Archiv des Autors: Bernadette Hoffmann

Reisen in Polen und Besuch in Deutschland! :)

Hallo alle zusammen 🙂

 

Jetzt ist es wirklich schon wieder lange her, dass ich einen Blogeintrag geschrieben habe.

Wie geht es euch? Genießt ihr den Sommer und die schönen warmen Tage am See? 😉

Seitdem ich mich das letzte Mal gemeldet habe ist wieder viel passiert. Von Reisen in Polen bis zum Besuch bei der Familie zu Hause. 😉

 

Aber „reisen“ wir erstmal zurück.

Am Freitag dem 24.03 ging es für mich gleich nach der Schule mit dem ersten Zug nach Toruń, wo ich mich mit Carina getroffen habe, die in der Woche ein Seminar in Toruń hatte. Wir haben den Freitag und Samstag zusammen verbracht und eine Erkundungstour bei Nacht gemacht, das typische Toruńer Lebkuchenbier probiert und die schöne Altstadt bewundert. Leider haben wir nicht die Attraktion von Toruń gemacht: das Lebkuchen backen im Lebkuchenmuseum, weil die Schlange zu lang war. Aber nach Empfehlungen vieler Lehrer und Schüler ist dieses Museum auf jeden Fall einen Besuch wert. 🙂

Bei den Ruinen der Burg des Deutschen Ordens

Am Samstag habe ich noch das Museum der Toruńer Stadtgeschichte besucht und die Stadt nochmal auf eigene Faust erkundet. Der Ausblick von der Brücke auf das Toruńer Panorama war mein Highlight an dem Wochenende. Es ist so ein schöner Anblick und sieht herrlich aus mit der Spiegelung der Stadt in der Wisła. 🙂

Das Panorama der Stadt Torun!

 

Das Rathaus mit der berühmten Kopernikus Statue im Vordergrund

 

Glucklich bei Sonnenschein in Torun! 🙂

  Den Sonntagmorgen habe ich mit meinem Frühstück an der Wisła verbracht. Die Sonne, den tollen Ausblick und die Ruhe am Morgen genossen. 🙂

Es war ein wirklich schönes und entspanntes Wochenende in Toruń! Die Stadt ist auf jeden Fall einen Besuch wert, doch ein oder eineinhalb Tage reichen zur Erkundung der Stadt aus. Man kann die Architektur der Altstadt bewundern, Lebkuchen backen, Museen besuchen und sich an die Wisła setzen. 🙂

 

Seit Anfang April treffe ich mich jeden Sonntagabend vor der Abendmesse mit der Gruppe  Duszpasterstwo Akademickie (eine kleine Musikgruppe aus jungen Leuten). Wir proben und singen zusammen die Lieder für die Abendmesse. Es macht mir unglaublich Spaß wieder zu singen und neue, moderne polnische Kirchenlieder zu lernen. 🙂

 

Mitte April haben auch schon die Osterferien angefangen, dass hieß für mich Sachen packen und ab nach Hause. Nach 8 Monaten endlich meine Familie und Freunde wiedersehen. 😉  Wir haben zusammen Ostern gefeiert, die Kommunion meiner Schwester und ich habe alle endlich wiedergesehen. Es war wirklich super schön und ehrlich gesagt auch ganz schön schwer sich wieder zu verabschieden.

 

Doch im Mai habe ich wieder Besuch bekommen und zwar von Jessi. Wir haben den Donnerstag in Danzig verbracht, natürlich auch wieder die Free Walking Tour gemacht (zu hundert Prozent in jeder Stadt zu empfehlen https://freewalkingtour.com/ ) und den Freitag ganz gemütlich und super schön am Meer in Zoppot genoßen. In Zoppot haben wir im George Hostel übernachtet, das wir auf jeden Fall weiterempfehlen können. Es ist ein kleines, gemütliches Hostel, nahe zum Meer mit super sympathischen Gastgebern.

Vor dem Neptunbrunnen in Danzig

 

Am Meer!!

Da an dem Wochenende an der Olsztyner Uni die Kortowiada stattgefunden hat (ein riesiges Unifest, bei dem die Studenten vor ihren Prüfungen nochmal richtig feiern http://kortowiada.pl/ ) ging es für uns schon am Freitagabend nach Kortowo. Dort haben wir uns mit meinen Freunden getroffen, zusammen am See gesessen, den Konzerten gelauscht und eine tolle Zeit gehabt. Samstag haben wir uns dann erstmal zum gemeinsamen Kochen getroffen und uns dann wieder zu den Konzerten aufgemacht, denn am Samstag haben die größten und bekanntesten Künstler, unter anderem Enej ( https://www.youtube.com/watch?v=vc9c-9MijcM ) und Agnieszka Chylińska ( https://www.youtube.com/watch?v=IrH_7r53EKY ) gespielt.

Kortowiada!!

Es ist unglaublich wie schnell die Zeit vergeht. Leider musste Jessi am Sonntagmorgen wieder von Danzig aus nach Frankfurt fliegen.

Es war eine unglaublich schöne Zeit und ich habe mich soo über Jessis Besuch gefreut! 🙂

 

Seitdem läuft alles wieder wie zuvor: Schule, Chor, Freunde treffen und so weiter.

Letztes Wochenende war ich mit Carlo (deutscher Freiwilliger) und Aleks (ehemaliger Freiwilliger aus der Ukraine) in Ostróda Kajak fahren. Wir sind ca drei Stunden auf dem See gefahren und Aleks und ich haben ganz schön mit unserem Kajak oder vielleicht auch mit unseren Fahrkünsten gekämpft, denn wir haben es einfach nicht geschafft geradeaus zu fahren. 😀 Die Nacht haben wir auf einem kleinen familiären Campingplatz am See verbracht. Was natürlich nicht fehlen durfte war ein Lagerfeuer! 😀 Leider hat es am Sonntagmorgen gegen 8:00 angefangen zu regnen und wir mussten unser Zelt schnell zusammenbauen. Da es im Laufe des Tages nicht besser werden sollte sind wir mit dem nächsten Zug zurück nach Olsztyn gefahren. Es war aber trotzdem ein wirklich tolles Wochenende von dem ich nur einen „leichten“ Sonnenbrand mitgenommen habe. Für jeden der mal im Sommer in die Masuren zum Urlaub machen kommt ist eine Kajaktour auf einem der unzahligen seen und flussen auf jeden Fall ein muss. 🙂

Kajak fahren in Ostroda

Die Woche darauf haben wir uns wieder alle zusammen zum Grillen am See getroffen und den Abschied von Sylwia gefeiert, die jetzt ein Erasmus für zwei Monate in Süditalien macht.

Grillen am See 🙂

Uund an dem Wochenende hat unser Polnisch-Lehrer uns zu sich nach Hause zum Grillen eingeladen. Wie haben lecker zusammen gegessen, Salsa getanzt, uns toll unterhalten und einen super Abend gehabt!

Der Sprachkurs vereint! :))

 

Soo das war das Neuste von mir. 😀

Jetzt genieße ich die letzten Schultage (es ist unglaublich wie schnell die Zeit vergeht!), den Sommer an den unzähligen Seen und die letzten Wochen in Olsztyn! 🙂

Wir hören uns hoffentlich bald wieder mit einem nächsten Eintrag, denn gerade jetzt (in den letzten Wochen in Olsztyn) erlebe ich soo vieles und habe dementsprechend auch viel spannendes zu berichten. 😉

 

Bis bald

eure Bernadette 🙂

 

Mit meinem Besuch in der Wolfsschanze!

