Motivation

I   Hauptgründe für den Wunsch für 12 Monate ins Ausland zu gehen & Gründe für das FSJ über den Freiwilligendienst »kulturweit« mit der Deutschen UNESCO-Kommission

Während meiner Aufenthalte in Südafrika habe ich realisiert, dass mir das Leben im Ausland den eigenen Horizont erweitert und mir viel für die Zukunft bringt, in jeglicher Hinsicht. Für kulturweit habe ich mich entschieden, da das Programm seinen Schwerpunkt auf kulturellen Austausch setzt und eine Vielfalt an Partnerorganisationen hat. Bei Gesprächen mit ehemaligen FSJ’lern wurde vor allem die gute Betreuung durch kulturweit gelobt sowie die übertragenen Verantwortlichkeiten bei den betreffenden Partnerorganisationen. Ich möchte mich gerne weitere Auslandserfahrung sammeln und in einem neuen Umfeld mit einer mir möglicherweise unbekannten Kultur zurechtzukommen, die mich für die Arbeit im internationalen Umfeld vorbereiten soll.

II   Positiven Erwartungen an den Freiwilligendienst & mögliche Herausforderungen

Meine positiven Erwartungen bestehen einerseits darin, ein interessantes Arbeitsumfeld mit vielen mir übertragenen oder in Eigenverantwortung zu erledigenden Aufgaben zu haben. Andererseits erwarte ich, viele Bekanntschaften zu machen und diesen Kontakt über den Aufenthalt hinaus zu wahren. Herausforderungen können sich insbesondere in der Anpassung an die Gegebenheiten vor Ort ergeben. Armut bestimmt leider den Alltag vieler Menschen und ist es ist zumeist schwer, damit konfrontiert zu werden. Auch zählt es zu den Herausforderungen, ein gutes Verhältnis zu Gastfamilie und/oder Kollegen aufzubauen und nicht zu sensibel zu reagieren, wenn es zu Konfrontationen kommen sollte. Weiterhin könnte es passieren, bei der Arbeit überfordert oder unterfordert zu sein. Ich bin mir aber sicher, dass ich mit solchen Herausforderungen wachse und jegliche Erfahrungen mich nachträglich prägen.

III   Gewählte Region

Südafrika hat sich in den vergangenen zwei Jahren zu meinem zweiten Zuhause entwickelt. Ich habe tolle Bekanntschaften gemacht und würde gerne in dieses Land zurückkehren. Ich weiß, dass der Bedarf an Freiwilligen in Afrika enorm ist und gehe mit der Motivation, später selbst einen Teil für eine gerechtere Welt beitragen zu können. Selbstverständlich bin ich auch offen, in andere Länder dieser Welt zu reisen und meine Erfahrungen mit anderen zu teilen, aber ich bin überzeugt, dass ich in Südafrika oder einem seiner Nachbarländer bestens aufgehoben wäre. Die bestehenden Kontakte könnten dabei helfen, die Organisationen mit Netzwerk und Erfahrung zu unterstützen. Ich habe gemerkt, wie sehr dies dabei helfen kann, Vorhaben in die Tat umzusetzen. Zudem ist mein Englisch sicher und meinen Wortschatz in isiXhosa strebe ich an in den kommenden Monaten auszubauen.

IV   Gewählte Partnerorganisationen und Einsatzbereiche

Ich interessiere mich für Sprachen und kulturellen Austausch und war für das vom DAAD geförderte ICET Projekt der Uni Oldenburg bereits für drei Monate in Südafrika. Deshalb könnte ich mir gut vorstellen, den DAAD erneut im Ausland zu unterstützen. Mein größter Wunsch wäre es jedoch, einen Einblick in die Arbeit der UNESCO-Nationalkommission zu erhalten. In meinen Augen ist Bildung und interkulturelle Kommunikation der Schlüssel zum friedvollen Austausch zwischen Menschen mit unterschiedlicher Herkunft. Dies verfolgt auch die Bildungsorganisation Masifunde, die in diesem Jahr auch ein Summer Camp zum Thema Demokratie im Zeichen Mandelas, siehe Betterplace, stattfinden lässt.

V   Stärken und Fähigkeiten

Mein Organisationstalent nutze ich bisher dazu, meine eigene Zukunft zu kreieren. Gerne helfe ich jedoch auch anderen Menschen dabei, das Beste aus sich heraus zu holen. Ich bin ein guter Motivator wenn es darauf ankommt, gemeinsam eine Aufgabe anzugehen. Durch meine langjährige Mitgliedschaft im Handballverein weiß ich, worauf es ankommt, damit ein Team funktioniert und wie Konflikte aus dem Weg geschaffen werden können. Es ist in meinen Augen wichtig, jeden Einzelnen in diesen Prozess mit einzubinden. Gleichzeitig bin ich sehr selbstständig und habe trotz meines jungen Alters schon an vielen Projekten mitgewirkt. Dabei habe ich nie den Kopf hängen lassen, wenn es mal nicht so geklappt hat, wie ich es mir vorgestellt habe. Ich bin zudem sehr kommunikativ und scheue nicht davor zurück, Verantwortung zu übernehmen. Während der Monate, die ich in Südafrika gelebt habe, konnte ich mir Grundkenntnisse in einer der elf Landessprachen aneignen und viele Kontakte vor Ort knüpfen. Ich interessiere mich sehr für andere Kulturen und bin offen, mehr über Gebräuche und die Lebensweise von Menschen in einem anderen Land zu lernen. Diesen Interessen könnte ich während meines Freiwilligendienstes nachgehen. Außerdem kommt es in vielen Projekten darauf an, viele Aufgaben übernehmen zu können, die einem vielleicht nicht immer liegen. Wenn ein Projekt zum Erfolg führen soll, müssen hierbei die verschiedenen Interessen Berücksichtigung finden und diskutiert werden. Hier sehe ich mich bei kulturweit in der Rolle als verständnisvolle Vermittlerin.

VI   Eigene Projekte

Zunächst fallen mir die Projekte ein, in denen in zurzeit tätig bin oder zuletzt realisiert habe. Meine Bachelorarbeit schreibe ich über nachhaltige Hausprojekte in den Townships Südafrikas. Während der Recherche habe ich Interviews mit Bewohnern geführt, um ihre Bedürfnisse in Erfahrung zu bringen. Gute Kommunikation ist alles. Andererseits arbeite ich zurzeit an einem Buch über Social Entrepreneurinnen aus Südafrika und Deutschland. Erfahrungen reichen dabei über Kontaktaufnahme zu Interviews bis hin zur Formulierung der Texte und Vermarktung des Buches. Zudem habe ich dieses Jahr einen Kalender über Südafrika erstellt und damit Spendenmittel für die Masifunde Bildungsförderung in Port Elizabeth gesammelt. An vereinzelten Projekten habe ich auch während meiner Studienzeit bei der Studenteninitiative Market Team e.V. mitgewirkt. Von der Ansprache geeigneter Unternehmen über die Gestaltung von Flyern und die Durchführung der Veranstaltung waren die Aufgabenfelder sehr breit verteilt.

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