Krakau, der Wawel und ein Geburtstag

Kurz vor Weihnachten beschlossen Judith, Morais (Erasmus-Student in Lublin) und ich ziemlich spontan, Jan (kulturweit-Freiwilliger) in Krakau zu besuchen. Donnerstagabends buchten wir unser Hostel und am nächsten Tag ging es nach der Schule los. Nach gut 5 Stunden Fahrt kamen wir in Krakau an und wurden schon bei den ersten Schritten aus dem Bahnhof  von einer enormen Weihnachtsbeleuchtung empfangen. Krakau glitzterte und glänzte und der Geruch von Glühwein und heißem Bier zog vom Weihnachtsmarkt über die Stadt.

 

Krakauer Weihnachtsmarkt und ein Geburtstag


Wir brachten nur unser Gepäck zum Hostel – wer hätte gedacht, dass sich  der Eingang unausgeschildert zwei Stockwerke über einem Restaurant befindet – und machten uns auf den Weg zum Krakauer Rynek und damit zum größten Teil des Weihnachtsmarkts in Krakau.

  

Nach Glühwein, Krakauer Würsten und meinem ersten Borschtsch (Rote-Beete-Suppe) ging es  zusammen mit ein paar Erasmusstudentinnen aus Lublin weiter zu Jans Geheimtipp: einer kleinen Karaokebar in der Altstadt.

Nach einigem Suchen konnten wir dort pünktlich um 12 Happy Birthday für Judith anstimmen und ihr ihre Überraschungstorte (man beachte die Wunderkerzenfontäne und, dass sich Sprühsahne wirklich nicht für Torte eignet) übergeben.

 

 

Kazimierz


Nach einer zu kurzen Nacht habe ich mich einer Free-Walking-Tour durch das im Süden gelegene Stadtviertel „Kazimierz“ angeschlossen. Es ist über 500 Jahre lang das Zentrum jüdischen Lebens in Krakau gewesen, bis es im zweiten Weltkrieg systematisch zerstört wurde.

Nach dem Wiederaufbau ab 1990 zählt es heute zu den spannendsten Stadtteilen Krakaus und ist bei Touristen sehr beliebt. Kleine künstlerische Läden, hippe bunte Cafés und riesige Synagogen laden zu einem Stadtrundgang ein.*

  

 

 

die Altstadt und der Wawel


 

Nachdem ich mit Judith und Morais gemütlich frühstücken gegangen bin, hat Jan mir noch ein paar spannende Ecken von Krakau gezeigt  – von Kazimierz über die Weichsel zum ehemaligen Krakauer Ghetto, in die Altstadt und zum Wawel – einer Burganlage von der aus man eine wundervolle Aussicht auf Krakau hat.

Danach ging es noch in eine Bar Mleczny, eine der vielen kleinen polnischen Milchbars, die meist fern von Tourismusströmen preiswerte polnische Gerichte zur Selbstbedienung anbieten.

Nach leckerem Zurek (eine Sauermehlsuppe mit Eiern und Wurst, die wirklich besser schmeckt, als der deutsche Name vermuten lässt) und Waldbeerkompott ging es dann auch schon wieder zum Bahnhof.

Dowidzenia, liebes Krakau!

*https://www.inyourpocket.com/krakow/Kazimierz_70207f

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