A few things about Bishkek

Am Sonntag ist es soweit, mein erster Monat in Kirgisistan und somit ein Zwölftel meines Auslandsjahrs ist vorbei. Seit meiner Ankunft habe ich vieles erlebt und Erfahrungen gesammelt. Sowohl innerhalb meiner neuen Heimat Bischkek, als auch außerhalb in den weiten Berglandschaften Kirgisiens. In diesem Beitrag möchte ich über Dinge berichten die mir in Bischkek aufgefallen und in Erinnerung geblieben sind.

1. Parks

Wenn man sich Bischkek auf einer Karte anschaut fällt eines gleich auf. Die Innenstadt um den Ala-Too-Platz, das weiße Haus (Sitz des kirgisischen Parlaments) und die Manas Statur ist übersät mit Grünanlagen. Aber auch außerhalb des Zentrums finden sich Parks und Grünflächen.
Und ich muss sagen es ist nicht untertrieben Bischkek „Grüne Stadt“ zu nennen. Neben den vielen Parks und Grünflächen sind fast alle Straßen von Bäumen flankiert. Dadurch ist man beim schlendern durch die Stadt immer von Natur umgeben. Leider helfen die vielen Parks, Grünflächen und Bäume nur bedingt bei der Bekämpfung des Smogs. Dieser ist durch das, im Laufe der Zeit entstandene, massive Verkehrsaufkommen kaum noch aufzuhalten und verschlechtert die Luft im Zentrum dramatisch.

2. ÖPNV

Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) in Bischkek ist ein ausgeklügeltes System aus Trolleybussen (Busse die, ähnliche wie Straßenbahnen, Strom aus einer Oberleitung abnehmen), Bussen und Marschrutkas (Kleinbus-Sammeltaxis die vorgegebene Routen abfahren). Hierbei sind einige Besonderheiten und Unterschiede zu Europa zu beachten.
Trolleybusse und Busse fahren, wie in Europa, festgelegte Strecken und halten an jeder Haltestelle. Wobei mit etwas linguistischen Fähigkeiten in Russisch oder Kirgisisch auch ein Aussteigen während des Wartens an einer roten Ampel möglich ist. Jetzt kommt der große Unterschied zu Europa. In Bischkek betritt man den Bus durch die hinteren Türen und steigt vorne beim Fahrer aus. Dabei zahlt man auch die Fahrtkosten von 8 Som (ca. 10 Cent) pro Fahrt.
Marschrutkas auf der anderen Seite fungieren als Hybrid zwischen Bus und Taxi. Sie halten sowohl an den Haltestellen, können aber auch durch Handzeichen wie normale Taxis rausgewunken werde. Anders als bei Bus und Trolleybus bezahlt man bei der Marschrutka die Fahrtkosten beim Einsteigen. Zum Aussteigen sagt man entweder dem Fahrer bescheid oder steigt während andere Fahrgäste zusteigen aus. Da Marschrutkas nur eine Tür haben kann dies sehr eng werden. Die Fahrt mit der Marschrutka kostet 10 Som und nach 22 Uhr 12 Som.
Der Vorteil am ÖPNV-System in Bischkek ist das fehlen von Tarifgebieten.

3. Nachtleben – Bars & Clubs

Das Nachtleben, sowie die Bar & Club Scene in Bischkek ist unvergleichbar mit Europa. Sowohl vom Aufbau, als auch vom Preisniveau.
Typische Bars & Clubs in Bischkek sind mit einer Küche und Essbereich ausgestattet. Das Prinzip der Diskotheken ist kaum verbreitet. Vielmehr wird in den Bars & Clubs durch Live-Musik eine Disko ähnliche Stimmung, wenn auch in kleinerem Ausmaß und mit weniger Technik, erzeugt.
Preislich ist Bischkek maximal mit Osteuropa und den GUS-Staaten vergleichbar. Der durchschnittliche Preis für einen Gin Tonic beträgt zwischen 250-350 Som (ca. 3-4 Euro) und ist damit etwa halb so teuer wie in Europa. Das Prinzip der halbierten Preise lässt sich auf alle Aspekte des Nachtlebens übertragen. Eintritte, Getränke und Speisen kosten nur einen Bruchteil des europäischen Standards bei ähnlicher Qualität.
Kaum zu unterbieten sind die Preise für An- und Abreise. Eine Taxifahrt mit einem der Unternehmen kostet, innerhalb des Stadtgebiets, selten mehr als 150 Som. Hierbei wird eine App ähnlich der Uber App benutzt. Somit sind die Preise einheitlich, die Qualität des Service und Sicherheit der Fahrgäste werden gesichert.

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