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„Me voy, que lastima pero adios“

Ich gehe, wie schade aber auf Wiedersehen

klingt es in meinen Ohren. Unglücklicherweise schaffe ich es nie meine Spotify-Playlists so anzulegen, dass sich wirklich nur ein Musikgenre in der jeweiligen Playlist befindet. Somit folgen bei mir Reggeatonhits auf britischen Indie und mexikanische Schlager. Ich weiß, man könnte mich für wahnsinnig halten. Oder man behandelt das Thema so, wie es sich zu behandeln gehört – mit leidenschaftlicher Gleichgültigkeit.

Den Satz, den also Julieta Venegas so wunderschön zart in meine Öhrchen sang, verschaffte zuerst einer Anekdote meines Mitbewohners Raum. Er erzählte, wie er das Lied spaßhaft zu seiner Mutter sang, als er früher nachts feiern gehen wollte.

Ich hatte natürlich eine ganz andere, individuelle Assoziation zu diesem Vers. In meinem Kopf spielte sich mein Abschiedsszenario ab. Daraufhin denken sich bestimmt viele: „Aber Cathi, du reist doch erst im August ab! Das sind doch noch.. äh.. 4 Monate“ – daraufhin ergänze ich zuerst immer „vier einhalb!“ und danach führe ich fort, wie denn die Zeit rennen würde und dass es unglaublich ist, dass schon über die Hälfte meines Jahres hier vorbei ist und – dann werde ich meistens mitten im Satz unterbrochen.

Und dazu aufgefordert, nicht immer so viel zu denken.

Dann denke ich, dass es doch unmöglich ist, nicht zu denken, und dann fällt mir auf, dass man natürlich immer denken muss, sich jedoch nicht immer Gedanken machen sollte. Dazwischen liegen Welten.

Deshalb versuche ich meinen Mittelweg zu finden zwischen meditativem Gedankendetox und dem rettenden Überdenken einiger Aktionen, sprich, bevor ich mir den nächsten Erdnuss-Karamell-Riegel reinschiebe, an meine Zuckerunverträglichkeit zu denken. Um nur mal so ein Beispiel zu nennen.

Ich beim Matetrinken. Eine sehr meditative, gedankenbefreiende Beschäftigung.

Ich hoffe übrigens, dass du jetzt „Me Voy – Julieta Venegas“ in eine beliebige Suchmaschine eingibst und diesen Blogeintrag nochmal unter der Stimmung des Liedes liest. Hehe.

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