-und was ist sonst noch so passiert-

Schon eine Weile her, aber vielleicht ganz erwähnenswert, war der 6. Januar, heilige drei Könige. Eigentlich wollten wir nach Nałeczów fahren, ein kleiner Kurort in der Nähe, welcher ganz nett sein soll. Als wir am Busbahnhof ankommen ist alles voller Menschen, denn vor dem Schloss in Lublin gibt es einen riesen Auflauf. Große Königsfiguren und rauchende Weihrauchatrappen werden an Kränen hochgezogen und es gibt eine kleine Vorstellung mit Gesang. Fast alle Leute haben bunte Papierkronen auf und nach einiger Zeit beginnt der Umzug durch die Stadt, wobei wirklich drei Männer in Sänften durch die Straßen getragen werden. Ein riesiges Spektakel für alle Beteiligten und wirklich sehr schön. Nach Nałeczów sind wir am nächsten Tag sogar dann doch noch gefahren, dort ist allerdings bis auf ein E.Wedel Café mit echter dicker Schokolade und einen schönen Park nicht viel los.

An meinem eigentlich letzten Wochenende in Lublin war viel los, wenig schlaf und viel feiern, spontaner Besuch aus der Slowakei und ein Ausflug nach Zamość.
Die kleine Stadt ist wunderschön und wurde im 16. Jahrhundert im Stil der italienischen Renaissance erbaut, daher auch der Beiname „Padua des Nordens“. Die größtenteils erhaltene Altstadt, mit drei Märkten, dem achteckigen Uhrenturm, der alten Synagoge, dem Geburtshaus Rosa Luxemburgs und den farbenfrohen armenischen Bürgerhäusern gehört zum UNESCO Weltkulturerben.
Die Rotunde ist ein altes Festungsgebäude der Stadt und wurde im zweiten Weltkrieg als Gefängnis und Massenmordstätte genutzt, vor allem zur Vernichtung der polnischen Intelligenz. Heute finden sich hier Gräber von 45 482 Personen, Kriegsopfer, polnische und sowjetische Soldaten, Juden und Opfer des Stalin Terrors.

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