Warum es hier nie langweilig wird

Irgendwie ist eben doch jeder Ort der Welt auf seine eigene ganz besondere Art einzigartig. Eine kleine Zusammenstellung der Orte, Cafés und Tätigkeiten, die ich in ein paar Wochen schmerzlich vermissen werde und die ihr auf keinen Fall verpassen solltet, wenn ihr mal hier vorbei kommt (was sich absolut lohnen würde :)) )

 

Bosko

Was macht man an einem freien Sonntagnachmittag bei -18°C? – Genau, man geht natürlich zu Bosko, dem kleinen Eiscafé in der Altstadt Lublins, direkt beim Krakauer Tor. Trotz der Kälte ist es sonntags total überfüllt. Das ist aber auch kein Wunder, immerhin gibt es hier das weltbeste Zimteis. Dazu noch eine heiße Schokolade (hier wird das wörtlich genommen) und der Nachmittag ist perfekt.

Wenn das Café so voll ist wie heute, hat die Kälte durchaus auch einen Vorteil. Man kann das Eis ohne weiteres einfach mit nach Hause nehmen und dort essen. Wer braucht schon Tiefkühltaschen.

 

 

International Dinner

Alle paar Wochen treffen sich die Erasmusstudenten zu einem internationalen Abendessen. Hier bringt jede Person ein selbstgemachtes Essen mit, dass sie mit ihrer Heimat verbindet. Spanien, Ukraine, Türkei, Panama, Brasilien, Deutschland und noch viel mehr kommen hier auf einen Teller. Glücklicherweise konnte ich mich in das Erasmusnetzwerk einschleichen und mitprofitieren, aber natürlich nicht, ohne auch etwas ‚typisch Deutsches‘ mitzubringen. ))

 

Opium-Café

Das hippe kleine Opium-Café befindet sich zwischen den riesigen Studentenwohnblocks. Von außen sieht es  ziemlich unscheinbar aus, aber innen ist es mit vielen alten Möbeln und gemütlichen Sesseln eingerichtet. Einmal im Monat treffen wir uns dort zum veganen Mittagessen. Entweder bringt man selbst ein Gericht für das Buffet mit, oder man spendet 10 PLN (ca. 2,40€) für einen guten Zweck, um am Essen teilnehmen zu können.

 

 

Mrau – das Katzencafé

Während in anderen Cafés Bücher und Bilder in den Regalen stehen, liegen hier Katzen auf dem Boden, auf dem Schoß oder eben in den Regalen. Zu den gratis Streicheleinheiten kann man sich leckere Quiche, Kuchen, Tee oder Leckerchen für die Katzen bestellen. Und denen scheint es zu gefallen.

 

Tandem-Meeting

Jeden Sonntag treffe ich mich nun mit Studenten aus aller Welt in einer kleinen Bar. Der offizielle Grund für das Treffen ist, sich unterschiedlichste Sprachen gegenseitig beizubringen – von portugiesisch und ukrainisch bis kasachisch und auch ein bisschen deutsch und natürlich polnisch. Wenn aber so viele verschiedene Menschen aus so vielen verschiedenen Ecken der Welt zusammentreffen, dann gibt es eine Menge zu erzählen und diskutieren, so dass man meistens doch auf die bekannteste Sprache zurückgreift: Englisch.

 

Das Büchercafé

Zwischen Bücherregalen, alten Sesseln und einer Schaukel trinkt man hier Kaffee verschiedenster Sorten, dunkles Bier namens „Schwarze Katze“ oder einfach einen der superleckeren Früchtetees. Dazu gibt es Scharlotka (gedeckten Apfelkuchen), Gemeinschaftsspiele und eine  große Auswahl an Büchern -natürlich auf polnisch. Wer die nicht lesen kann, sollte sich vielleicht einfach -wie ich- mit Postkartenschreiben begnügen.

 

Dima, Mykola und Toño

Die wohl Coolsten alle-in-einem-Zimmer-in-Lublin-Wohner, die ich kenne- und leider erst viel zu spät kennengelernt habe. Vom normalen Schul- und Erasmustrott änderte sich mein Alltag plötzlich zu Pizzaabenden, Mate-Tee-Zeremonien, den schärfsten Chilis (gefühlt), Glitzerspray, spontanen Ohrlöchern (Danke dafür) und Friseurabenden, Paluszkis für Tauben und Ingwertee mit Zitrone.

Eigentlich gehört ihr drei nicht in diesen Blogeintrag, und irgendwie eben doch. Denn ihr seid das Erste und Letzte, das mir zu Lublin in den Sinn kommt. Zuhause lässt sich eben längst nicht nur an Orten und Plätzen festmachen.

 

 

 

 

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