 

Eine Woche nach der Studniowka bekam ich Besuch von meinem alten französischen Austauschpartner Francois. 🙂 Wir hatten uns eigentlich für Donnerstagabend am Olsztyner Bahnhof verabredet, doch trafen wir beide an unterschiedlichen Bahnhöfen ein. Ich hatte total vergessen, dass Olsztyn zwei Bahnhöfe hat. (Tipp: Dworzec Glowny bedeutet übersetzt Hauptbahnhof, also am besten immer dort aussteigen :). So haben wir uns erst Freitagmorgen nach der Schule getroffen. Es war so schon ihn wieder zu sehen. 🙂 Wir haben den Tag zusammen verbracht, die Stadt besichtigt und uns mit Carina (Freundin und Freiwillige in Olsztyn) und ihrem Besuch getroffen.

Samstag ging es für uns und Freunde früh morgens mit dem Bus ca eineinhalb Stunden nach Ketrzyn und von dort aus mit dem Taxi zur Wolfsschanze. Die Wolfsschanze ist eine riesen Bunkeranlage, fast wie ein kleines Dorf, und war während des Zweiten Weltkriegs einer der Führungshauptquartiere. Am 20.Juli.1944 verübte Graf Stauffenberg in einem dieser Bunker seinen fehlgeschlagenen Attentat auf Adolf Hitler. Die Bunker liegen in einem Wald außerhalb der Stadt Ketrzyn. Man glaubt es nicht, aber die Bunker waren so gut getarnt, obwohl sie soo groß sind. Unser Gruppenführer hat uns erzählt, dass Adolf Hitler ca 800 Tage hier verbracht hat ohne dass Außenstehende oder sogar die Bewohner von Ketrzyn wussten, dass er dort war. Unglaublich, aber auch ganz schon erschreckend! Viele wussten noch nicht einmal, dass dieses „Bunkerdorf“ besteht. Leider kann oder sollte man die Bunker nicht betreten, weil Einsturzgefahr besteht. Im November 1944 wurde nämlich der Befehl erteilt die Bunker zu zerstören und in die Luft zusprengen. In den Worten unseres Gruppenführers: „Wenn du jemanden nicht magst oder loswerden willst, schick ihn da rein.“ 😀 Wenn euch dieses Thema interessiert und ihr mehr darüber erfahren möchtet schaut hier http://wolfsschanze.pl/index.php/geschichte vorbei, da wird alles nochmal detaillierter erklärt.

Unglaublich wie diese riesen Bunker getarnt wurden!

Nach der Tour ging es zurück nach Ketrzyn. Dort besichtigten wir noch bisschen die Stadt und fuhren dann gegen späten Nachmittag zurück nach Olsztyn, wo wir (Francois und ich) den Abend bei einem gemeinsamen Bier mit Carina und Rieke ausklingen lassen haben. 🙂

Ein Teil unserer „Reisegruppe“ :))

Und so schnell kam auch schon der letzte Tag von Francois in Olsztyn. Wir haben zusammen leckere Pieroggi in meinem Lieblingsrestaurant in Olsztyn gegessen, das Schloss besichtigt und uns abends noch zu einem gemütlichen Filmeabend mit Carina und Rieke getroffen. 🙂

Francois und ich 😀

Das war wirklich ein super schönes Wochenende! Daanke nochmal an Francois für deinen tollen Besuch! 🙂

 

Liebe Grüße an alle :))

Bernadette

 

Studniówka und Gymnasial-Ball

 

Jetzt ist es auch schon wieder länger her, dass ich einen Blogeintrag geschrieben habe.

Ich hoffe es geht euch allen gut und ihr genieβt den langsam kommenden Frühling. Ich sitze gerade im Lehrerzimmer, weil ich ein paar Freistunden vor meinem Schüler-Treffen habe, und dachte mir, dass ich mich mal aufraffe und einen lang geplanten und schon längst fälligen Blogeintrag schreibe.

Und zwar über die Studniówka und den Gymnasial-Ball.

Diese beiden Veranstaltungen und wahrscheinlich Highlights der Schüler in den dritten Klassen Gymnasium und Liceum fanden schon Anfang Februar statt.

Die Studniówka wird mehr oder weniger 100 Tage vor dem Abitur gefeiert. Theoretisch wie unser Abiball, nur vor dem Abi. 😀 An diesem Abend ziehen sich die Abiturienten und die Lehrer schick an, essen, tanzen und unterhalten sich gemeinsam. Ein groβer Unterschied zum deutschen Abiball ist, dass nur die Lehrer und Schüler gemeinsam feiern. Die Familien und Freunde dürfen nur bei der Polonez zu schauen. Das ist der typische Einführungstanz an der Studniówka.

(Hier ein Youtube-Link zu einer polnischen Polonez, denn leider schaffe ich es nicht das Video von der Polonez vom 3. LO hier hochzuladen. https://www.youtube.com/watch?v=xbIhEd2MXLE)

Der wird schon seit sehr sehr vielen Jahren von den Schülern mit Hilfe der Sportlehrer eingeübt. (Ich war auch einmal bei einer Probe dabei. Lustig wie die Sportlehrer versuchen 50 aufgewühlte und plappernde Abiturienten zu bändigen und ihnen die Schritte und Formationen beizubringen.) Ich finde, dass die Polonez eine sehr schöne Tradition ist und es sieht auch wirklich toll aus, wenn die Schüler gemeinsam den Tanz vorführen. Ich konnte nicht aufhören zu lächeln und zu staunen!

Dafür aber ein Bild von der Polonez vom 3. LO 🙂

Nach der Polonez und der Begrüβung durch die Schulleiterin und zwei Abiturienten wurden die Familien weggeschickt und das Essen wurde aufgetischt. 😉 Wirklich viel und lecker! Lehrer und Schüler saβen getrennt. Wir Lehrer hatten einen Raum, eine Art Empore oder Balkon, von dem aus man auf die Tanzfläche und die Abiturienten schauen konnte.

Während in einem Raum des Restaurants die Studniówka gefeiert wurde, wurde nur ein paar Meter weiter im selben Restaurant der Gymnasial-Ball der 3. Klasse vom 2. LO gefeiert. Auch dort wurde eine Polonez aufgeführt und lecker gegessen. 🙂

Da ich ja an beiden Schulen arbeite hatte ich Einladungen zu beiden Feiern und wanderte deshalb am Abend mehrmals zwischen den Feiern hin und her. Auf der Studniówka und auf dem Gymnasial-Ball wurde ganz viel getanzt und gelacht, gegessen und getrunken. 🙂 Die einzelnen Klassen haben auch Tänze oder lustige Sketche eingeübt. Leider habe ich das nicht aufgenommen, aber ich habe mich mal durch Youtube gewühlt und bin dabei auf einen lustigen Sketch gestoßen, der so ähnlich auch von einer KLasse des 3. LOs aufgeführt wurde. (allerdings auf polnisch) https://www.youtube.com/watch?v=sqID4hs99Uc

Und es wurde ordentlich getanzt! 🙂

Es war wirklich ein toller Abend, mit super Leuten, lustigen Tänzen (wie zum Beispiel Makarena oder dem Entchen-Tanz), Paartänzen (allgemein wurde sehr viel in Pärchen getanzt, so eine Art Disco Fox. Und da ich so viel getanzt habe bin ich zum Abend hin barfuβ rumgelaufen. Ich bin wirklich kein Typ für hohe Schuhe :D), gutem Essen und tollen Unterhaltungen!! Danke an alle für den tollen und unvergesslichen Abend!

