prae-, inter- und post-FSJ

Warum ausgerechnet ein FSJ im Ausland?

 

Der Mensch bereist die Welt auf der Suche nach dem, was ihm fehlt. Und er kehrt nach Hause zurück, um es zu finden.

– George Moore

 

Für das Freiwilligenprojekt BalkanMemories (eine Art Zeitung mit allen Erinnerungen und Entwicklungen der Balkan-Freiwilligen), das ich zusammen mit Annchristin aus Montenegro mache, haben wir den Freiwilligen aus dem Balkan die Frage gestellt, warum sie eigentlich dieses FSJ machen. Da ich auch Teil dieses Projektes bin, muss ich mir diese Frage auch stellen. Es ist eine gute Aufgabe, um alles nochmal zu reflektieren und sich über manche Dinge klar zu werden. An jedem Tag gibt es seine Höhen und Tiefen. Mal fühlt man sich unglaublich produktiv und manchmal denkt man sich auch nur „was um alles in der Welt mache ich denn hier?“ Daher fällt es mir mal leicht und mal schwerer, diese Frage zu beantworten.

prae-FSJ

Ich hatte schon immer den Wunsch nach meinem Abitur ins Ausland zu gehen. Ich wusste nur nie wirklich wie noch wohin. Die Vorstellung von meinem Auslandsjahr hat sich immer wieder verändert. Was aber immer Bestand hatte war der Gedanke, von einem ganz neuen, fremden Umfeld, das es mir ermöglicht selbständiger zu werden sowie der Gedanke, eine neue Sprache zu lernen oder eine Fremdsprache zu verbessern. Ich wollte ganz neue Erfahrungen sammeln und dafür bot sich das unbekannte Ausland am besten an.

inter-FSJ

Nun hat sich diese Vorstellung während meines FSJs wieder verändert. Es ist nicht gerade so als würde ich hier Entwicklungshilfe leisten, das ist auch gar nicht meine Aufgabe, und ich bin aber auch nicht unbedingt nötig, damit die Schüler perfektes Deutsch lernen. Ich möchte hier meine Arbeit nicht minderwertig reden, da ich sehr wohl zu einem kulturellen Austausch beitrage, aber immer wieder fragt man sich dann doch, wozu man eigentlich hier ist. Jetzt gerade sitze ich auf dem Tiraner Flughafen auf dem Weg nach Hause, um dort mit Familie und Freunden Weihnachten und Silvester zu feiern. Schon seit Wochen freue ich mich auf diesen Tag endlich wieder zuhause zu sein. Heute ist es soweit. Immer wieder habe ich mir die Frage gestellt warum ich das eigentlich wollte: Wegzugehen, obwohl ich eigentlich all das habe was ich möchte. Vor allem wenn das Heimweh groß war, waren die Zweifel da. Über die letzten Monate hinweg habe ich gelernt, dass es genau darum geht: Wertschätzung darüber was man hat. Wenn man es nie missen muss, kann man es nur halb so gut wertschätzen. Im Ausland zu sein, ermöglicht einem alles von einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Ich möchte damit nicht sagen, dass es bei dem FSJ nur um den einen Augenblick des Heimkommens hinausläuft. Viel mehr geht es um den Prozess: Heimweh, Zweifel, Blickwechsel und Wertschätzung. 

(Meine Wertschätzung möchte ich durch den Eintrag #dankbar auf der Special-Seite meines Blogs zeigen.)

Diese Ansicht ist sicher nicht vollständig. Bei manchen wird es anders laufen, für sie ist etwas ganz anderes das Entscheidende und deswegen ist es so interessant, zu lesen was die anderen Balkan-Freiwilligen als Antwort geschrieben haben. Sobald unser Projekt fertig ist, könnt auch ihr darüber lesen.

post-FSJ

das wird noch folgen…

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