sind vor Beginn unseres Zwischenseminars für eine Woche nach Goa geflogen. Ein Traum! Da im Mai schon off-Season ist, waren die Resorts und Strände angenehm leer. Leider haben wir schon am Ankunftstag diese extreme Sonne unterschätzt und waren statt der erhofften Bräune schneller krebsrot waren als wir dachten. Nunja.  Wir hatten eine wirklich tolle, entspannte Zeit. Einen Tag sind wir nach „ Old Goa“ in den Norden gefahren und haben dort einen ganzen Tag verbracht.  Alt Goa war bis 1843 eine portugiesische Kolonie und es lohnt sich wirklich dort hinzufahren, um die alten, noch sehr gut erhaltenen Kirchen anzusehen.

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Kuh & Herrchen ;)

Kuh & Herrchen 😉

 

Von Goa flogen wir dann am 20. Mai nach Bangalore, wo unser Zwischenseminar stattfand. Insgesamt waren wir 11 Mädels aus den Einsatzländern Indien, Vietnam, den Philippinen, Bangladesch und Indonesien. Der Seminarort war „The ancient school of Wisdom“, eine grüne, paradisische  Oase, etwas ausserhalb des Stadtzentrums. Neben Yoga und Meditation reflektierten wir unsere ersten Monate im Gastland, sprachen über das Projekt, die Kultur und Konflikte. Ein Highlight war auf jeden Fall unsere kleine Lachyogaeinheit. Der Gründer des Lachyogas hatte mit einer Gruppe aus Malaysia und Singapur ein Seminar und jeden Tag hörte man fröhliches Gelächter. Einen Tag haben wir nach unserer Yogastunde auch mitgelacht und es ist wirklich LUSTIG. Man versucht  anzufangen zu lachen bis man irgendwann wirklich Tränen lacht und der ganze Körper weh tut! Super lustige Sache.

Die 5 Tage vergingen leider viel zu schnell und wir mussten uns schneller voneinander verabschieden als uns lieb war.

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Straßenkinder in Bangalore

Straßenkinder in Bangalore

 

ancient school of wisdom

ancient school of wisdom

Nun bin ich wieder in Mumbai und nächste Woche sind die Sommerferien zu Ende und die Schule beginnt.

Wettertechnisch hat sich jetzt auch einiges verändert und zwar hat Anfang Juni die Regenzeit begonnen und ich habe den ersten Monsun meines Lebens erlebt.  Der Mai war wirklich sehr heiß und umso mehr hat sich ganz Mumbai (mich ausgeschlossen) auf den Regen gefreut und es richtig gefeiert, gesungen und im Regen getanzt. Man freut sich so sehr, dass man sich, wie mir erklärt wurde, gegenseitig zum Regen gratuliert. Leider bin ich noch nicht zu lange aus Deutschland weg um mich SO sehr über Regen zu freuen, aber die Luft ist wirklich angenehmer geworden.  Es regnet nicht jeden Tag, aber wenn es regnet, dann schüttet es auch gerne mal 12 Stunden durch und die Stadt ist lahmgelegt. Der ganze Verkehr ist blockiert und die Wege dauern doppelt so lang. Vor meiner Haustür steht das Wasser dann 50 cm hoch und mir wurde gesagt, dass das ja erst der Anfang sei. Auf den Straßen kann das Wasser wegen des vielen Mülls sehr schlecht abfließen. Da der Monsun wohl 2 Wochen früher als sonst anfing, hatten die Geschäfte ihr Regenkleidungssortiment noch nicht ausgepackt. Ich werde mir aber definitiv noch eine Regenjacke und Monsunschuhe zulegen müssen.

Eine „gute“ Sache hat die Regenzeit dann doch für mich und zwar sind auf den Straßen nicht mehr soviele Bettler unterwegs, was sich jetzt ziemlich gemein anhört, aber manchmal bin ich einfach müde davon. Vor allem hatte ich jetzt schon öfter Situationen in denen sich bis zu fünf von ihnen um meine Rikshaw gescharrt haben. In diesen Situationen bete ich dann ganz schnell, dass die rote Ampelphase vorbei ist, aber oftmals und vor allem in der Rush Hour steht man fünf bis zehn Minuten an einer Ampel . Wegrennen geht da ja schlecht. Noch ein Punkt sind die Transsexuellen in Glitzersaris die einem laut ins Ohr klatschen, um deine Aufmerksamkeit zu bekommen und dich dann neben einem netten Satz wie „ Wenn du mir kein Geld gibst, bekommst du Krebs“ begrüßen. Alles klar!

 

Bombay Monsoon

Bombay Monsoon

Tschüss und bis Bald! 🙂