Сказка – der märchenhafte Issyk Kul und die Präsidentschaftswahl

Der Issyk Kul ist der zweitgrößte Gebirgssee der Welt und nachdem ich ihn von und nach Karakol aus bereits aus der Ferne bewundern konnte, sollte ich jetzt noch einmal an ‚das kirgisische Meer‘ kommen.

Da mein kirgisischer Mitbewohner Arslan noch in seinem Heimatdorf am Südufer des Sees registriert ist, musste er dorthin, um am Sonntag den 15. Oktober den neuen kirgisischen Präsidenten zu wählen. Er hat uns (Anton und mich) also eingeladen mitzukommen.

Samstag, 14.10.2017

Mittags ging es los zum mir mittlerweile gut bekannten neuen Bus/Autobahnhof, um von dort aus eine Marschrutka zu nehmen. Etwa 5 Stunden später strandeten wir im ersten Halt Bokonbai (боконбай), da wir die einzigen waren, die nach Kaji-Sai (Кажы-Сай) weiter wollten. Also ging es nochmal in ein Taxi, sodass wir am späten Nachmittag in der Dämmerung den Ort erreichten. Nachdem wir eine Unterkunft für die Nacht gefunden hatten (was außerhalb der Urlaubssaison im Oktober tatsächlich nicht soo einfach ist), haben wir etwas zu Abend gegessen und dann eine kalte Nacht in den ungeheizten Zimmern verbracht.

Sonntag, 15.10.2017

Wahltag! Erst frühstückten wir bei unserer äußerst netten Gastgeberin riesige Äpfel und Hefebrötchen mit Honig, bevor wir direkt den wichtigsten Teil unserer Reise erledigten: Wählen gehen! Wobei das ja nur für Arslan galt, weniger für uns. Trotzdem war es spannend die Wahl mitzubekommen. In dem Rest der Welt ist diese Wahl nun aber im Medienrummel um die österreichische Wahl untergegangen, aber immerhin: Ich war dabei! Beim ersten friedlichen Machtwechsel seit der Unabhängigkeit Kirgistans! Wer mehr Infos zur Wahl in Kirgistan haben möchte, kann sich hier ins Thema einlesen (auf Deutsch!).

Für die Wahl sind wir vom Ortsteil am See, der eher touristisch ist, in den tatsächlichen Ort weiter Richtung Berge gegangen, es waren etwa 15 Minuten zu Fuß. Am Wahlbüro wurde laute Musik gespielt und die Stimmung war entspannt, die Menschen haben sich außerdem richtig schick gemacht, um Wählen zu gehen.

Nachdem der wichtige Teil von Arslan erledigt wurde, hat er uns sein Heimatdorf gezeigt, Plätze die für ihn Bedeutung haben und ganz viel darüber erzählt, hier der Versuch das ganze in Kürze wiederzugeben: Der Ort war einmal sehr viel größer bzw. bevölkerungsreicher, zu Sowjetzeiten mit vielen Russen und auch Deutschstämmigen. Tatsächlich war der Ort aber auch mal Sperrgebiet, da direkt nebenan Uran abgebaut wurde. Am Issyk Kul wird derzeit der Tourismus eher im Norder gefördert oder breitet sich stärker aus, weswegen es am südlichen Ufer viele verlassene oder halbfertige Hotel-/Ferienanlagen gibt.

Nachdem wir uns Kaji Sai angeschaut hatten, gingen wir dann endlich, übrigens bei schönstem Sonnenschein und Oktoberwetter zum See! Ganz gebadet habe ich zwar nicht, aber immerhin mal die Füße reingehalten!

Nach ein wenig faulem Strandtag-Dasein sind wir noch entlang des Sees etwas gewandert und auf eine Art Aussichtspunkt, bevor uns die Fahrt zurück nach Bischkek erwartete.

Ab jetzt lasse ich einfach die Bilder für sich wirken:

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