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Es weihnachtete sehr in Bischkek – С Новым годом!

Auch wenn ich über die Weihnachtsfeiertage nach Hause geflogen bin, war die Vorweihnachtszeit trotzdem sehr schön, wenn auch deutlich kürzer als in Deutschland. Aber das muss ja nichts schlechtes sein, wenn nicht schon ab September die Lebkuchen im Supermarkt auftauchen und man ab Oktober mit „Last Christmas“ beschallt wird.

Meine Weihnachtsstimmung wurde Anfang Dezember mit dem Weihnachtsmarkt, organisiert von der deutschen Botschaft in Bischkek, so richtig gegenwärtig. Ich hatte mich bereit erklärt an dem Tag zu helfen und die Kinder-Bastelecke zu unterstützen. Dabei habe ich wichtige russische Worte lernen können wie „Schere“, „Kleber“, „Schneeflocke“, „Schneemann“, „Tannenzapfen“ etc. Neben ständig eingeforderter Aufmerksamkeit „Смотри!!“ (Guck mal!!), wenn wieder ein Kunstwerk fertig war und der Sorge, dass sich irgendwer am Tisch festklebt, konnte ich den Tag auf jeden Fall auch genießen. Regelmäßig mit Glühwein und Essen von Freunden versorgt zu werden hatte schon was und die Kinder waren natürlich auch alle lieb und zuckersüß!

Hier ein paar Impressionen:

 

Nach und nach tauchten auch immer mehr Tannenbäume, geschmückte Häuser und Straßen auf, die ‚offizielle‘ Straßenbeleuchtung wurde angebracht und die großen Plätze ebenfalls mit Lichern und Tannenbäumen geschmückt – aber nicht für Weihnachten! Sondern für Neujahr / Silvester, welches hier das große Fest statt Weihnachten ist. Also strenggenommen alles gar keine Weihnachtsdekorationen.

Ich habe es mir aber nicht nehmen lassen einen minimalistischen Adventskranz für meine WG aufzustellen und habe auch einen Adventskalender gebastelt. Die Fragen nach 24 verschiedenen Arten Konfekt mit Schokolade und Waffel im Süßigkeitenladen war für die Verkäuferin ein wenig irritierend haha.

In meiner WG haben wir auch eine Weihnachtsparty organisiert, unter dem Motto „Make Christmas Great Again!“. Es gab Hot Apple Cider, Glühwein und es wurde getanzt, bis der Kronleuchter des Nachbarn unter uns gewackelt hat 😀

Natürlich gab es vor allem bei deutschen Organisationen diverse Weihnachtsfeiern. So wurde ich auch zur Weihnachtsfeier des deutschen Lehrstuhl an der Kirgisischen Technischen Universität eingeladen. Als ich kurz vor Beginn am eigentlichen Lehrerzimmer ankam, fand ich dort nur zwei Lehrkräfte, die ein typisch kirgisisches Riesenbuffet aufbauten und wurde von ihnen zur großen Aula geschickt. Dort fand die Weihnachtsfeier statt: Rappelvoll mit Studenten und wichtigen Gästen, u.a. der neuen deutschen Botschafterin in Bishkek. Fast zu spät und natürlich mal wieder spektakulär underdressed im Vergleich vor allem zu den Lehrkräften und StudentInnen, wurde mir zu meiner Überraschung sogar ein Platz in der ersten Reihe zugewiesen! Die Weihnachtsfeier wurde in kürzester Zeit von den Studenten auf die Beine gestellt, die verschiedenen Deutschgruppen präsentierten Sketche und kleine Theaterstücke oder Lieder rund um Weihnachten. Wahrscheinlich werde ich nie wieder klassisch deutsche Weihnachtslieder wie ‚Stille Nacht, heilige Nacht‘ so frei interpretiert hören wie an diesem Abend ;). Außerdem wurde auch viel getanzt, von klassischen kirgisischen Tänzen bis zu einer Choreografie zum Weihnachtssong von Sido war alles dabei. Leider sind die Videodateien zu groß für den Uploader hier 🙁 Aber ein paar Fotos habe ich trotzdem:

Nach Weihnachten ging es für mich recht schnell wieder zurück nach Bischkek, denn bei dem wichtigsten Fest Neujahr ( Новый Год )  wollte ich natürlich gerne wieder vor Ort sein. Auch wenn es keine rauschende Partynacht war, war die Atmosphäre insgesamt deutlich feierlicher als Silvester in Deutschland.

Hier sieht man die Dekorationen am zentralen Ala-Too-Platz:

Dort gab es dann um Mitternacht ein Feuerwerk und vorher verschiedene Konzerte. Meine China-Wunderkerzen vom Osch Basar waren allerdings weniger beeindruckend als das große Feuerwerk 😀 Garantiert nicht TÜV-geprüft.

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