Ganz ganz liebe Grüβe aus dem gerade sonnigen Olsztyn

Eure Bernadette

 

Unsere Reise durch Lettland und Litauen

 

Jetzt ist es schon zwei Wochen her, dass ich mit Laura und Tabita durch den Baltikum, also Lettland und Litauen, gereist bin. Unglaublich wie schnell die Zeit vergeht!

 

Fangen wir mal ganz am Angang an: Alles fing an mit der Frage, was wir in unseren zweiwöchigen Winterferien machen wollen. Als ich die Blogs meiner Vorgängerinnen durchlas kam mir die Idee nach Lettland und Litauen zureisen. So habe ich Tabita und Laura gefragt und die beiden haben gleich zugestimmt. Dann haben wir angefangen zuplanen. Wie kommen wir dahin? Wo übernachten wir? Haben wir vielleicht Freiwillige von kulturweit vor Ort? Nach und nach fanden wir Antworten auf unsere Fragen und wir kamen zu dem Punkt, dass wir eine zwei-Städte-Tour durch Riga, die Hauptstadt von Lettland, und Vilnius, die Hauptstadt von Litauen, machen. Nachdem wir die Busreisen, Hostels und die Treffen mit den Freiwilligen vor Ort organisiert hatten stieg die Vorfreude auf unsere Reise immer mehr. Und dann war der Tag da!

 

Am Samstag, den 28.01, ging es gegen 22:00 mit dem Bus los auf eine ca 12-stündige Fahrt nach Riga. Zusammenfassend war die Busfahrt ganz gut, zumindest für zwei von uns :/ Deshalb sind wir dann etwas kaputt, erleichtert und sehr glücklich um halb zwölf mittags in Riga angekommen. Leonard, ein kulturweit Freiwilliger in Riga, hat uns vom Bahnhof abgeholt und zum Hostel begeleitet. Nachdem wir unsere Sachen abgestellt hatten ging es auch gleich auf zur Stadttour. Zu viert sind wir mit dem Bus zu Leonards Wohnung gefahren und von dort aus mit dem Auto nach Sigulda (etwas außerhalb der Stadt) gefahren.

Zuerst ging es zu einer kleinen Burg.

 

Von dort aus sind wir weiter zu einer Höhle gefahren. In der ganz viele Wappen und Namen eingraviert sind.

Die Gutmannshöhle. Eine der ältesten Gravierungen stammt aus dem 17. Jahrhundert

Die Turaida Burg war unser nächster Stopp. Wir sind zusammen auf dem Gelände spaziert, auf den Burgturm gelaufen (auf dem ein ganz schön starker Wind wehte :D) und haben ein kleines Museum über die Burg und die Gegend besucht. Leider war es das einzige offene Museum. Fast alle waren geschlossen, weil es keine Hauptsaison ist und wenige Besucher kommen. Schade!

Ausblick aus dem Burgturm

 

Die Burg Turaida

Als nächstes ging es zur Stärkung und zum Aufwärmen wieder zurück zu Leonards Wohnung. Als Abschluss des Tages haben wir noch eine Führung durch Riga bei Nacht bekommen. Plus einen schönen Ausblick aus einer Bar im höchsten Stockwerk eines Hotels. (Das war ein Geheimtipp 😉 Wir sind nur kurz hochgefahren um den Ausblick zu genießen und sind dann wieder runtergefahren :D) Schon auf den ersten Blick hatte die Stadt, besonders die Altstadt, ihren Charme. Und natürlich konnten wir Riga nicht verlassen ohne den typischen „Riga Black Balsam“ (lettischer Kräuterlikör) probiert zuhaben. Am Ende des Tages sind wir total müde aber extrem glücklich ins Bett gefallen. (Übrigens haben wir im „Riga Hostel“ übernachtet. Kleines, gemütliches Hostel, direkt am Bahnhof. Weiterzuempfehlen!)

Riger Altstadt

Der zweite Tag begann mit einem Besuch des Markts und der Markthallen. Wirklich beeindruckend was da alles verkauft wird (Eigentlich alles. Von Gemüse, über Fleisch, Süßigkeiten und Klamotten).

Die Obst- und Gemüse Markthalle

Danach ging es auf zur Stadtbesichtigung auf eigene Faust. 😉 Zum Mittag gab es typisch lettische Gerichte. Deftig, sattmachend aber super lecker. Und natürlich ein Glas „Black Balsam“ aber dieses Mal mit Cassis Geschmack. Besser als das normale 😀

Black Balsam. Lettischer Likör aus Kräutern, Blüten und Beeren

Gegen Abend haben wir uns wieder mit Leonard getroffen und die riesige Nationalbibliothek besichtigt. Beeindruckendes Gebäude von außen und innen!

Das ist die Rigaer Katze. 1909 wohnte in einem Haus ein reicher lettischer Kaufmann, der aber nicht in die Große Gilde aufgenommen wurde. Er war so beleidigt deswegen, dass er auf ein Dachtürmchen seines Hauses eine Katze stellte, die ihren Hintern der Großen Gilde zuwandte, um sein Unverständnis auszudrücken. 😀

 

Die Nationalbibliothek

Den Abend haben wir dann bei einer Pizza ausklingen lassen. 🙂

Montag war auch schon unser letzter (halber) Tag in Riga. Wir haben nur noch einmal die Markthallen besucht, etwas kleines eingekauft (lettische Schokolade „Laima“) und sind dann schon mit dem Bus weiter nach Vilnius gefahren.

Riga war wirklich schön! Auf jeden Fall einen Besuch wert, aber vielleicht eher im Sommer als im Winter, denn dann hat man mehr vom Tag, kann ans Meer fahren (ca 20 Minuten mit dem Bus) und noch viele weitere Attraktionen machen. 😉

 

Nach einer vier einhalb stündigen Fahrt in einem sehr bequemen Bus mit Bildschirmen, Filmen und Musik kamen wir in Vilnius an. Es war deutlich kälter als in Riga, also sind wir schnell zum Hostel gelaufen, was gleich am Eingang der Altstadt lag. Zum Abendessen haben wir uns mit Rebekka, einer kulturweit Freiwilligen in Vilnius, zum litauischen Abendessen getroffen. 🙂

Der nächste Tag fing mit einer Free Walking Tour (wie in Wroclaw) an. Wir waren eine bunt gemischte Gruppe aus Spaniern, Australiern, Ukrainiern und Franzosen. Die Tour war auf englisch und die Reiseführerin hat uns einmal quer durch die Altstadt und das Künstlerviertel von Vilnius geführt. 🙂 Wenn ihr mal in einer Großstadt seid, schaut nach, ob es solche Free Walking Tours gibt. Lohnt sich wirklich! Nachdem wir ca 2 Stunden durch die Stadt gelaufen sind mussten wir uns erstmal zum Mittag aufwärmen und stärken. Danach haben wir nur noch etwas die Stadt durchquert und uns am Abend in einer Bar niedergelassen.

Und so schnell kam auch schon der letzte Tag unserer Reise. Da unser Bus erst am Abend abfuhr haben wir unser Gepäck im Hostel gelassen und haben nochmal die Stadt durchquert. Doch zuerst Frühstück! 

Donuts!!

Muss man sich auch ab und zu mal gönnen 😉 Eigentlich sind wir nochmal die wichtigsten Punkte der Tour vom Vortag abgelaufen und haben Fotos gemacht. Dabei waren der Dom, der Drei Kreuze Berg, von dem man einen tollen Ausblick auf die Stadt hat, und das Künstlerviertel.

