Der Fotomarathon

Ich habe gestern zum ersten Mal in meinem Leben an einem Fotomarathon teilgenommen und ich muss sagen: Es ist das Erlebnis wirklich wert. Ich hoffe sehr, dass sich diese Art von Veranstaltung weiter etablieren wird!

Zum Ablauf: Alle Hobbyfotografen sind eingeladen, sich anzumelden. Zu einer definierten Uhrzeit an einem definierten Punkt geht es dann für alle gleichzeitg los: Ein Thema wird vorgegeben, das anschließend innerhalb einer Stunde fotografisch umgesetzt werden muss. Nach dieser Stunde kommen alle wieder an einem Punkt zusammen, bekommen eine Unterschrift und werden mit dem nächsten Thema losgeschickt. Das ganze dann insgesamt sechsmal.

Auch wenn ich bei der anschließenden Preisverleihung leer ausgegangen bin, möchte ich meine eingesandten Fotos hier kurz zeigen. Der Blick auf die Stadt ändert sich für ein paar Stunden einfach komplett. Und der zeitliche Druck treibt einen auch zu sprinttechnischen Höchstleistungen. Der Name Marathon ist also nicht ganz unberechtigt…

Wer sich die Sieger ansehen möchte, findet sie übrigens hier.

temat 1: autoportretautoportret

temat 2: czarne słońce

(schwarze Sonne. Was immer das sein mag.)

czarne slonce

temat 3: martwy rok

(ein totes Jahr. Völlige Ideenleere.)

martwy rok

temat 4: plus i minus

plus i minus

temat 5: lśnienie

(wurde mir vor Ort etwas ungünstig mit „Leuchten“ übersetzt. Es heißt eher „Funkeln, Glänzen“)

lsnienie

temat 6: pod zamkniętymi powiekami

(unter geschlossenen Lidern. Ein Thema, das es mir sehr angetan hat)

pod zaknietymi powiekami-6

Neben diesen eingesandten Bildern habe ich natürlich auch noch einige Alternativen geschossen, die (zumindest teilweise) ein wenig farbenfroher sind. Genau wie bei meinen eigenen Bildern fällt ebenso bei den Siegerbildern auf, dass schwarz-weiß-Fotografie sehr beliebt ist. Aber auch wenn das Wetter gestern überaus grau war, hat die Stadt doch ihre farbigen Momente.

Alternative Selbstporträts:

autoportret 2autoportret vorm Goethe-InstitutEine andere schwarze Sonne:

schwarze Sonne

bunte tote Jahre:

das tote Jahr ein totes Jahr

plus und minus:

plus und minus plus und minus

und einige Versuche, die Bilder bei geschlossenen Augen darzustellen:

unter geschlossenen Lidernunter geschlossenen Lidernuntter geschlossenen Lidern

Insgesamt gibt es von mir ein großes Lob für den zur Verfügung gestellten Ideenreichtum. Es wird sicherlich nicht der letzte Marathon gewesen sein.

7 Gedanken zu „Der Fotomarathon

  1. Ich muss sagen ich beneide noch deine künstlerische Fähigkeit durch die linse eine Kamera!
    Ich finde das Ergebnis super, hätten nicht viele unter der Stunde geschafft! Würde auch gern in so eine maraton mitmachen!

    • Ist dann angesagt eine hier organisieren zu müssen.
      Und ja ich lese gern dein Blog mal zu mal :).

  2. Wirklich schöne Bilder! Ich liebe ja auch schwarz-weiß. Aber ich finde auch das Selbstportrait, den bunten Tod und die plus-minus Bilder sehr schön!

    Geschmack ist eben subjektiv. Wer weiß, wonach die bewertet haben. Aber darauf kam es ja auch gar nicht an! Der Weg ist das Ziel! =)

  3. Interessante Idee und tolle Fotos. In der jeweils kurzen Zeit finde ich, ist das eine riesige Herausforderung. Schwarz-weiß ist halt was für Künstler, im Alltag eher weniger… aber die farbigen Bilder hinter geschlossenen Lidern finde ich absolut klasse.

  4. Allein schon die Übersetzungen der Aufgabenstellungen ist ja eine Herausforderung.
    Mir gefallen die Bilder mit geschlossenen Augen gut.
    Schwarz-weiß ist nicht mein Ding.

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