Mädelstrip-Die Osterzeit mal anders genutzt

Kaum hier und schon ist Ostern. So fühlt es sich zumindest an.

Trotz des Osterschmuckes in der Schule, hat mich das Osterfeeling hier nicht wirklich erreicht. Warum? Naja, wahrscheinlich hauptsächlich, weil ich am Ostersonntag erst mit dem Bus aus Buenos Aires zurück kam. Montag ging direkt wieder die Schule los und ohne die Familie um einen ist es dann doch irgendwie anders als sonst. Trotzdem hätte ich die freien Tage nicht besser nutzen können. Hier also ein etwas verspäteter Eintrag über meine kleine Reise nach Uruguay.

Willkommen in Argentinien! Wieder einmal lief es anders als ich es mir ursprünglich ausgemalt hatte. Nachdem ich mein Ticket aufgrund des landesweiten Streiks umbuchen musste, ging es nun einen Tag später als geplant los. Ein straffes Programm erwartete mich und wäre ich in Deutschland gewesen, hätte ich die vielen Busreisen wahrscheinlich nicht auf mich genommen. Doch eines steht fest, es hat sich gelohnt! Die Busreise von Montecarlo (Misiones) nach Buenos Aires kam mir, da ich über Nacht fuhr, schlafen konnte, Essen bekam und mir einige Folgen einer Serie anschaute, viel kürzer vor als ich im Vorhinein gedacht hatte.

Nun war ich in Buenos Aires angekommen und erstaunt darüber, wie relativ fit ich trotz der langen Reise war. Ich hatte noch genug Energie mit Lisa, einer Freiwilligen aus Mar del Plata, ein bisschen Buenos Aires zu entdecken. Unter anderem schauten wir uns in Recoleta den Friedhof, auf dem Evita begraben ist, und den Stadtteil Palermo an. Trotz des winzigen Teils den ich von Buneos Aires sah, war ich von der Vielfältigkeit der Stadt beeindruckt.

Auf unserer Reise sammelten wir noch zwei weitere Freiwillige aus Uruguay ein, Sophia in Colonia de Sacramento sowie Karo in Montevideo und nutzen die Möglichkeit uns einen Eindruck von ihren Einsatzstädten zu machen. Besonders Colonia, mit seinen kleinen Cafés, gefiel mir trotz des leider schlechten Wetters unheimlich gut.

Daraufhin fuhren wir zusammen in das kleine Hippiedörfchen Cabo Polonio. Da der Ort in den Dünen liegt, war das letzte Stück nur mit einem Truck zu erreichen. Begrüßt wurden wir ganz klicheehaft mit dem starken Geruch von Marihuana, der uns die kommenden Tage begleitete. Nein, nicht weil wir Cannabis konsumierten, sondern bei gefühlt jeglicher Gelegenheit, zum Beispiel in Form von Schokobällchen unter die Nase gerieben bekamen. Wenn man sich nicht davon irritieren ließ, ist Cabo Polonio ein wunderbarer Ort zum Entspannen, Spazieren und Seelöwen beobachten. Abends saßen wir mit Tetrapackwein am Lagerfeuer, lauschten Gitarrenliedern und erzählten. Eine tolle Sicht auf den Nachthimmel und ein etwas zu frischer Wind begleiteten uns. Eine Erkältung blieb bei mir leider nicht aus.

 

 

 

 

 

 

 

Da es kaum Strom in dem gesamten Dorf gibt, mussten wir Abends wenn wir auf die Toilette gingen, uns mit einer Taschenlampe aushelfen und unsere Kleidung zum Schlafen gehen am besten vorher bereit legen. In und um das gesamte Hostel standen dann Kerzen, die für eine gemütliche Stimmung sorgten. Duschen zu gehen, war auch nicht ganz so einfach und so fühlte sich das nächste Hostel in Punto del Diablo trotz 10er Schlafsaal beinahe nach Luxus an. Insbesondere an diesem Ort wurde uns der Aufenthalt mit köstlichen Empanadas, die wir gefühlt ständig aßen, versüßt. Auch hier war zwar nur sehr selten strahlender Sonnenschein, was dem schönen Ort, außer dass wir nicht baden gehen konnten, jedoch nicht viel nahm.

Auf der Rückreise konnte ich meinen Eindruck von Buenos Aires etwas erweitern und das chinesische Viertel inklusive einiger Leckereien erkunden. Die Zeit war jedoch viel zu knapp, weswegen ich auf jedem Fall noch einmal hier her muss 😛

Zurück in Montecarlo war ich zwar einerseits geschafft, andererseits aber um einige bleibende Erlebnisse reicher. Es lohnt sich auf jeden Fall, jede auch noch so kleine Gelegenheit hier zum Reisen zu nutzen, gerade wenn man mit so einer entspannten und tollen Crew zusammen reisen kann 😉

 

 

 

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