Weihnachtsstimmung, Wochenendtrips und Lethwei

 

winzige Stühlchen um zu frühstücken, Mittag und Abend zu essen

Um hier in Myanmar in Weihnachtsstimmung zu kommen, muss man sich schon sehr bemühen.
Beispielsweise fleißig Weihnachtslieder hören, das eigene Zimmer schmücken, einen Adventskranz aufstellen und einen Weihnachtsmarkt besuchen. Aber wenn dann alle diese Dinge „erledigt“ sind, dann muss man aufpassen nicht zu sehr in Weihnachtsstimmung zu kommen, weil Weihnachten für mich persönlich Familie, Weihnachtsbaum, Kälte und Plätzchen bedeutet. Wenn man dann anfängt darüber genauer nachzudenken, gerät man schnell in einen Strudel aus Heimweh und Sehnsucht.
Aber da lass ich mich nicht reinziehen, denn wir feiern Weihnachten hier sehr schön! Ein Weihnachtsessen und „Love Actually“, der wohl schönste Weihnachtsfilm (direkt nach dem „Kleinen Lord“) werden uns am Weihnachtsabend den Abend versüßen. Glühwein steht auch schon auf der Liste der Must-haves.

Ansonsten bin ich dabei mich am Pool zu bräunen, um gewisse Wetten zu gewinnen und mich auf Wochenendtrips zu freuen, die uns beispielsweise nach Bago, einer Stadt in der Nähe von Yangon, führten.

2. größter liegender Buddha der Welt in Bago

Dorthin verschlug es uns vor kurzem, um uns den zweitgrößten liegenden Buddha der Welt anzuschauen und um mit dem Tuktuk außerdem ein Kloster zu besichtigen und diverse Pagoden anzuschauen. Bago ist die viertgrößte Stadt Myanmars und war mal die Hauptstadt des Königreiches der Mon, die ihre Blütezeit im 15. Jahrhundert hatte.

Auf Arbeit war ich in letzter Zeit mit Bücher- und Filmbestellungen für die Goethebibliothek, die Ende März in der auch dann eröffneten Goethe Villa eingeweiht wird, beschäftigt und Anfang des Monats mit der Planung eines Weihnachtsmarktes an der PASCH- Schule Brainworks.

PASCH ist, kurzgefasst, ein weltweites Netzwerk von Schulen, an denen Deutsch unterrichtet wird. Dieser war, wahrscheinlich hauptsächlich wegen des (alkoholfreien) Glühweins, den Lebkuchen, dem Weihnachtsfilm „Es ist ein Elch entsprungen“ und Waffeln, sehr erfolgreich.

2-3 mal die Woche gehe ich zum Thaiboxen und Lethwei, wo wir inzwischen darüber über gegangen sind, uns tatsächlich gegenseitig zu boxen, ohne uns durch Pads zu schützen. Aber abgesehen von blauen Flecken hat niemand von uns (bisher) größere Schaden davongetragen.
Seht euch also vor mir vor, ab jetzt bin ich in der Lage sehr schnell zuzuschlagen, fast jedem Schlag auszuweichen und auf Kopfhöhe zu kicken 🙂

Obwohl der Artikel relativ kurz ist, ist es im Gesamtblick etwas unübersichtlich geraten, ein kunterbuntes Durcheinander. Der nächste Eintrag wird sorgfältiger ausformuliert, ich verspreche es.

 

 

 

 

 

 

 

Anmerkung: „wir“ und „uns“ beschreibt keine bestimmte Gruppe sondern eine jedes Mal variierende Menschenansammlung. Häufig involviert in meiner Freizeitgestaltung sind Nadja, meine Mitfreiwillige, Mitbewohnerin und Yangon-mit-mir-Entdeckerin; Kimberley, meine baldige Mitbewohnerin, Arbeitskollegin, Thaiboxen und Lethwei-Mitstreiterin und Hundevideos- Liebhaberin; Sandra, meine Mitbewohnerin und auch eine große Essensliebhaberin; sowie weitere, wobei ich hier jetzt niemanden mit den ganzen Namen durcheinander bringen wollte, und deswegen die Verallgemeinerung „uns“ und „wir“ gebraucht habe.

Ein Kommentar

  1. Markus

    Hallo Helene,
    ich bin durch Zufall auf Dein Blog geraten. 🙂
    Hattest Du schon Vorkenntnisse in einer anderen Kampfsportart oder bist Du von Null auf Lethwei durchgestartet?
    Deine Tritthöhe zeugt schon mal von gutem Trainingserfolg!
    Viele Grüße
    Markus

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