Karneval auf Slowenisch

Langsam aber sicher kehrt der Frühling in Ptuj ein und bringt Sonne und Wind mit. Gerade ist eine Woche Winterferien zu Ende gegangen, genauso wie die Karnevalszeit (pustovanje): 

      Der Kurent (oder auch Korent) kommt aus Ptuj und der Umgebung. Diese hier sind aus der Stadt, was man an den bunten Bändern sind. Kurents vom Land haben stattdessen Hörner.

Ptuj ist berühmt für den Fasching und Gruppen aus ganz Slowenien, aber auch aus Kroatien, Rumänien, Österreich und sogar Schottland kommen zu Besuch und machen bei den Umzügen mit. In der vergangenen Woche gab es so einige Umzüge, und gestern fand der Hauptzug statt. Ptuj und Umgebung sind für die traditionellen Kostüme des Kurents bekannt, das ist auch praktisch das erste, was man in jedem Reiseführer über diese Gegend ließt. Und auch heute sind noch einige hier in der Schule verkleidet – besonders die Lehrer. Schade, dass am Mittwoch alles wieder vorbei ist. 

Das Kostüm des Krampus kommt aus Österreich, und auch in diesem Jahr haben sie eine gute Arbeit geleistet und den Winter vertrieben.

Der Karneval hier ist zwar in vielerlei Hinsicht so ähnlich wie das, was ich aus Deutschland und meiner Heimat kenne – es gibt einen Prinzen, Fußgruppen, Wagen, Berliner, überall Kostüme und Umzüge – aber ein paar Sachen unterscheiden sich auch. Weder Alaaf noch Helau, Kamellewerfen gibt es fast gar nicht, und die Faschingszeit beginnt auch erst im Februar. Ich muss sagen, wenn man sich nicht so auf das Süßigkeitenfangen konzentriert hat man mehr Zeit, die schönen Kostüme zu bewundern.

Der Blick von Grad Ptuj auf die Drau und den See

In der Woche Freizeit habe ich auch die Gelegenheit zu ein paar Ausflügen genutzt. Ich hatte nach über sechs Monaten hier noch immer nicht die ganze Stadt erkundet, was im Endeffekt auch ganz gut war, denn jetzt musste ich nicht so weit fahren, um etwas neues zu sehen. Ich bin also aufs Stadtschloss gegangen, das über Ptuj thront und das man von der ganzen Umgebung aus sehen kann. Und das funktioniert natürlich auch andersrum. Ich freue mich schon, bei Temperaturen über 20°C an den See zu fahren (ich hoffe fahren, ganz so weit würde ich in der Hitze dann doch ungern laufen) und die Sonne zu genießen. Nach dem Winter haben wir das auch verdient.

Im nächsten Monat besucht mich meine beste Freundin hier und ich versuche schon, einen guten Touristenplan aufzustellen.
Außerdem kommen ja im nächsten Monat auch die neuen Freiwilligen, und gerade findet ja auch das Nachbereitungsseminar für die 6-Monatigen meiner Generation statt.

Bis denne, Rebecca

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.