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Wochenende mit Johanna 

Nun bin ich mit dem Blogschreiben doch etwas ins Hintertreffen geraten. Wenn ich auf die letzten zwei Wochen zurückblicke, ist das allerdings auch kein Wunder. „Gestern“ saß ich noch mit meinen Schülerinnen im Deutschraum in Kaaga und heute ist schon fast der dritte Advent. Unglaublich! Es ist aber auch so viel passiert. Eigentlich sogar zu viel für einen Blogeintrag. Deshalb möchte ich das Geschehe wieder auf verschiedene Beiträge verteilen.

Part 1: Wochenende mit Johanna 

Ich saß gerade im Goethe Institut und war auf der Suche nach neuen potenziellen deutschen Partnerschulen für Ostafrika (wer eine interessierte deutsche Schule kennt, darf sich gerne bei mir melden), als Johanna ins Büro kam. Vor ihrem Rückflug nach Deutschland wollte sie noch ein Wochenende in Nairobi verbringen. Und so gingen wir zusammen mit Viktoria im Java House (das „kenianische Starbucks“) etwas essen, was unglaublich lecker war. Danach machte ich mich – mal wieder – auf den Weg zum Immigration Office, wohin Johanna mich freundlicherweise begleitete. Die Beantragung des Work Permits und somit auch die Verlängerung des Visums ist gar nicht so einfach wie gedacht. Lange Schlangen und nicht gerade die freundlichsten Mitarbeiter erleichtern den Prozess leider nicht gerade. Aber wie dem auch sei.

Nach der Arbeit ging ich dann mit Johanna zu einem Stoffladen. Die Stoffe waren dort bis zur Decke gestapelt und die Farbpracht einfach nur beeindruckend. Da es draußen zu regnen begann, nahmen wir uns eine Menge Zeit und stöberten durch die unzähligen Stoffe. Schließlich wurde noch ein bisschen verhandelt und schon waren unsere Taschen ein bisschen schwerer. Ich möchte mir in Meru aus meinem Stoff ein Kleid nähen lassen, Fotos werden natürlich folgen.

Und dann ging’s mit dem Bodaboda zurück zum Goethe Institut, wo im Auditorium noch ein Konzert stattfinden sollte. Jedoch trafen wir dort auf Zack, einen Freund von Johanna, der uns eine Bar auf der anderen Straßenseite zeigte, wo sich jeden letzten Freitag im Monat der Deutschclub trifft. Es waren etwa 35 junge Leute, die alle am Goethe Institut Deutsch lernen bzw. gelernt haben. Da sieht man mal wieder die kenianische Spontaneität. Jedenfalls war es eine echt nette Gruppe und wir haben uns gut unterhalten. Später sind wir dann nochmal rüber zum Konzert gegangen. Dieses hat uns allerdings nicht so zugesagt, sodass wir zu Johannas Wohnung fuhren und uns dort noch lange unterhielten.
Am Samstag verabredeten wir uns am Yaya Center, um gemeinsam zur deutschen Botschaft zu fahren, wo ein Weihnachtsmarkt stattfand. Neben zahlreichen bunten Taschen, Schmuck und Marmelade wurden außerdem Spekulatius, Lebkuchen und Adventskalender und -kränze angeboten. Nur der Glühwein fehlte uns ein wenig. 😀 Dort haben wir auch einige Deutsche getroffen, die z.T. mit ihren Kindern in Nairobi leben.

Nach einer kleinen Kuchenstärkung machten Johanna und ich uns dann auf den Weg in die Stadt. Wir fuhren auf den KICC Tower hoch, von wo man einen guten Blick über die ganze Stadt hat und schlenderten dann über den Massai Market (ein riesiger Markt, wo Stoffe, Holzskulpturen, Schälchen, Schmuck u.s.w. verkauft werden). Das war wirklich beeindruckend, aber auch echt anstrengend, da man im Sekundentakt von irgendwelchen Verkäufern angesprochen wird.

Und so suchten wir danach im Uhuru Park ein wenig Ruhe, wo wir mit einem Tretboot über den See fuhren. Das war ein sehr gelungener Abschluss einer schönen kleinen „Sightseeing Tour“ durch Nairobi. Da sich der Himmel nun etwas zuzog, machten wir uns mit dem Bus auf den Weg zu mir nach Hause, wo wir Chapatis kochten und diese mit Dengu aßen. Super lecker! Schließlich verabschiedete ich Johanna und packte meine Sachen für den anstehenden Ausflug zum Naivasha See. Die Zeit mit dir, Johanna, war wirklich sehr sehr schön, danke dafür!

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