Time to say Goodbye

1.973 km liegen nun wieder zwischen mir und Tirana. Die letzten Tage waren geprägt von emotionalen Abschieden. Ich dachte erst, dass meine Freude, nach Hause zu kommen, so groß ist, dass mir die Verabschiedung hier nicht ganz so schwer fallen würde. Damit lag ich falsch. Innerhalb von diesem halben Jahr habe ich hier meine Wurzeln langsam aber sicher ausgestreckt.  Ich habe meinen Alltag hier verbracht, Menschen kennen gelernt, Freundschaften geknüpft.

Ein letztes Mal Kaffee und Byrek

So kam es, dass ich mich in meiner letzten Woche an jedem Tag von jemand anderem verabschiedet habe. Von meinen Kollegen habe ich mich mit einem letzten Kaffee und Byrek in dem „Schulcafé“ verabschiedet. Dabei wurde mir mit einem Buch von einer albanisch-deutschen Schriftstellerin doch noch ein bisschen Albanien mit nach Hause gegeben. Von einer engen Freundin habe ich das letzte Mal die Neuigkeiten in einer Bar bei einem Cocktail ausgetauscht und eine andere Freundin hat mich netterweise mit an den Flughafen begleitet (worüber ich mit meinem schweren Gepäck doppelt froh war).

Zukunftspläne

Was mir Trost gegeben hat, waren die Pläne, die ich mit jedem einzelnen schon geschmiedet habe. Nach dem Sommer werde ich, wenn nichts dazwischen kommt, viele wieder sehen. Die jetzige 10. Klasse wird mit zwei albanischen Lehrern für den Schüleraustausch nach Sulz a. Neckar fahren, wozu sie mich schon herzlich eingeladen haben und auch meine Freunde werden irgendwo in Deutschland oder der Schweiz sein. Und natürlich steht jetzt schon fest, dass das nicht mein letzter Aufenthalt in Albanien gewesen sein wird. Dafür ist meine Begeisterung für das Land zu groß. Die albanischen Berge muss ich auf jeden Fall noch besteigen und das kristallklare Wasser an den Sandstränden genießen. Und obwohl ich ein halbes Jahr in diesem Land gelebt habe, habe ich vieles noch nicht gesehen – ein guter Grund, wieder zurück zu gehen.

Weniger als 24h zuhause

Nach einem kurzen Hallo zuhause ging es aber jetzt erstmal wieder direkt weiter nach Berlin. Hier steht noch das Nachbereitungsseminar an. Dem Seminarplan nach, werden das fünf Tage, in denen wir viel reflektieren und von anderen Freiwilligen erfahren werden. Ich bin sehr gespannt darauf, was die anderen alle so erlebt haben. Jeder hat seine eigene Geschichte zu erzählen und bei so vielen Freiwilligen wird es sehr vielfältig.

 

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