Visa und andere Unmöglichkeiten

Visa und andere Unmöglichkeiten

Für die Einreise nach Indien benötigt man immer ein Visum. Ob Urlaub, Arbeit oder eben Freiwilligendienst: es führt kein Weg an der Beantragung vorbei.

Mir war bereits anfangs klar, dass die Beantragung eines Langzeitvisums eventuell nicht so einfach wird wie bei einem regulären Touristenvisum. Und tatsächlich gestaltete sich das gesamte Procedere etwas kompliziert.

Für Indien gibt es gefühlte 100 verschiedene Visaarten (Yoga-Visum, Wtf?!). Die Auswahl des richtigen Visums allein war schon eine Herausforderung, zumal man selbst bei Anfragen beim Konsulat nie eine eindeutige Antwort bekam. Letztendlich entschied ich mich für ein Entry-Visum. Das Visum wird normalerweise nur für Ehepartner von indischen Staatsbürgern ausgestellt, kann jedoch auch für andere Zwecke (beispielsweise einen Freiwilligendienst) ausgestellt werden. Warum das so ist? Eine interessante Frage, deren Beantwortung ich meinen Lesern leider schuldig bleiben muss.

Neben einem langen und detaillierten Antragsformular benötigt man für einen Langzeitaufenthalt auch noch genaue Angaben dazu, was man, wie lange und warum im Land machen möchte. Einladungsschreiben aus Indien mit den richtigen Formulierungen, Entsendungsschreiben aus Deutschland, Garantien von Banken und Eltern, Fotos in richtigen Abmessungen. Und selbst wenn man alle Dokumente zusammen bekommt, gibt es keine Sicherheit, dass das Visum auch tatsächlich ausgestellt wird. Generell hat man keinen rechtlichen Anspruch auf ein Visum.

Ich würde nachfolgenden Generationen von Freiwilligen empfehlen das Visum entweder persönlich zu beantragen oder eine seriöse Agentur mit der Beantragung zu beauftragen. Die postalische Beantragung auf eigene Faust hat meine Nerven zwar gestählt, führte allerdings auch zu vielen schlaflosen Nächten und verzweifelten Ansprachen gegenüber meine Mutter wie ungerecht Behörden sind. Falls dennoch jemand Interesse hat, ein passendes Visum findet ihr hier: Visum beantragen (Achtung: Zuständigkeiten nach Bundesländern beachten!).

Zwischenzeitlich war ich schon dabei mein alternatives Work & Travel Jahr in Australien zu planen, da ich selber nicht mehr daran geglaubt habe meinen Pass jemals wiederzusehen, geschweige denn mit dem passenden Visum als Inhalt.

Nach über einem Monat zermürbenden Kontakt mit dem Konsulats-Dienstleister konnte ich jedoch tatsächlich mein Visum mit richtigem Namen und richtiger Dauer in den Händen halten!

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