Unsere Reise durch Lettland und Litauen

 

Jetzt ist es schon zwei Wochen her, dass ich mit Laura und Tabita durch den Baltikum, also Lettland und Litauen, gereist bin. Unglaublich wie schnell die Zeit vergeht!

 

Fangen wir mal ganz am Angang an: Alles fing an mit der Frage, was wir in unseren zweiwöchigen Winterferien machen wollen. Als ich die Blogs meiner Vorgängerinnen durchlas kam mir die Idee nach Lettland und Litauen zureisen. So habe ich Tabita und Laura gefragt und die beiden haben gleich zugestimmt. Dann haben wir angefangen zuplanen. Wie kommen wir dahin? Wo übernachten wir? Haben wir vielleicht Freiwillige von kulturweit vor Ort? Nach und nach fanden wir Antworten auf unsere Fragen und wir kamen zu dem Punkt, dass wir eine zwei-Städte-Tour durch Riga, die Hauptstadt von Lettland, und Vilnius, die Hauptstadt von Litauen, machen. Nachdem wir die Busreisen, Hostels und die Treffen mit den Freiwilligen vor Ort organisiert hatten stieg die Vorfreude auf unsere Reise immer mehr. Und dann war der Tag da!

 

Am Samstag, den 28.01, ging es gegen 22:00 mit dem Bus los auf eine ca 12-stündige Fahrt nach Riga. Zusammenfassend war die Busfahrt ganz gut, zumindest für zwei von uns :/ Deshalb sind wir dann etwas kaputt, erleichtert und sehr glücklich um halb zwölf mittags in Riga angekommen. Leonard, ein kulturweit Freiwilliger in Riga, hat uns vom Bahnhof abgeholt und zum Hostel begeleitet. Nachdem wir unsere Sachen abgestellt hatten ging es auch gleich auf zur Stadttour. Zu viert sind wir mit dem Bus zu Leonards Wohnung gefahren und von dort aus mit dem Auto nach Sigulda (etwas außerhalb der Stadt) gefahren.

Zuerst ging es zu einer kleinen Burg.

 

Von dort aus sind wir weiter zu einer Höhle gefahren. In der ganz viele Wappen und Namen eingraviert sind.

Die Gutmannshöhle. Eine der ältesten Gravierungen stammt aus dem 17. Jahrhundert

Die Turaida Burg war unser nächster Stopp. Wir sind zusammen auf dem Gelände spaziert, auf den Burgturm gelaufen (auf dem ein ganz schön starker Wind wehte :D) und haben ein kleines Museum über die Burg und die Gegend besucht. Leider war es das einzige offene Museum. Fast alle waren geschlossen, weil es keine Hauptsaison ist und wenige Besucher kommen. Schade!

Ausblick aus dem Burgturm

 

Die Burg Turaida

Als nächstes ging es zur Stärkung und zum Aufwärmen wieder zurück zu Leonards Wohnung. Als Abschluss des Tages haben wir noch eine Führung durch Riga bei Nacht bekommen. Plus einen schönen Ausblick aus einer Bar im höchsten Stockwerk eines Hotels. (Das war ein Geheimtipp 😉 Wir sind nur kurz hochgefahren um den Ausblick zu genießen und sind dann wieder runtergefahren :D) Schon auf den ersten Blick hatte die Stadt, besonders die Altstadt, ihren Charme. Und natürlich konnten wir Riga nicht verlassen ohne den typischen „Riga Black Balsam“ (lettischer Kräuterlikör) probiert zuhaben. Am Ende des Tages sind wir total müde aber extrem glücklich ins Bett gefallen. (Übrigens haben wir im „Riga Hostel“ übernachtet. Kleines, gemütliches Hostel, direkt am Bahnhof. Weiterzuempfehlen!)

Riger Altstadt

Der zweite Tag begann mit einem Besuch des Markts und der Markthallen. Wirklich beeindruckend was da alles verkauft wird (Eigentlich alles. Von Gemüse, über Fleisch, Süßigkeiten und Klamotten).

Die Obst- und Gemüse Markthalle

Danach ging es auf zur Stadtbesichtigung auf eigene Faust. 😉 Zum Mittag gab es typisch lettische Gerichte. Deftig, sattmachend aber super lecker. Und natürlich ein Glas „Black Balsam“ aber dieses Mal mit Cassis Geschmack. Besser als das normale 😀

Black Balsam. Lettischer Likör aus Kräutern, Blüten und Beeren

Gegen Abend haben wir uns wieder mit Leonard getroffen und die riesige Nationalbibliothek besichtigt. Beeindruckendes Gebäude von außen und innen!

