Abenteuer Goethe in București

Mein »kulturweit« Blog

Bună ziua liebe Welt!

Ich habe nun einige lustige Blogeinträge gelesen und mich entschieden, das auch auszuprobieren (mal sehen wie lange ich das durchhalte hahaha).
Ich bin seit einer Woche in Bukarest, habe die ersten Arbeitstage hinter mir und auch schon ein bisschen (wenn auch nicht viel) von der Stadt gesehen. Doch zumindest habe ich jetzt endlich eine Wohnung über einen Kollegen im Goethe-Institut gefunden, in die ich am Sonntag schon einziehen darf und die keine drei Gehminuten entfernt ist 😀 Das Wetter hat mich nicht sehr freundlich begrüßt, am ersten Tag hat es nur geschüttet, aber jetzt ist der Frühling auch hier angekommen.

Mein erster Eindruck von der Stadt ist sehr gut, sie wird aufgrund der französischen Architektur und Paläste in der Innenstadt (leider etwas heruntergekommen) als kleines Paris genannt. Insgesamt fallen viele Gegensätze auf, neben den Palästen und modernen Einkaufszentren stehen Plattenbauten, Kabel hängen auf zwei Meter Höhe oder sind einfach um eine Laterne gewickelt, die Arbeit der Baubehörde scheint hier lockerer genommen zu werden. Ich bin in Osteuropa, doch das Ceausescu-Regime ist seit fast 20 Jahren vorbei und Bukarest ähnelt den westlichen Metropolen sehr, die Mode ist dieselbe, die Menschen kleiden sich stilbewusst.

Das Zentrum kann man zu Fuß erkunden, die öffentlichen Verkehrsmittel fahren wie in Deutschland, man braucht nur unterschiedliche Tickets für Metro und Bus. Taxis sind nicht wie bei uns ein Luxusgut, sondern eine bequeme Alternative, gerade später am Abend oder in der Gruppe. Der Grundpreis pro KM sind 1,39 Lei, d.h. ungefähr 40ct.

Sprachlich ist es noch sehr wackelig, aber in zwei Wochen fange ich einen Intensivkurs Rumänisch an, zum Glück sprechen die jungen Leute alle sehr gut Englisch. Bei der Wohnungssuche habe ich auch schon ein paar italienische und französische Erasmusstudenten kennengelernt, die mich promt auf ein Bier mitgenommen haben – diesen Erasmusgeist habe ich vermisst 😛

Im Goethe-Institut wurde ich sehr freundlich empfangen, ich habe glücklicherweise eine Mitpraktikantin, die mich überallhin mitnimmt und meine Ansprechpartnerin hat sich viel Zeit genommen und uns eine Einführung zum Institut und den Arbeitsbereichen gegeben. Ich habe schon ein paar feste Aufgaben, ich darf den deutschen Stammtisch und Spiele- sowie Filmabend für die Kursteilnehmer organisieren, da sitzt man nicht die ganze Zeit im Büro.

Typisch für mich: Ich bin kaum ein paar Tage hier und plane schon die nächsten Ausflüge nach Siebenbürgen, die Walachai oder Timișoara. Mal sehen, wo es mich hin verschlägt.

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