Brașov: Dragoste la prima vedere und auf den Spuren der Geschichte

dsc_4476-2Hallo ihr Lieben,

ich habe mich verliebt! Und zwar in Brașov, auf Deutsch auch Kronstadt genannt. Schon vor drei Wochen habe ich dort mit meinem Freund ein verlängertes Wochenende verbracht. Da ich aber leider keine Bilder in der letzten Woche hochladen konnte, seht ihr es erst jetzt. Und mit den Bildern werdet ihr hoffentlich verstehen, warum ich diese Stadt so toll finde!

Viele meiner rumänischen Bekannten, hatten mir geraten nach Brașov zu fahren, es sei einer der schönsten Städte in Rumänien und ihre Lieblingsstadt – und das kann ich komplett nachvollziehen. Brașov liegt in Transsilvanien (dt. Siebenbürgen) in den Ausläufern der Karpaten. Die Stadt ist besonders geprägt durch die große ungarische Minderheit und die nur noch kleine deutsche Minderheit, die dort leben. Deswegen möchte ich euch kurz einen kleinen Einblick in die Geschichte Rumäniens geben.

Im Jahr 1211 überließ der ungarische König Andreas II dem deutschen Ritterorden das Burgenland, um die Grenze der Karpaten zu sichern. Dieser Orden gründete daraufhin eine Siedlung und holte Siedler aus dem Rhein- und Mosetal ins Land, die sogenannten Siebenbürger Sachsen. Daraus entwickelte sich eine königliche Freistadt, die seit 1251 Kronstadt heißt, die sich im 16 Jahrhundert zum religiösen und kulturellen Zentrum der Region entwickelte. In der Schwarzen Kirche, auch Biserica Neagrăfand 1542 der erste lutherische Gottesdienst in deutscher Sprache statt. 1689 wurde Kronstadt dann von habsburgischen Gruppen in Brand gesteckt. Die Bevölkerung behielt trotz Verfolgungen unterschiedlicher Mächte aufgrund ihres protestantischen Glaubens bis zur österreichisch-ungarischen Monarchie 1867 eine gewisse Autonomie. Seit 1920 gehört Brașov zu Rumänien. Bis zum 19. Jahrhundert stellten die Siebenbürger Sachsen die Bevölkerungsmehrheit, doch führten Flucht und Vertreibung am Ende des zweiten Weltkriegs und die Auswanderungswelle in den 70er Jahren im Kommunismus dazu, dass heute dort nur noch circa 1000 Deutsche leben.

Bei der Erkundung der Altstadt fallen einem deswegen noch viele Straßenschilder und Beschriftungen auf Deutsch auf.

Nun aber genug geschrieben, jetzt lasse ich die Bilder sprechen.

dsc_4373Die Biserica Neagră

dsc_4376Das ehemalige Rathaus (Casa Primăriei), welches heute die Touristeninformation und das Historische Museum beherbergt

dsc_4378-2Im Hintergrund der Hausberg Tâmpa mit dem Brașov-Schild

dsc_4393Blicke von oben – hoch ging es mit der Seilbahn, runter circa 1 1/2 h in Serpentinen zu Fuß

dsc_4396dsc_4400Hinter dem Brașov Schilddsc_4411-2

dsc_4414Der Piața Sfatului

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dsc_4443Der Blick von der ehemaligen Stadtmauer und dem Tumul Alb und Tumul Negru von der anderen Seite

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dsc_4476-2Ein paar Sonnenstrahlen

dsc_4496Ein ehemaliges Stadttor

dsc_4509Die Weberbastion, in der sich heute das Stadtmuseum befindet

dsc_4510Wohl einer der schönsten Tennisplätze – ob der noch genutzt wird, wissen wir allerdings nicht

Kulinarisch haben wir dort neben ein paar typisch Rumänischen Spezialitäten wie Mici oder Sarmale und auch einiges Ungarisches probiert. An einem kleinen Stand auf dem Marktplatz haben wir Kürtőskalács gekauf. Und am Samstag Abend waren wir  mit fünf anderen rumänischen Freiwilligen, die zufällig auch dort waren, und einem deutschen Lehrer in einem ungarischem Restaurant, was wirklich lecker war und ein sehr schöner Abend. Vielen Dank hierbei noch mal an Carol!

În final, ceva în limbă Româna. Brașov este foarte frumos, și mi-a plăcut bine. A fost dragoste la prima vedere. O să vin înapoi! Mulțumesc!

Dieses Wochenende geht es für mich wieder nach Siebenbürgen, erst nach Sibiu zu Johanna und danach werden wir dort in einem sehr kleinen Dorf unser Zwischenseminar haben!

Pa Pa Pa Ilka

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