Ein Geburtstag im Ausland.

Normaler Tagesablauf: 6.00Uhr aufstehen, naja wird dann auch schonmal 6.30Uhr. In Hetze frühstücken, weil das Bett doch gemütlicher war. Dann ganz schnell fertig machen, denn der fast 30minütige Morgenmarsch zur Schule wartet. Tja dann beginnt die Schule und Abends wird dann nochmal gekocht, Netflix mehr oder weniger gesuchtet, nebenbei  werden noch einige Unterrichtssachen erledigt und ein paar Nachrichten mal beantwortet. Dann folgt halt der nächste Tag.

Ähnlich, komischerweise begann auch mein Geburtstag. Naja wundervoller Weise klingelte der Wecker erst um 7.00Uhr. Meinen morgendlichen Kaffee benötigte ich jedoch, denn ohne den bin ich einfach aufgeschmissen. Bis zu diesem Zeitpunkt gestehe ich ehrlich, war mir nicht bewusst, dass ich ab heute 19 Jahre alt bin. Ich schaue auf mein Handy und ab da ein kleiner Schock. Ich las wunderschöne Geburtstagsnachrichten, bekam das ein oder andere GeburtstagsVideo und noch schöner im Laufe des Tages führte ich mehr als 10 Telefongespräche. Doch am meisten muss ich dann doch gestehen, habe ich mich über die Geschenke aus Deutschland gefreut. Meine Familie sendete neben etlichen Süßigkeiten, auch meine geliebte Weihnachtsdeko. Naja und Janna (die in Neuseeland, 12 Stunden Zeitverschiebung, von mir ist) hatte mir doch tatsächlich mit Geschenken von einem Harry Potter Store aus London und einem kurzen Skype-Gespräch den Tag  versüßt.

Natürlich habe ich danach noch Zeit in der Schule verbracht. Auf meinem Schulweg liefen mir zwei Schülerinnen aus der Grundschule über den Weg und gratulierten mir tatsächlich. Zweiter Schock des Tages – Woher wussten sie das ich Geburtstag habe? Mein Ansprechpartner hatte mit ihnen das Geburtstagslied einstudiert… Eine Portion gute Laune und als mir dann wirklich noch ein Ständchen gehalten wurde, wurde ich zurückversetzt in die alte Schulzeit wo deine Klasse für dich gesungen hat und einem das doch irgendwie unangenehm war.

Mit ein paar Freundinnen habe ich nebenbei auch noch meinen selbstgebackenen Geburtstagskuchen geshared. Bis zu diesem Zeitpunkt, hat tatsächlich alles etwas befremdlich angefühlt. Einfach anders. Halt kein normaler Geburtstag.

Doch spätestens Zuhause, als mir meine Gastmama dann einen riesigen Kuchen und ein absolut umwerfendes Geschenk von meiner Gastfamilie übergeben hat, da ich realisierte ich dass ich tatsächlich Geburtstag hatte. Und die Tradition, dass einem am Ohr gezogen wird war sehr witzig.

Und so landete ich am Abend in einem Restaurant, genoß meine Penne 4Formaggi und unterhielt mich über die komischen Umwege, die man während seines Berufsleben mal so macht. Naja eine Architektin muss halt auch mal Mama und Psychologin spielen.

 

 

 

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