Der Präsidentenpalast von Litauen, Laisve bedeutet Freiheit und soll die verschiedenen Freiheitskämpfe Litauens darstellen.

 

Der große Dom in Vilnius. Sieht von außen eher aus wie ein Museum als eine Kirche

Auf dem „Drei-Kreuze-Berg“ in Vilnius. Toller Ausblick auf die Stadt!

 

Das ist die Verfassug des Künstlerviertels Uzupio in Vilnius. Müsst ihr euch unbedingt mal durchlesen! https://de.wikipedia.org/wiki/U%C5%BEupis

 Und mit einem leckeren georgischen Abendessen mit Rebekka und Barbara, einer kulturweit Freiwilligen in Riga, haben wir unsere Reise abgeschlossen.

Genauso wie Riga ist auch Vilnius auf jeden Fall einen Besuch wert! Sehr schöne Altstadt. 🙂

 

Zusammenfassend war es der hammer! Wir haben soo viel gesehen, tolle Städte besichtigt, andere Freiwillige getroffen und tolles Essen gegessen. 😀 So Städtereisen erschöpfen schon, da man jeden Tag auf den Beinen ist, aber dadurch sieht man unglaublich viel. Wirklich toll!!

Ich hoffe euch hat diese kleine Reise durch Riga und Vilnius gefallen. 🙂

 

Ganz ganz liebe Grüße aus Olsztyn

eure Bernadette

 

Eine Nachtwanderung bei Minusgraden

 

Ich folge mal meinem guten Neujahrsvorsatz und schreibe einen kurzen Eintrag über ein Erlebnis im Januar.
Am 07. Januar wurde ich von Carlo (einem Freund und Freiwilligen aus Olszytn) auf eine Nachtwanderung durch den Wald von Kortowo mit dem Akademischen Reiseclub (akt) eingeladen. Ich habe motiviert zugesagt, doch so eine Stunde vor Beginn habe ich kurz gezweifelt warum ich im Winter, bei Schnee und Minusgraden, auf eine Nachtwanderung gehe. 😀
Dick angezogen sind wir dann mit dem Bus nach Kortowo, ins Univiertel von Olsztyn, gefahren. Gegen 19:00 haben wir uns bereit gemacht, dass heißt Jacken, Schal, Mütze, Handschuhe und manche auch eine Stirnlampe angezogen. Ausgerüstet ging die Nachtwanderung dann los. Rein in den Wald von Kortowo. 🙂
Wir stapften im Schnee, auf Wegen oder irgendwo daneben, passten auf, dass uns keine Äste ins Gesicht peitschten und unterhielten uns.
Wenn man so läuft und sich unterhält vergisst man vollkommen die Zeit. 😉 Nach ca einer Stunde haben wir eine Pause gemacht. Eigentlich alle außer mir waren mit Essen, heißem Tee und Likör ausgestattet. Aber alle waren ganz lieb und haben geteilt. 🙂 Doch wenn man sich bei -12° nicht bewegt wird es irgendwann kalt und deshalb war ich sehr froh, als wir weiterliefen. 🙂 Auf verschneiten Schienen und weiter im Wald. Hätte man mich an diesem Punkt allein gelassen, ich glaube nicht, dass ich vor Tagesanbruch nach Hause gefunden hätte. 😀 Aber zum Glück kannten sich eigentlich alle außer Carlo und mir aus. 😉
Eine weitere gefühlte Stunde später haben wir angefangen ein Feuer zu machen und Würstchen zu grillen. Die waren soo vorbereitet. 😀 (Man muss aber dazu sagen, dass sie schon drei-/ oder viermal auf so einer Nachtwanderung waren.)
Ich hatte mich auf das Feuer gefreut, dachte es würde wärmen. Tja enttäuscht. 😀 
Nachdem wir das Feuer nach ca einer halbe Stunde mit Schnee gelöscht hatten gingen wir gemütlich zurück zur Uni und machten noch ein Gruppenfoto. (Leider habe ich dieses Foto noch nicht..)
Auf dem Rückweg haben Carlo und ich unseren Bus von hinten anfahren sehen und sind los gesprintet. Es ist wirklich ein Wunder, dass wir auf dem vereisten Bürgersteig nicht ausgerutscht sind. 😀 
Alles in allem war es eine super Erfahrung und hat echt viel Spaß gemacht!
Ich hoffe euch hat mein kurzer Eintrag gefallen. Mal was anderes zu den langen Einträgen. 😀

Bis bald und viele liebe Grüße aus Olsztyn
eure Bernadette

Mein 4. Monat hier in Olsztyn :)

 

Dezember: Auch in diesem Monat sind viele tolle Dinge passiert. Von unserem Adventskalender an den Schulen bis zu den gemeinsamen Feiertagen mit der Familie bei meinen Großeltern.
 
Wenn ihr meinen Eintrag vom November gelesen habt wisst ihr, dass ich Ende November auf dem Zwischenseminar war und mit einer konkreten Idee für ein Projekt zurückgekommen bin. Und zwar ein interaktiver Adventskalender, der in den Schulen umgesetzt werden sollte.
Vom Zwischenseminar zurück und gleich auf zur Planung des Kalenders mit Laura, Uschi und Corinna (drei Freiwillige, die auch von kulturweit ihr FSJ in Polen machen). Unsere Idee war es für jeden Schultag des Dezembers ein Arbeitsblatt zum Thema Advent, Vorweihnachtszeit und Traditionen zu entwerfen.
Dass heißt ich kam am Sonntagnachmittag in Olsztyn an und musste gleich am Montag meinen Lehrern unsere Idee vorstellen und hoffen, dass sie unseren Plänen zustimmen. Und das haben sie getan. 🙂 Das Arbeitsblatt sollte in den ersten 10-15 Minuten des Unterrichts gemeinsam bearbeitet werden und die Schüler in Weihnachtsstimmung bringen und für die deutsche Sprache motivieren. Jeder von uns Mitwirkenden hat das Projekt anders in seiner Schule oder Einrichtung umgesetzt, aber im Grunde war die Idee die gleiche und wir haben uns gegenseitig inspiriert und unsere Arbeitsblattideen geteilt. Also war es eine gemeinsame Ideen mit unterschiedlichen/ individuellen Umsetzungen.
Rückblickend hat es mir  wirklich viel Spaß gemacht selber kreativ zu werden und Arbeitsblätter zu gestalten. Allerdings war es auch ein ganz schöner Aufwand fünf Arbeitsblätter für die Woche zu entwerfen. Aber es war eine gute Erfahrung. 🙂

Ich habe aber nicht nur einen Kalender für die Schüler gemacht, sondern auch selber einen von meiner Mama bekommen, der mir jeden Morgen ein Lächeln ins Gesicht gezaubert hat. Danke nochmal dafür! 🙂

In der Schule habe ich angefangen Schülertreffen zumachen, dass heißt ich treffe mich ein-  oder zweimal im Monat mit Schülern, die sich gerne auf deutsch mit mir unterhalten wollen und einfach ein bisschen reden wollen. (aber auf deutsch! :D) Es macht mir wirklich Spaß und ist nochmal anders als der Unterricht, da man sich über die unterschiedlichsten Themen unterhält, die man im Unterricht vielleicht nicht behandelt. 🙂