Das ist die Rigaer Katze. 1909 wohnte in einem Haus ein reicher lettischer Kaufmann, der aber nicht in die Große Gilde aufgenommen wurde. Er war so beleidigt deswegen, dass er auf ein Dachtürmchen seines Hauses eine Katze stellte, die ihren Hintern der Großen Gilde zuwandte, um sein Unverständnis auszudrücken. 😀

 

Die Nationalbibliothek

Den Abend haben wir dann bei einer Pizza ausklingen lassen. 🙂

Montag war auch schon unser letzter (halber) Tag in Riga. Wir haben nur noch einmal die Markthallen besucht, etwas kleines eingekauft (lettische Schokolade „Laima“) und sind dann schon mit dem Bus weiter nach Vilnius gefahren.

Riga war wirklich schön! Auf jeden Fall einen Besuch wert, aber vielleicht eher im Sommer als im Winter, denn dann hat man mehr vom Tag, kann ans Meer fahren (ca 20 Minuten mit dem Bus) und noch viele weitere Attraktionen machen. 😉

 

Nach einer vier einhalb stündigen Fahrt in einem sehr bequemen Bus mit Bildschirmen, Filmen und Musik kamen wir in Vilnius an. Es war deutlich kälter als in Riga, also sind wir schnell zum Hostel gelaufen, was gleich am Eingang der Altstadt lag. Zum Abendessen haben wir uns mit Rebekka, einer kulturweit Freiwilligen in Vilnius, zum litauischen Abendessen getroffen. 🙂

Der nächste Tag fing mit einer Free Walking Tour (wie in Wroclaw) an. Wir waren eine bunt gemischte Gruppe aus Spaniern, Australiern, Ukrainiern und Franzosen. Die Tour war auf englisch und die Reiseführerin hat uns einmal quer durch die Altstadt und das Künstlerviertel von Vilnius geführt. 🙂 Wenn ihr mal in einer Großstadt seid, schaut nach, ob es solche Free Walking Tours gibt. Lohnt sich wirklich! Nachdem wir ca 2 Stunden durch die Stadt gelaufen sind mussten wir uns erstmal zum Mittag aufwärmen und stärken. Danach haben wir nur noch etwas die Stadt durchquert und uns am Abend in einer Bar niedergelassen.

Und so schnell kam auch schon der letzte Tag unserer Reise. Da unser Bus erst am Abend abfuhr haben wir unser Gepäck im Hostel gelassen und haben nochmal die Stadt durchquert. Doch zuerst Frühstück! 

Donuts!!

Muss man sich auch ab und zu mal gönnen 😉 Eigentlich sind wir nochmal die wichtigsten Punkte der Tour vom Vortag abgelaufen und haben Fotos gemacht. Dabei waren der Dom, der Drei Kreuze Berg, von dem man einen tollen Ausblick auf die Stadt hat, und das Künstlerviertel.

Der Präsidentenpalast von Litauen, Laisve bedeutet Freiheit und soll die verschiedenen Freiheitskämpfe Litauens darstellen.

 

Der große Dom in Vilnius. Sieht von außen eher aus wie ein Museum als eine Kirche

Auf dem „Drei-Kreuze-Berg“ in Vilnius. Toller Ausblick auf die Stadt!

 

Das ist die Verfassug des Künstlerviertels Uzupio in Vilnius. Müsst ihr euch unbedingt mal durchlesen! https://de.wikipedia.org/wiki/U%C5%BEupis

 Und mit einem leckeren georgischen Abendessen mit Rebekka und Barbara, einer kulturweit Freiwilligen in Riga, haben wir unsere Reise abgeschlossen.

Genauso wie Riga ist auch Vilnius auf jeden Fall einen Besuch wert! Sehr schöne Altstadt. 🙂

 

Zusammenfassend war es der hammer! Wir haben soo viel gesehen, tolle Städte besichtigt, andere Freiwillige getroffen und tolles Essen gegessen. 😀 So Städtereisen erschöpfen schon, da man jeden Tag auf den Beinen ist, aber dadurch sieht man unglaublich viel. Wirklich toll!!

Ich hoffe euch hat diese kleine Reise durch Riga und Vilnius gefallen. 🙂

 

Ganz ganz liebe Grüße aus Olsztyn

eure Bernadette

 

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