Über mich

Ich bin eine ehemalige Studentin der Uni Oldenburg. Dort habe ich kürzlich mein Bachelorstudium in den Fächern Sozialwissenschaften und Ökonomische Bildung erfolgreich abgeschlossen. Anstatt diese Fächer später in der Schule zu unterrichten, strebe ich eine Karriere als Attaché im Auswärtigen Amt oder einer internationalen Organisation an, die sich Entwicklungsarbeit zum Schwerpunkt gesetzt hat. Dieses Berufsziel erfordert nicht nur viel Engagement, Sprachkenntnisse und studienbezogene Leistungen, sondern vor allem Auslandserfahrung. Deshalb stand für mich fest, diese Erfahrungen während meines Studiums und auch danach zu sammeln. Aber warum gerade in Südafrika? Die Frage wurde mir schon des Öfteren gestellt und kann im Prinzip ganz leicht beantwortet werden. Während meiner Abiturprüfungen im Jahr 2011 beschloss meine Oma mit ihren beiden Töchtern für einen Monat nach Südafrika zu reisen, um das Land kennenzulernen und meine Großtante nahe Kapstadt zu besuchen. Nach ihrer Rückkehr erzählten sie mir, meinem Papa und zwei jüngeren Brüdern von all den Eindrücken, die sie während dieser Zeit gesammelt haben. Die Erzählungen und Bilder faszinierten mich. Als ich mein Studium im selben Jahr an der Uni Oldenburg begann, stand für mich fest: ein Auslandssemester in Südafrika soll es sein! Ich lernte im Rahmen des Buddy-Programms der Uni Oldenburg zwei südafrikanische Freundinnen kennen. Sie haben mich sehr zu einem Studium in Südafrika ermutigt und mich mit dem nötigen Wissen ausgestattet, was im Vorfeld eines solchen Aufenthaltes auf dem Plan stehen sollte. Ich versprach also, ihnen einen Gegenbesuch abzustatten. Die Partnerschaft mit der Nelson Mandela Metropolitan University (NMMU) existiert seit 1998 und es sind schon viele Studierende vor mir nach Port Elizabeth (PE) gegangen, um die Studienzeit so gut wie möglich zu nutzen. Dafür, sich selbst und Menschen anderer Kulturen besser kennenzulernen und Erfahrungen über ein Leben im Ausland zu sammeln, die garantiert den eigenen Horizont erweitern. Ein afrikanisches Sprichwort lautet: „Träumen heißt: durch den Horizont blicken.“ Meine Erfahrungen während des Auslandssemesters könnt ihr auf meinem Blog: www.sa2013.auslandsblog.de nachlesen.

Während meines 6-monatigen Aufenthaltes ist Südafrika zu meiner zweiten Heimat geworden. Als ich im Flieger zurück nach Deutschland saß, nahm ich mir vor, erneut in dieses Land zurückzukehren. Mit Erfolg! Im Rahmen des ICET Projektes der Uni Oldenburg arbeite ich zurzeit an einem Buch über soziale Existenzgründerinnen in Südafrika.

In meiner Bachelorarbeit beschäftigte ich mich mit nachhaltigen Hausbauprojekten in den Townships Südafrikas. Ein äußerst spannendes Thema, für welches ich Interviews mit Bewohnern des Walmer Townships in PE führte. Bereits im Jahr zuvor habe ich bei der Bildungsorganisation „Masifunde“ Kinder und Jugendliche bei ihren Hausaufgaben unterstützt. Masifunde bedeutet „Lasst uns lernen“ auf isiXhosa, eine der 11 Landessprachen Südafrikas und die meistgesprochene Sprache in der Eastern Cape Provinz. Ich eignete mir hier und auch während eines Sprachkurses an der NMMU einige Grundlagen in dieser Sprache an, die nicht leicht erlernbare Klicklaute beinhaltet. Bereits das „X“ in Xhosa wird durch einen Klick ersetzt. Nach meiner Rückkehr hatte ich das Bedürfnis, die gemeinnützige Organisation weiterhin zu unterstützen. Ich trat der Regionalgruppe Masifunde Oldenburg bei, half bei Veranstaltung wie dem internationalen Sommerfest an der Uni und entwarf einen zweisprachigen Kalender über Südafrika für 2015. Darin kläre ich über die Arbeit der Bildungsorganisation auf und stelle das Land in all seinen Facetten dar. Ich nutzte meine kreative Ader und kreierte mit den Fotos vom ersten Aufenthalt mein erstes eigenes Projekt. Ich verkaufte den Kalender in Deutschland und Südafrika und sammelte dadurch einen Spendenbeitrag für Masifunde. Von dem Geld kaufte ich Schulmaterialien für die Kids des Homework Clubs und überreichte ihnen diese persönlich. Außerdem strebte ich an, dass mehr Menschen die Bedeutung von Unterstützung zur Förderung des enormen Potenzials der Menschen in vielen Regionen Afrikas erkennen und die leider noch häufig bestehenden Vorurteile aus dem Weg geschaffen werden. Das Land beeindruckt vor allem durch seine Geschichte, seine Menschen und deren Mentalität sowie seine abwechslungsreiche Landschaft – all dies ist unter verschiedenen Themen: u.a. Kultur, Tierwelt, Weingüter, Kapstadt und Nelson Mandela im Kalender enthalten. Auf der Rückseite zu jedem Monatsblatt sind die Orte, Personen und Gegenstände auf den Fotos beschrieben, damit man diese möglicherweise selbst entdecken kann.

Ich liebe es, meine Gedanken aufzuschreiben und meine Erlebnisse mit anderen Personen zu teilen. Ein weiteres Hobby ist die Fotografie. In Blogs wie diesen hier werden diese beiden Leidenschaften kombiniert. Für ein Hamburger Start-Up blogge ich ebenfalls über Südafrika. Der Link hierzu: www.heimatbruecke.de ! Schaut gerne mal rein. Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung in Maseru und lasse Euch in diesem Blog daran teilhaben.

2 Gedanken zu „Über mich“

  1. Hallo Mareike,
    Dich und Deine Tätigkeit in Südafrika,haben meine
    Frau Heidi und ich durch Angelika und Holger Luzius
    kennengelernt.Heidi und ich waren Nov.2014 für 3 Wochen
    in Kapstadt und sind bis PE gereist.Unser Interesse lag von vornerein im kennenlernen der Menschen.Wir haben Sie in unser Herz geschlossen und werden im Mârz 2017 wieder dort sein.
    Gerne lesen wir Deine Beiträge und werden alles mit Begeisterung im Internet verfolgen.
    Liebe Grüße von Heidi und Uwe Knuth,Hamburg Volksdorf

    1. Es freut mich sehr zu hören, dass ihr beiden das Land und die Menschen auch so ins Herz geschlossen habt! Genießt den anstehenden Urlaub im Frühjahr 2017. 🙂

      LG zurück aus Lesotho

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