Mitte Dezember haben die Germanistik Studenten der Uni in Olsztyn eine Weihnachtsmarkt organisiert. Mit einem kleinen Verkaufsstand für einen guten Zweck, Spielen und Weihnachtsliedern. Ich habe den Weihnachtsmarkt mit einer Klasse des 2.Gymnasiums besucht und wir haben gemeinsam gesungen und gespielt. War wirklich schön. 🙂

Außerdem hat auch ein Weihnachtsmarkt am 2. Liceum stattgefunden, auf dem die Deutsch Schüler typisch deutsches Essen (Currywurst, Bratwurst, Spätzle und Kartoffelsalat) und Kuchen verkauft haben. War wirklich lecker 🙂 Allerdings riecht der Klassenraum in dem alles zubereitet wurde immer noch ein bisschen nach Currywurst. 😀

Der dritte und letzte Weihnachtsmarkt hat in der Olsztyner Altstadt stattgefunden. Es war ein kleiner Weihnachtsmarkt, der zur Hälfte aus leuchtenden und glitzernden Figuren (etwas kitschig) bestand und zur anderen Hälfte aus kleinen Ständen, die Glühwein, Bigos und kleine Andenken verkauft haben. Ich habe den Weihnachtsmarkt am ersten Tag mit meinen Freunden aus Olsztyn besucht und am Freitagabend sind dann Tabita und Laura angekommen, mit den ich natürlich auch auf unseren kleinen Weihnachtsmarkt gegangen bin. 😉 Es war ein wirklich schönes und gemütliches gemeinsames „Wochenende“ (in Anführungszeichen, weil wir eigentlich nur den ganzen Samstag hatten und sie Sonntagmorgen leider wieder fahren mussten..) Es hat mich aber trotzdem super gefreut, dass die beiden bei mir zu Besuch waren und ich  ihnen endlich „meine“ Stadt, Freunde und alles andere zeigen konnte. 😉

Kommen wir mal von den ganzen Weihnachtsmärkten auf die schöne Weihnachtsfeier am 2.Liceum zusprechen. 🙂 Ich habe die letzten Schulstunden von 2016 mit der ersten Klasse aus dem 2.Liceum verbracht. Wir haben die Oblate geteilt, leckeren, von den Schülern gebackenen, Kuchen gegessen, Musik gehört und Wichtelgeschenke verteilt (Danke nochmal an die Klasse für das Wichtelgeschenk, ich hatte wirklich nicht damit gerechnet! 🙂 Nach dem Aufräumen des Klassenraums hat noch eine kurze Weihnachtsfeier in der Sporthalle stattgefunden. Mit einer tollen Vorstellung von ein paar Schülern, die toll gesungen und kurze Reden über die wichtigen Dinge an Weihnachten gehalten haben, sowie einem super Auftritt des Schulchors. (Danke an alle, die gesungen haben, ihr habt mir bei jedem Lied eine Gänsehaut verpasst! 🙂 Zum Schluss haben „wir Lehrer“ uns zu einem gemeinsamen Essen und Oblaten teilen getroffen. Es war ein wirklich schöner und entspannter letzter Schultag. 🙂

Jetzt sind wir auch schon am Ende vom Dezember, dem Highlight eines jeden in diesem Monat, angekommen: Den Feiertagen. 😉 Hierfür bin ich am 23. morgens mit dem Zug nach Opole zu meinen Großeltern gefahren, um dort gemeinsam mit ihnen, meinen Onkels, meiner Tante und meinen Cousins und Cousinen Weihnachten zu feiern. Wir haben der polnischen Tradition nach Karpfen zu Heiligabend gegessen, die Oblate geteilt und um 22:00 die Christmette besucht (und mit allen am Ende der Messe Stille Nacht gesungen. Soo schön, wenn bei einer randvollen Kirche jeder mitsingt!). An den folgenden Tagen haben wir noch sehr gut gegessen und sehr viel geredet und gelacht (ein Gruß geht raus an meine zwei Cousinen, mit denen ich abends/ nachts soo viel geredet und gelacht habe und wir damit fast alle im Haus wach gehalten haben. Danke, es war super lustig mit euch!!).

 

Am 28. morgens sind dann endlich meine Mama und meine Schwester in Opole angekommen und ich habe mich soo gefreut sie nach vier Monaten wiederzusehen!! Wir sind noch bis zum 30. bei meinen Großeltern geblieben und dann gemeinsam mit dem Zug über Warschau nach Olsztyn gefahren. Dann konnte ich ihnen endlich Olsztyn zeigen und wie ich hier lebe 😉 Wir haben zusammen Silvester auf einem kleinen Konzert gefeiert, die Musik genossen, getanzt und das große Feuerwerk bewundert 🙂 Die restlichen Tage haben wir ganz gemütlich zusammen verbracht. Die Stadt besichtigt, einen Film angeschaut, das Planetarium besucht, Schlittschuh gelaufen,… Es war wirklich super schön die beiden hier zu haben! Danke nochmal an euch. :*
Es war wirklich schön, wenn auch anfangs ungewohnt, morgens geweckt zu werden, sich ein Zimmer zu teilen und nach der Schule zurück zukommen und zu wissen, dass jemand auf einen zu hause wartet 🙂 Wirklich ein sehr sehr schönes Gefühl! Allerdings war es anfangs wirklich schwer sich nach zwei Wochen mit der Familie wieder darauf einzustellen alleine zu leben, so wie ich es die letzten vier Monate getan habe. 😀 Aber ich bin wieder im Rhythmus drinne 😉
Bis auf ein Wiedersehen in vier Monaten 😉

 

Neuster Stand aus dem Polnisch Kurs: Meiner Meinung nach werde ich immer besser. Mir fällt es immer leichter mich mit anderen zu unterhalten und auf polnisch zu schreiben, was ich vor meinem FSJ nie gedacht hätte. Ich habe jetzt auch angefangen ein polnisches Buch zulesen. Klappt wirklich gut 😉

Soo das war mein Dezember. Ich hoffe es stört euch nicht, dass ich nur jeden Monat einen Eintrag hochlade. Vorsatz fürs neue Jahr: Öfter zu bloggen aber dafür kürzere Einträge. 😉 Mal schauen wie das klappen wird 😀
Ich hoffe euch allen geht es super und euch gefällt mein Blog. 🙂

Viele liebe Grüße aus Olsztyn
Eure Bernadette :)) 
 

Was ist im November bei mir passiert?

 

Ich habe es mir gerade in meinem Lieblingscafé in Olsztyn gemütlich gemacht und fange mal an die wichtigsten Ereignisse aus dem November zusammenzufassen. Auch wenn das jetzt schon zwei Monate her ist wollte, ich den November auf keinen Fall missen, denn in diesem Monat gab es zwei prägende Ereignisse: Zum einen unser kleiner Urlaub in Wroclaw und unser gemeinsames Zwischenseminar in der Nähe von Jelenia Gora (an der Grenze zu Tschechien).

 

Fangen wir aber mal am Anfang des Monats an:

Am 1. November war Allerheiligen und ich bin dafür zu meinen Großeltern nach Hause gefahren. Eigentlich alle Freiwilligen, die vor mir in Polen waren, haben mir erzählt, dass ich unbedingt an Allerheiligen in Polen bleiben soll, um auf den Friedhof zu gehen. In Polen gehen an Allerheiligen nämlich fast alle auf den Friedhof, um für ihre verstorbenen Angehörigen eine Kerze anzuzünden, Blumen aufzustellen und zu beten. Dadurch entsteht auf den sonst meist tristen Friedhöfen ein Meer aus Blumen und Lichtern. Schon Tage vor Allerheiligen stehen vor den Friedhöfen und in den Geschäften gaanz viele Blumen- und Kerzenverkäufer 😀

Es ist so schön zu sehen, wenn die Menschen (meistens Familien) auf den Friedhof gehen, um an ihre verstorbenen Geliebten zu gedenken und für sie eine Kerze anzuzünden.

