Halbzeit, Zwischenseminar und kleine oder größere Veränderungen

Ende Mai fand das Zwischenseminar für die Asienfreiwilligen der März-Ausreise im CatTien-Nationalpark in Südvietnam statt. Bereits zwei Tage früher reiste ich nach Ho Chi Minh, um das Wochenende mit ein paar anderen Freiwilligen zu verbringen. Wir gingen lecker essen, tranken Bia Saigon, besichtigten ein paar wichtige Orte, wie zum  Beispiel die Kathedrale, das Postamt und das Kriegsmuseum. Nach dem schönen Wochenende trafen wir dann endlich auch die anderen Freiwilligen wieder und fuhren gemeinsam zum Seminarort im Nationalpark. Wir übernachteten in Bungalows mitten in der Natur. Nachts bekamen wir öfters Besuch von Kakis und auch die Mosquitos freuten sich sehr über unseren Aufenthalt in ihrer Heimat. Von der Toilette aus konnte man morgens den Ausblick auf den Dschungel genießen und nachts leisteten die Geckos uns Gesellschaft. Außer der Tiergeräusche war es meistens sehr ruhig und das Wetter war sonnig-heiß, aber spätnachmittags kühlte es durch das Tropengewitter etwas ab. Der Nationalpark war für mich der perfekte Seminarort – perfekt zum aussteigen, abschalten, entspannen und neue Energie tanken! Die Wanderung im Nationalpark mit anschließendem Picknick am See war für mich ein echtes Highlight und das Barbecue am letzten Abend traf den perfekten Abschluss einer wunderschönen Woche voller Selbstreflexion, Raum zum Nachdenken, Spaß, tollen Gesprächen und Ruhe!

Im Anschluss an das Seminar fuhr ich für zwei Tage mit Kim (Freiwillige in Sri Lanka) nach Cần Thơ. Das ist eine Stadt am Mekong-Delta in Südvietnam. Wir machten eine Tagestour im Boot über den Mekongfluss. Unser Guide Tri war eine tolle Gesellschaft, zeigte uns alles und gab uns viele Infos. Gemeinsam besichtigten wir die schwimmenden Märkte, eine kleine Reisnudelfabrik, eine Kakaofarm und einen Landmarkt. Wir futterten uns durch allerlei Köstlichkeiten: Angefangen bei unserem Frühstück aus Eiskaffee und Nudelsuppe mit Krebsfleisch über Snacks aus Ananas, frittierten Reisnudeln, Mango, Drachenfrucht, Papaya, Joghurteis, Kakao, Kakaocider, Reis-Kokos-Kuchen bis zum Mittagessen aus Tofu und Reis! Kim und ich waren pappsatt und schipperten glücklich über den Mekong.

Zurück in Hung Yen stieg ich am Montag gleich wieder in den Unterrichtsalltag ein und begann eine neue Serie gemeinsam mit der Klasse zu erarbeiten. Am Donnerstag wurden wir kulturweit-Freiwilligen in Hanoi von der deutschen Botschaft zu einem Mittagessen in ein italienisches Restaurant eingeladen. Das war sehr schön! Wir hatten gutes Essen und ich konnte drei nette Mädels aus der Botschaft kennenlernen. Anschließend fuhr ich ins Goethe-Institut, da mich meine Freiwilligenbetreuerin Kristin um ein Gespräch über das Zwischenseminar gebeten hatte. Wir reflektierten meinen bisherigen Aufenthalt und sie schickte mich zu einem weiteren Gespräch zu Herr Flucht, dem Leiter des Berufsmigrationsprojekts. Er erläuterte mir den weiteren Ablauf der Projekts und bot mir an, nach den B2-Prüfungen der Kursteilnehmenden nach Hanoi zu ziehen und dort in die normalen Sprachkurse reinzuschnuppern, um einen weiteren Eindruck von der Arbeit des Goethe-Institutes zu bekommen und auch meinen Alltag in Vietnam nochmal ein bisschen zu verändern. Diese Vereinbarung finde ich sehr gut und ich freue mich jetzt schon darauf, Ende Juni nach Hanoi zu ziehen. Ein passendes WG-Zimmer habe ich auch schon ins Auge gefasst!

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