Widen your world

 

 „Hanoi, wo ist das denn? Vietnam, wie bitte? Sag mal ist dir bewusst, wie die Menschen da miteinander umgehen…und der Regen…und der Verkehr…und die überbeschmutzten Straßen?? Und damit dir eins klar ist, dort wird alles, was auf zwei oder vier Beinen läuft, gegessen…was willst du denn dort, Menschen wünschen sich in einer Stadt wie Berlin zu leben und du willst weg, um nach Hanoi zu gehen??“ Kaum möchtest du der Welt berichten, dass du dieses Auslandsjahr antrittst, schon macht sich jeder zweite zum Vietnam Experten. Obwohl – und jetzt kommt der Witz: Sie waren noch nie hier. Aber ich bin sehr froh, diesen Menschen, die nur in der Lage sind eine Seite der Medaille zu sehen, durch eigene Erfahrungen in diesem Blog und darüber hinaus zu zeigen, dass Vietnam und vor allem Hanoi einzigartig ist und aus einer Million mal mehr Facetten besteht, als so viele glauben.  

Keine 2 Tage ist es her, dass mein Flugzeug in Hanoi angekommen ist. Und ich habe mein Staunen bereits beim Verlassen des Flughafens bemerkt. Es war so viel Schönheit, die mir ins Auge gesprungen ist. Vor allem aber waren es die vielen wunderschönen Palmen, von denen ich wirklich nicht gewusst habe, dass Hanoi welche besitzt. Was mich aber noch viel mehr fasziniert hat und was wahrscheinlich noch für eine lange Zeit bestehen bleibt, ist diese unfassbar grüne Stadt. Dafür, dass es sich um eine riesige Großstadt handelt, ist sie viel grüner als erwartet. Meinen ersten Eindruck der Stadt zu schildern, steht heute allerdings nicht auf meiner Liste, von Dingen, die ich tun oder berichten will, denn für mich können wenige Worte nicht beschreiben, wie es sich anfühlt hier zu sein, hier zu leben und hier aufzublühen. Ich wurde heute gefragt, an welche Stadt mich Hanoi erinnert und ich muss ehrlich sagen, dass ich ungern irgendwelche Vergleiche ziehen würde und selbst wenn ich es machen wollen würde, könnte ich es nicht, denn die Stadt ist sehr einzigartig und besonders auf ihre Art und Weise. Ich bin zwar erst seit gestern Abend hier aber bis jetzt hatte ich nicht das Gefühl als würde ich mich fremd und allein fühlen, sondern super wohl, vor allem freue ich mich drauf die Reise mit den 3 Mädels Anna, Theresa und Sophie gemeinsam zu genießen.

Ein Gedanke kreist mir schon seit gestern die ganze Zeit über im Kopf, und zwar der Gedanke, dass mein Aufenthalt kein touristischer  ist, sondern vielmehr ein Eintauchen in eine Lebenskultur, die schon bald ein wichtiger Teil meiner Identität sein wird und diese Tatsache erweckt Freude in mir, die ich in diesem Maße noch nicht gekannt habe. Was ich an der Stelle meinen Lesern und Leserinnen mit auf dem Weg geben möchte ist Folgendes: Widen your world. Die Welt ist so viel mehr als nur das Aufwachsen in einer Blase unserer Heimatstadt, traut man sich erst in eine Neue hineinzusteigen, wachsen wir über uns hinaus und sehen die Welt mit anderen Augen. Und ich hoffe, ich kann meine gesammelten Erfahrungen teilen und mehr Geschichten erzählen, als nur eine einzige. In diesem Sinne: „Die Komfortzone endet am Tellerrand“ (Kulturweit)

Nour Y. Tarcha

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