Ich war natürlich auch mit meinen Großeltern und meinem Onkel auf dem Friedhof und habe für Familienangehörige Kerzen angezündet und Blumen aufgestellt. Allerdings waren wir schon relativ früh dort, weil die meisten nach dem Mittagessen, also so gegen drei und halb vier kommen. Und diesen „Ansturm“ wollten meine Großeltern verständlicherweise vermeiden. 😉

Außerdem habe ich mit meiner Oma auch Muffinki (Muffins) gebacken. Sie kannte die nicht und war sehr interessiert und beeindruckt davon, wie einfach, schnell und lecker diese kleinen Kuchen sind 🙂 In der Nacht hatte ich eine „Eingebung“: In den Teig Apfel und Zimt reinzutun und es hat noch besser geschmeckt als die normalen Muffins 🙂 (wie meine Mama darauf gesagt: „im Schlaf hat man die besten Ideen“ oder beim Duschen :D).

 

 

Soo machen wir mal einen großen Zeitsprung vom 2. November zum 16. November, denn an diesem Tag bin ich das erste Mal nach Warschau gefahren, um dort das Seminar zur DSD I – Prüfung (DSD: Deutsches Sprachdiplom) zubesuchen. Auf diesem Seminar habe ich mit Tabita (meiner Mitfreiwilligen) und anderen Lehrerinnen (Betonung auf Lehrerinnen, weil nur Frauen auf dem Seminar waren) viel darüber gelernt, wie man die DSD I -Prüfungen bewertet, unterschiedliche Methoden im Unterricht anwendet und vieles mehr. Es war wirklich sehr schön, auch weil wir meiner Meinung nach eine coole Gruppe waren. Wir sind abends zusammen Essen gegangen und haben uns super unterhalten. 🙂 Dieses Semiar hat vom 16. bis zum 18. November gedauert und da unser Seminar meistens so um 17:00 geendet hat, hatten Tabita und ich leider keine Chance Warschau zu erkunden. Wir haben aber an unserem letzten Abend einen Spaziergang durch Warschau bei Nacht gemacht und waren in einem kleinen italienischen Restaurant essen (war sehr lecker 🙂 Allerdings haben wir uns auf dem Rückweg zu unserem Hotel soo verlaufen! Zur Erklärung: Es gab auf dem Weg vom Seminarort zum Hotel einen Kreisel mit mindestens sechs Ausgängen und bei Nacht sehen die alle gleich aus und außerdem hatten zwei der drei Straßen fast den selben Namen. Was dazu geführt hat, dass wir fast zwei Stunden für den Rückweg gebraucht haben (eigentlich braucht man für den Weg ca eine halbe Stunde) 😀 Naja war doch ein schöner Verdauungsspaziergang am Abend 😉

Am Freitagmorgen, dem 18. November, hatten wir noch ein Abschlusstreffen mit den Teilnehmern des Seminars. Und gegen 12:00 haben Tabita und ich dann den Zug nach Wroclaw (Breslau) genommen. (Ich hatte bis zum Seminar gedacht, dass Wroclaw vielleicht zwei Stunden von Warschau entfernt ist. Es stellte sich heraus, dass Wroclaw ein ganzes Stück weiter weg liegt und die Fahrt dorthin ca 5 Stunden dauert.) Aber die Fahrt war sehr lustig, obwohl unsere Unterhaltungen zum Ende hin immer unsinniger wurden. Zusammenfassend kann man sagen, dass eine ca 5 stündige Fahrt wirklich müde macht.

 

Nachdem wir in Wroclaw angekommen sind, haben wir zuerst unser Gepäck im Hostel abgestellt und sind dann wieder zurück zum Bahnhof gelaufen, um Laura (Mitfreiwillige) abzuholen. 🙂 An dem Abend waren wir noch gut Essen und sind dann kapputt aber glücklich ins Bett gefallen. Am nächsten Tag haben wir eine erste Besichtigung der Altstadt gemacht, allerdings im Regen.. Gegen Abend haben wir drei weitere Freiwillige aus Polen vom Bahnhof abgeholt und sind, nachdem fast alle angekommen sind, gemeinsam auf den Wroclawer Weihnachstmarkt gegangen (den wir danach eigentlich jeden Tag besucht haben. Am Ende des Kurzurlaubs hatte ich erstmal genug von Weihnachtsmärkten).

Wroclaw ist wirklich einen Besuch wert, meiner Meinung nach die zweit schönste Stadt in Polen nach Krakau 🙂

Während unserer Zeit in Wroclaw waren wir noch auf einer Free Walking Tour, also einer kostenlosen Führung durch die Stadt (sogar auf deutsch), auf der Elisabethkirche, von der man einen super Ausblick auf die Stadt hat, im Zoo, im Kino und vieles mehr. Besonders toll war, dass sich das Wetter ab dem zweiten Tag total verändert hat. Aus Regen wurde Sonnenschein und blauer Himmel.

Zusammenfassend war es eine wirklich schöne Zeit in Wroclaw mit den anderen Polen-Freiwilligen. Ein großes Dankeschön geht nochmal an euch! 🙂

 

Leider geht jede schöne Zeit auch mal zu Ende und deshalb mussten wir schon am Dienstagmorgen mit dem Zug nach Jelenia Gora fahren, wo wir die anderen Freiwilligen aus Tschechien und Russland getroffen haben. Alle zusammen wurden wir dann von einem kleinen Bus abgeholt und zu unserem Seminarort gefahren. Es war ein Seminarhaus mitten im Gebirge von Polen, an dem Länderdreieick von Polen, Tschechien und Deutschland. Deshalb dachte mein Handy auch, dass wir schon in Tschechien sind 😉 Dieses Seminarhaus ist wirklich schön, gemütlich und sehr kreativ eingerichtet. (Empfehlenswert für weitere Seminare!)

Unser Seminar, mit Petra und Nadine als Leiterinnen, war meiner Meinung nach wirklich toll. Sowohl die angesprochenen und bearbeiteten Themen, als auch die Methoden dazu. Das Seminar hat mich wirklich zum Nachdenken über meine jetzige Rolle als Freiwilliger in meiner Einsatzstelle, über meinen Freiwilligendienst bis jetzt und über zukünftige Projekte angeregt. Mir hat besonders der Ausgleich von gemeinsamer Arbeit (sowohl in der großen Gruppe, als auch im Gespräch mit einzelnen Freiwilligen) und „Einzelarbeit“ (Zeit für sich) gefallen. Sehr schön waren auch die ganzen gemeinsamen Pausen und Abende, in denen wir uns über die unterschiedlichsten Themen unterhalten haben. Mein Highlight war der vorletzte Tag, an dem wir eine Wanderung zu einem kleinen regionalen Museum gemacht haben, uns auf dem Weg super unterhalten und einfach die Natur bewundert haben. 🙂 Und der beeindruckende Sternenhimmel war ein super Abschluss für eine ganz tolle gemeinsame Zeit.

