Endlich online

Jetzt sind schon 45 Tage (Edit:102… wow) vorbei, seit ich in Köln um 4:29 Uhr Nachts in den Zug nach Berlin stieg. Grade sitze ich an einem Sonntag Mittag in meiner Küche, höre Led Zeppelin und schreibe, während draußen herbstliche Rot- und Goldtöne etwas Farbe auf den grauen Asphalt bringen. Zugegeben, ich bin ziemlich überfordert und weiß nicht, wo anfangen, was rein nehmen und was rauslassen. Deshalb lasse ich meine Gedanken einfach treiben und hoffe, das Geschriebene gibt dir einen Einblick in meine Erfahrungen.

Was dich hier erwartet? Hoffentlich spannende, interessante, amüsante aber auch nachdenkliche Geschichten, Gedanken und Erfahrungen aus meinem FSJ.

Also: Willkommen auf meinem Blog!

PS: Ich habe Mitte Oktober angefangen zu schreiben. Aber ich habe viel zu tun und finde leider nicht genug Zeit für alles. Ich bin froh wenn ich nur genug Essen und Schlaf bekomme, daher wird dieser Blog leider nicht die Liebe und Sorgfalt erfahren, die er als Blog verdient hätte. Trotzdem möchte ich euch diesen lückenhaften Einblick in mein FSJ nicht vorenthalten.

Berlin

Wie bereits erwähnt, beginnt meine Geschichte mitten in der Nacht. Jetzt ist es so, dass, wenn man schon so früh los muss, man am besten alles vorher vorbereitet. Wer mich kennt, wird sich denken: „Aaron, du und Vorbereitung, das kauf ich dir nicht ab!“ Dass Vorbereitung nicht zu meinen Stärken zählt, ist durchaus richtig und es kam, wie es kommen musste. Um 3 Uhr aufgewacht, schnell meine zwei Reisetaschen plus Rucksack fertig gepackt, einer langen Tradition folgend fast meine Zahnbürste vergessen und dann überstürzt zum Bahnhof gerast. Den Abschied von meiner Family konnte ich aufgrund der Hektik und Absurdität der Situation („Bis nächstes Jahr!“) gar nicht richtig verarbeiten. Also, in Berlin angekommen, mit Gepäck die Stadt erkundet, sofern das in drei Stunden möglich ist, und dann zum Treffpunkt für kw-Freiwillige geschlendert. Was dann folgte, waren 10 Tage am wunderschönen Werbellinsee, zusammen mit drei überragenden Boys in einem Zimmer und den anderen 251 (wenn ich mich recht entsinne) Freiwilligen am See. Die zehn Tage flogen dahin, zwischen Workshops und Vorbereitung, Russisch lernen und Nachtbaden und unglaublich vielen tollen Menschen. Nach der Party am letzten Abend – was für ein Abschluss!!! – verließen wir alle das Gelände und brachen auf, noch mal nach Hause oder direkt ins Einsatzland. Jetzt sind wir auf der ganzen Welt verstreut. Ich vermisse schon jetzt die Abende am See, vor Haus Nummer 8 und ganz besonders meine Jungs aus Zimmer #100: „We dem boysss!“ Aber hey, tröste ich mich dann, dafür wird das Wiedersehen umso geiler. Verzögerungsgenießer (Wer mir den Film sagen kann, in dem ich das Wort zuerst gehört habe, kriegt einen Guten-Morgen-Brief von mir!) sind im Vorteil.

Ein Gedanke zu „Endlich online

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