Moskau – сюда и туда

Mein erster Sonnenbrand in Russland fühlt sich genauso unschön an, wie alle meine Sonnenbrände an anderen Stellen dieser Erde. Vielleicht sollte ich in Zukunft nicht die Andersartigkeit verschiedener Umgebungen betrachten, sondern die Konstanten. Das sind glaub ich viel mehr als man sich vorstellen kann – mein Sonnenbrand bringt den Beweis. Der Sommer ist jetzt auch in Moskau eingekehrt und das nicht etwa mit einer Vorankündigung wie Frühling oder so…nein vom Winter geht es hier direkt in den Sommer über. Dann brauchen wir uns auch nicht wundern, warum es über Moskau grüne Wolken und heftige Stürme gibt und die verängstigten Moskowiter beim Umwelt- und Katastrophenschutz anrufen. Wenn ich die Sprache beherrschen würde, dann hätte ich vielleicht auch angerufen, jedoch weiß ich nicht einmal was Wolke auf russisch heißt – Mist!

Mein Vorhaben mit dem Schwimmen hab ich auch noch nicht umgesetzt, denn es kommen ja nicht viele Schwimmbäder für mich in Frage. In meinem Besitz befindet sich leider kein Ausweis der bescheinigt, dass ich weder frei von Ganzkörperherpes noch von Ungeziefer bin. Deswegen bietet sich mir wohl nur die deutsche Botschaft als Planschanstallt, immerhin reicht ihnen mein Ausweis als Dokument aus – yeah. Und ein bisschen bewegen muss ich mich wirklich bald, sonst pass ich leider nicht in den Flieger nach Deutschland im Mai – der Süßigkeiten Overkill hier in Moskau ist schon ziemlich stark ;o) Und mein neues Hobby (ich singe jetzt im Chor) trägt auch nicht unbedingt so zur Formung meinerseits bei!

So langsam pendelt sich hier auch der Alltag ein und alles wird zur Gewohnheit. Zwar staune ich hier und da immer noch über einige Dinge (natürlich springe ich dem Polizeiauto gerne aus dem Weg, wenn es den kompletten Fußweg langfährt), aber im großen und ganzen ist die russische Crazyness schon in meinem Kopf angekommen – die Umsetzung fehlt jedoch noch.

Hier ein paar äußerst talentiere Aufnahmen von Moskau

   

Baulampen im Lampionstil

Hier wohnt das Wissen!

Gestern war ich auch auf dem berühmten Friedhof beim Jungfrauenkloster – leider wie immer ohne Fotoapparat. Das wird aber natürlich noch nachgeholt und dann gibt es eine Sonderausgabe zum Thema Grabstein. Nur soviel schon vorweg – manche würden sich im Grabe umdrehen bei der Hässlichkeit ihre Steine.

Ich habe die beste Eissorte der Welt entdeckt: Bananeneis umhüllt mit weißer Schokolade und Kokosflocken, absolut traumhaft. Und das beste daran ist, dass es dieses famose Eis auf dem Weg von der Metrostation zu mir nach Hause gibt. Manchmal sind Zufälle einfach nur wunderbar – aber hab ich davon schon berichtet? Ich glaub ich habe ein déja écrit! Egal, von Eis kann ich nicht geung berichten, vorallem weil Moskau Eiscountry of the World ist! Und zumindest diesbezüglich bin ich hier bestens aufgehoben…