Wie das Schicksal mit kulturweit zusammenarbeitet

Meine Einsatzstelle ist Medellín (Kolumbien) und die Geschichte dazu ist ein bisschen einzigartig, würde ich mal behaupten. So einzigartig, dass ich mal wieder anfange an das Vorhandensein von Zufällen zu zweiflen und mir Gedanken über das vorherbestimmte Schicksal mache. 

Letztes Jahr wurde für ein Praktikum in der deutsch-peruanischen Auslandshandelskammer in Lima (Peru) angenommen. Vorher wollte ich noch gerne einen kurzen Sprachkurs machen, um meine Spanischkenntnisse aufzufrischen. Die Entscheidung fiel sehr schnell, wo es dafür hingehen sollte: Ich habe eine kolumbianische Freundin in Medellín, die mich gerne eine Woche bei sich aufgenommen hat. Mitte Oktober 2016 bin ich somit für 10 Tage nach Kolumbien, um von dort aus nach Lima zu fliegen und mein Praktikum zu starten.

Hier kommt nun kulturweit hinzu. Ich bin für kulturweit erst im Nachrückverfahren durchgekommen und habe ehrlich gesagt nach der ersten Absage nicht daran gedacht, dass ich noch genommen werde. Eigentlich hatte ich sogar schon Pläne, dass ich mich in Kolumbien, Peru oder anderen Ländern nach Möglichkeiten umschaue, wie ich meine Zeit in Südamerika verlängern könnte. Kurz vor meiner Abreise nach Kolumbien war ich noch in der Ukraine, um meine Familie zu besuchen, bevor ich den Atlantik überqueren sollte. Und genau in dieser Woche kam dann ein Angebot von kulturweit durch das Nachrückverfahren rein. Und siehe da: Das Goethe Institut in… na, wer glaubt es zu wissen?…. LIMA(!!!) fragte mich, ob ich interessiert wäre als Freiwillige zu ihnen zu kommen. „Wow“, dachte ich, „Das ist ja perfekt. Dann kann ich nach Februar einfach dableiben!“ Naja, so einfach wollte es mir das Schicksal dann auch nicht machen und hat sich gedacht „Liebe Olya, du wirst jetzt mal kurz vergessen, dass es zwischen Ukraine und Deutschland einen Zeitunterschied gibt“. Pammmm … und so habe ich dann das Skype-Interview mit dem Zuständigen im Goethe-Institut Lima verpasst. Ich saß eine Stunde zu spät am PC und bekam leider keine zweite Chance. „Das wars jetzt wohl wirklich mit kulturweit“ war mein Gedanke. Doch, wie das Schicksal so spielt, drei Tage später, zurück wieder in Deutschland, bekomme ich ein weiteres Angebot und diesmal – natürlich, was sonst- aus dem Instituto Cultural Alexander von Humboldt aus Medellín (!). „Das ist doch verrückt“ schießte es mir durch den Kopf „als würden die wissen, wo ich nächste Woche hinfliege.“ Ich habe natürlich sofort mittgeteilt, dass ich in ein paar Tagen in Medellín sein werde und sehr gerne auch persönlich vorbei komme. Gesagt, getan. Der Rest war nur noch formales und so hat das Schicksal mir meinen Frewilligendienst mit kulturweit gesichert.

Aber jetzt mal ehrlich: „Woher wussten die bloß, wo ich demnächst hinfliege werde von den dutzend Einsatzstellen in Südamerika??“ Ich glaube nur das Schicksal kennt die Antwort 😉

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