 

Vielen lieben Dank nochmal an alle Teilnehmer des Seminars und natürlich auch an die Leiterinnen, die dieses Zwischenseminar unvergesslich gemacht haben. Die Zeit hat mir wirklich geholfen mal vom Alltag loszukommen und von einer anderen Perspektive auf meinen Freiwilligendienst und auf meine Arbeit zu schauen. Danke!

 

Auf dem Rückweg haben Tabita, Laura und ich nochmal in einem Hostel in Wroclaw übernachtet, da wir einen ganz schön langen Weg nach Hause hatten.

Auf der wirklich letzten und langen Zugfahrt nach Olsztyn hatte ich nochmal die Möglichkeit in Ruhe über die Erlebnisse der letzten Tage nachzudenken und zu reflektieren. Das hat mich dazu „getrieben“ einen vierseitigen Brief an mich zu schreiben (über meinen Freiwilligendienst, meine Zeit in Olsztyn und einfach über alles was mir gerade in den Kopf kam.) Den Brief werde ich auf dem Nachbereitungsseminar wieder auspacken und mal schauen wie ich in acht Monaten über das Geschriebene denke. 😉

 

Soo das war mein November, so kurz wie möglich. 😀

Tut mir leid, dass der Eintrag wieder sooo lang geworden ist aber es ist schwer einen ganzen Monat in wenigen Worten zusammenzufassen. Besonders, wenn ich einmal anfange zuschreiben, kann ich nicht mehr aufhören. 😉

Ich hoffe trotzdem, dass euch der Blogeintrag gefallen hat und ihr einen super Start ins neue Jahr 2017 hattet! 🙂

 

Ein ganz großes Dankeschön an Hannah und Corinna, die die tollen Fotos in Wroclaw und auf dem Zwischenseminar gemacht haben.

Hannahs Blog: https://kulturweit-blog.de/coloursofpoland/

Corinnas Blog: https://kulturweit-blog.de/corinnawwarszawie/

 

Ganz ganz liebe Grüße aus Olsztyn

Eure Bernadette :))

 

Schon der 2. Monat um!

Schon zwei Monate weg von zu Hause.

Schon zwei Monate alleine in einer neuen Stadt.

Schon zwei Monate als „Lehrerin“ an zwei Schulen.

 

Was habe ich schon alles in diesen zwei Monaten erlebt und gelernt?

(Krass, dass heißt schon ein Sechstel meiner Zeit hier ist vorbei 🙁 )

 

– Ich habe Olsztyn kennen und lieben gelernt.

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–> Olsztyn ist eine Stadt im Nordosten von Polen, mit ca 170.000 Einwohnern. Also nicht zu groß und nicht zu klein für mich. Sie liegt in den Masuren und damit gibt es mehrere Seen in und um Olsztyn, was einen schönen Ausgleich zwischen Stadt und Natur (Ruhe und Spaziergänge) schafft.

 

– Ich habe angefangen Deutsch als Fremdsprache zu unterrichten und damit die deutsche Sprache mal von einer anderen Seite kennengelernt.

Ein Beispiel: Ich sollte einmal für den Unterricht Passivsätze in Präsens, Perfekt und Präteritum vorbereiten. Und es war mir wirklich peinlich, aber ich musste nachfragen was Passivsätze sind und wie man sie in den angegebenen Zeiten bildet. Als es mir erklärt wurde wusste ich bescheid und hatte keine Probleme sie zu bilden, aber auf Anhieb wusste ich nicht was das ist. Typische Probleme eines Muttersprachlers, der seine Sprache als Fremdsprache unterrichten soll.

 

– Ich habe meinen polnisch Sprachkurs begonnen. Und es läuft wirklich gut und macht sehr viel Spaß. Mein polnisch, besonders die Grammatikkenntnisse, werden immer besser. 🙂

 

– Ich habe gelernt jedes Stück blauen Himmel und Sonnenschein im Herbst wertzuschätzen, denn hier regnet es wirklich oft und wenn es mal nicht regnet ist der Himmel oft einfach mit Wolken bedeckt. Ich merke auch, dass ich viel fröhlicher bin, wenn die Sonne scheint. Ich fang dann immer an „I’m walking on sunshine“ zu singen. 🙂

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– Ich habe viele neue Leute kennengelernt, ob Lehrer, Schüler, Studenten, andere Freiwillige oder Leute aus meinem Sprachkurs und viele andere.

 

– Ich war zur Eröffnung der Deutschen Woche in Danzig eingeladen und habe dort Iria kennengelernt (eine kulturweit-Freiwillige in Danzig). Da die Eröffnung mittwochs stattgefunden hat, bin ich bis Freitag geblieben und habe die Stadt besichtigt, sowie das Solidarnosc Museum (zu hundert Prozent zu empfehlen), und ich war am Meer in Sopot (zwanzig Minuten mit der Bahn aus dem Centrum von Danzig). Danzig ist wirklich eine sehr schöne Stadt und hat viel zu bieten/ zu besichtigen. Ich kann es wirklich jedem empfehlen dort mal hinzufahren.

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– Ich habe meine Großeltern über Allerheiligen besucht und ein paar Tage bei ihnen verbracht. Es war wirklich schön sie wiederzusehen. 🙂

 

– Ich habe schon ganz viele Spaziergänge zu den verschiedenen Seen in und um Olsztyn gemacht. (Übrigens 3 verschiedene Seen auf den Fotos)

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– Ich habe schon gaaanz viele Pierogi gegessen :)) Das sind polnische Maultaschen mit den verschiedensten Füllungen: zum Beispiel Quark, Kartoffeln und Kräuter oder Sauerkraut und Pilzen oder Spinat oder süß mit Heidelbeeren, ….)

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– Ich habe den ersten Schnee gesehen/ geschmeckt/ gefühlt (03.11.2016) 🙂

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– Obwohl wir jetzt eine Durchschnittstemperatur von 3 Grad haben, habe ich immer noch nicht meine Winterjacke an und war auch noch nicht krank (Daumen drücken, dass ich jetzt nicht krank werde, weil ich es ausgesprochen habe :D)

 

– Ich habe mich daran gewöhnt alleine einkaufen zu gehen, zu kochen, ab zu waschen und so weiter. Achtung Mama ich werde erwachsen 😉

 

– Ich habe gelernt, dass Whatsapp Sprachnachrichten die beste Möglichkeit ist, um in Kontakt zu bleiben (die Leute, die meine langen Sprachnachrichten erhalten wissen bescheid :D)

 

– 5-6 km täglich zu laufen ist normal geworden (ca 5,2 km zum dritten Liceum und zurück)

 

– Einkaufen in Polen ist oft viel günstiger als in Deutschland

 

– Erst vor kurzem wurde ich von zwei Schülern (Kacper und Igor) interviewt. Ihr könnt es euch gerne auf http://lo3.uninet.pl/news/wywiad-z-bernadette/ durchlesen, allerdings ist es auf polnisch. 😉

 

Das sind ein paar Dinge, die ich in den ersten zwei Monaten hier in Olsztyn erlebt habe. Und mir geht es immer noch so gut wie am Anfang. 🙂

Am Mittwoch geht es für mich für eineinhalb Wochen weg. Zuerst nach Warschau zu einem Seminar über die DSD I Prüfung. Dann nach Breslau (Wroclaw), wo ich alle kulturweit-Freiwilligen aus Polen treffen werde und wir 3 tolle Tage dort verbringen. Und Dienstagmorgen geht es nach Jelenia Gora, um von dort aus ca 50 Minuten zu unserem Zwischenseminar zu fahren. Also die nächste Zeit wird viel los sein und ich werde nach der Zeit auf jeden Fall berichten und Fotos hochladen, weil ich jetzt herausgefunden habe wie das funktioniert. 😀

Das war das Neuste von mir. Mal wieder ein langer Eintrag, aber vielleicht werde ich monatlich einen langen Eintrag schreiben und versuchen in dem Eintrag alle Eindrücke zusammenzufassen.

 

Ganz liebe Grüße aus Olsztyn

Eure Bernadette

 

Ein Monat ist schon fast vorbei!

Ein Monat ist schon fast vorbei

Hallo meine Lieben,

ein Monat ist schon fast vorbei und ich fange jetzt erst an meinen Blog zu schreiben (ich muss mich wirklich schämen)! Ich muss dazu aber sagen, dass das meine erste Woche ist in der ich durchgängig Internet auf meinem Laptop habe 😀

Aber mir gehts wirklich gut hier! Hab mich sehr schnell und gut hier eingelebt  aber fangen wir mal von vorne an:

Wie für alle kulturweit-Freiwilligen begann auch mein FSJ mit dem 10-tägigen Vorbereitungsseminar am Werbellinsee. Es war wirklich eine super tolle Zeit in der ich nicht nur viele neue, tolle Leute und Mitfreiwillige getroffen habe, sondern auch viel über mich und Themen wie Rassimus, Postkoloniallismus und Feminismus gelernt habe. Ein großer Dank gilt dabei meiner super tollen Mikro-Blickgruppe und der tollsten Leiterin Corinna, die diese Zeit für mich wirklich unvergesslich gemacht haben. DANKE! Nachdem ich mich tränenreich nach den super 10 Tagen von allen verabschieden musste fing ich langsam an zu realisieren wie es sein wird mich von meiner Familie und meinen Freunden zu verabschieden und dass mein FSJ nach soo langer Wartezeit (seit der Bewerbung für kulturweit ist fast ein Jahr vergangen! Krass!!) endlich beginnt. Irgendwie hat mich diese Erkenntnis gefreut, weil ein „Abenteuer“ und erlebnisreiches Jahr auf mich wartet, in dem ich alleine in einer fremdem Stadt leben werde, doch gleichermaßen hat es mich auch traurig gemacht, weil ich damit von meiner tollen Familie und meinen Freunden Abscheid nehmen muss und alles bisher aufgebaute zurück lasse.

Somit kam ich noch im Rausch der geilen 10 Tage zu Hause an und es hieß erst ein mal turboschnell Koffer packen, weil es in zwei Tagen nach Olsztyn geht. Am Sonntag habe ich während ich gepackt habe noch ganz viel Besuch bekommen, von meinem Opa, Freunden und Nachbarn. Danke, dass ihr alle da wart und ich euch noch ein letztes Mal umarmen durfte bevor wir uns mindestens 8 Monate nicht sehen.

So jetzt stehe ich mit einem Koffer, einer großen Reisetasche, meinem Rucksack, Laptop und natürlich Winnie Pooh (die mich kennen wissen, dass der einfach mit musste :D) am Frankfurter Hauptbahnhof, nachdem ich mich schon von meinem Bruder zu Hause verabschiedet hab, am Frankfurter Hauptbahnhof und warte auf den Bus, der mich in einer ca 17-stündigen Busfahrt direkt nach Olsztyn bringt.Nachdem meine Mama, meine kleine Schwester und ich vielleicht eine halbe Stunde auf den Bus gewartet hatten (wir waren natürlich früher da um ihn um keines willen zu verpassen 😉 ) kam er endlich und mir wurde ein Sitzplatz zugewiesen, mein Gepäck wurde in dem Kofferraum verstaut, ich packte mein Handgepäck in den Bus und nun stehe ich vor meiner Mama und Pauline und muss mich schnell verabschieden, weil der Busfahrer losfahren will. Der Abschied ging so schnell, dass ich in diesem Moment nicht wirklich realisiert, dass ich meine Mama und meine kleine Schwester erst in ca acht Monaten wieder im Arm halten werde (mir kommen wieder die Tränen, wenn ich an diesen Moment zurück denke! Ach Familie ist einfach das Beste was es gibt und ich bin sooo froh euch zu haben!!!)

Nach einer zum Glück nicht schlaflosen 17-stündigen Fahrt komme ich endlich in Olsztyn am Busbahnhof an und werde von einer Deutschlehrerin des 2. Liceums ganz lieb in Empfang genommen. Wir fahren zusammen zu meinem neuen zu Hause für das kommende Jahr, ein Studentenwohnheim relativ im Centrum Olsztyns. Nachdem ich meinen Schlüssel vom charmanten Herrn an der Rezeption bekomme habe und Dorota und ich mein Gepäck ins Zimmer gebracht haben, verabschiedete ich mich auch schon von Dorota und warte auf ein Treffen mit ein paar Jungs des 2. Liceums, die mir die Stadt zeigen und eine neue Simkarte besorgen sollten. Das Treffen war super und die Stadt war auf den ersten Blick sehr schön (und das ist sie nach einem Monat immer noch 🙂 ) Meine erste Schulwoche verlief sehr gut. Ich wurde dem Deutschkollegium im 2. Liceum und natürlich auch in den Klassen vorgestellt und herzlich empfangen. Außerdem wurde mir der weg zum 3. Liceum gezeigt, an dem ich auch arbeite, und dort wurde ich ebenfalls wie im 2. Liceum herzlich empfangen und vorgestellt.

Seit der ersten Schulwoche sind jetzt schon drei Wochen vergangen, in denen ich mich hier super eingelebt habe und sowohl von den Lehrern als auch von den Schülern super aufgenommen wurde. Ich wurde mehrere Male durch die Stadt und Umgebung geführt, habe viele Fragen der Schüler über mich und mein Leben in Deutschland und als Freiwilliger beantwortet und war natürlich auch selber auch Entdeckungstour in der Stadt (und habe jetzt schon mein Lieblingsrestaurant, in der kleinen aber schönen Altstadt, gefunden. Es heißt Pierogarnia und da gibt es die besten Pieroggi der Stadt (meine Meinung) und anderes super leckeres polnisches Essen :)) Mehr zu meinem ersten Monat hier folgt in dem nächsten Blogeintrag aber ich wollte jetzt erst mal kurz (naja der Eintrag ist doch länger geworden als erwartet) schildern wie es mir die erste Zeit ergangen ist.

Zusammenfassend geht es mir hier super!!! Meine Einsatzstelle(n) ist toll+Lehrer und Schüler, die Stadt ist super (obwohl es  seit ca einer Woche regnet), ich komme immer mehr in den „Lehrerberuf“ rein (also vrobereite Aufgaben und leite sie im Unterricht, lese Texte vor, beantworte Fragen und so weiter), fange ab dieser Woche wieder regelmäßig an ins Fitness zugehen 😀 und fange ab Dienstag endlich meinen Sprachkurs an der Uni an.

 

Liebe Grüße aus dem zurzeit verregneten Olsztyn und bis zum nächsten Eintrag!

Eure Bernadette

PS: Ich hab nicht gedacht, dass mein erster Eintrag so lang wird aber es gibt doch schon viel zu erzählen nach einem Monat. Ich bin stolz auf die, die es bis zu Ende geschafft meinen ersten langen Eintrag zu lesen 😀 Und tut mir leid, dass ich die ganze Zeit in den Zeiten umher springe, wenn ich schreibe 🙂 So und das wars jetzt mal fürs erste 😀