Der erste Teil der DSD I – Prüfungen ist geschafft

Schon seit Wochen haben sich die Schüler*innen auf diese Prüfungen vorbereitet, hatten AGs und zusätzlichen Unterricht für das Fach Deutsch, haben Texte zu verschiedensten Themen geschrieben, sich viele schwierige Vokabeln zum neuen Thema angeeignet und viele Hörverstehensübungen gemacht. All dies war die Vorbereitung auf die DSD I Prüfungen, die gerade stattfinden.

Das ist das „Deutsche Sprachdiplom“ auf der Stufe A2-B1. Das ist ein Diplom wie DELF für Französisch und Cambridge für Englisch und ist eine Stufenprüfung, also kann man nicht nur die Prüfung bestehen, wenn man in allen vier Teilen (Leseverstehen, Hörverstehen, schriftliche und mündliche Kommunikation) das Niveau B1 hat, sondern auch, wenn man z.B. beim Hören das schlechtere Niveau hat, aber noch A2, dann bekommt man das Zertifikat mit A2 Niveau.

An diesem Mittwoch fanden die schriftlichen Prüfungen statt, d.h. die Schüler*innen mussten ihre Kenntnisse im Bereich Hörverstehen, Leseverstehen und bei der schriftlichen Kommunikation zeigen.

Beim Hören gibt es verschiedene Aufgabentypen. Eine ist z.B. dass eine Situation sprachlich dargestellt wird und die Schüler*innen das passende Bild zu der Situation von drei zur Auswahl stehenden finden mussten. Eine andere Aufgabe war, dass fünf Meinungen vorgestellt wurden und die Schüler*innen sagen mussten, welche Überschrift von den zur Auswahl stehenden am besten zu dem gehörten Text passt. Dabei steigert sich die Anforderung an den Schüler*innen bei den Aufgaben vom A2 Niveau zum B1 Niveau hin. Das kann man sich so vorstellen,dass am Anfang noch alle Antwortmöglichkeiten benutzt werde und bei den späteren Aufgaben einzelne Antwortmöglichkeiten nicht benutzt werden oder eine Aussage keine passende Antwort hat. Dieser Teil dauerte ca. 45 min.

Danach folgte das Leseverstehen. Dabei wurden dem Schüler*innen fünf Texte gegeben und dann gab es entweder Multiple-Coice Aufgaben oder Aufgabentypen zum Finden der passenden Überschriften.

Und zuletzt folgte die schriftliche Kommunikation. In diesem Teil haben die Schüler*innen fünf Aussagen zu einem Thema bekommen und mussten zuerst die Hauptaussagen zusammenfassen, dann von ihren eigenen Erfahrungen berichten und zum Schluss Vor- und Nachteile zu dem Thema finden.

Die mündliche Prüfung folgt nun am Wochenende bzw. in der nächsten Wochen.

An beiden Schule gibt es für die Vorbereitung eine AG, um mit den Schülern*innen die geforderten Aufgabentypen zu üben und verschiedene Modelltests zu machen. Sie haben sich über mögliche Themen für die schriftliche Kommunikation, wie z.B. Umwelt und Soziale Medien ausgetauscht und Vor- und Nachteile gesucht. Außerdem habe ich viele Texte von ihnen gelesen und auch teilweise korrigiert. Aber meine Hauptaufgabe war die mündliche Kommunikation, weil ich beim Leseverstehen immer nur begrenzt helfen konnte, weil dabei nur nach Vokabeln gefragt wurden und meine Griechischkenntnisse noch nicht so weit ausgereift sind, als dass ich die ganzen Wörter schon auf griechisch kenne. Aber manche Wörter kann man dann ganz gut mit anderen deutschen Wörtern umschreiben.

Für die schriftliche Kommunikation haben die Schüler*innen auch oft sogenannte „Wie schreibe ich das mit anderen Worten?“-Übungen gemacht. Dabei sollte ich dann auch immer eine Variante sagen, wobei mir das manchmal auch echt schwer fiel, weil ich es dann manchmal so kompliziert machen wollte und die Schüler*innen dann manche Worte nicht kannten oder mir einfach nicht für ein Wort ein Synonym eingefallen ist, weil ich dann es zu genau machen wollte. Das ist schwieriger als man denkt, ein Synonym zu einem Wort aus dem Stehgreif zu finden, wenn man das nicht dauerhaft macht. (Nicht, dass ich das jetzt könnte, aber ich denke, mit ein bisschen Übung wird man immer besser.) Irgendwie kommt das bei mir häufiger vor, wenn ich zu viel über eine Sache nachdenke, dann hört es sich auf einmal richtig falsch an, obwohl es eigentlich richtig ist. Oder wenn ein Lehrer*in fragt, ob es „in“ oder „auf“ heißt, muss ich mir meist erst einen Satz bilden, damit ich mir sicher bin, dass nur das eine geht oder dass beides richtig ist. Und dann denke ich auch selber darüber nach, ob das so Sinn ergibt, wie ich das jetzt gesagt habe und hinterher bin ich mir manchmal einfach unsicher. Manchmal kommt das auch bei ganz banalen Dingen, wie bei der Rechtschreibung, vor, wo ich mir dann erst selbst überlegen muss, wie ich es schreiben würde, oder was vielleicht besser und richtiger aussieht. Aber am Computer gibt es ja auch noch eine Rechtschreibkorrektur, die einem da manchmal auch helfen kann.

Insgesamt sind aber die schriftlichen Prüfungen ganz gut gelaufen. Einzig bei dem Hörverstehen gab es ein paar Probleme, aber ich habe gehört, dass das die letzten Jahre für die Schüler*innen auch immer schon am schwierigsten war, weil man das so viel üben muss und eigentlich gar nicht so viel Zeit im Unterricht dafür ist.

1 Comment

  1. Gisela Gietsberg

    Liebe Carolin, vor einem Jahr hast Du auch noch viel lernen müssen für dein Abi und hast es dann super absolviert! Jetzt hilft Du griechischen Schülern in Deutsch und das ist auch nicht immer so einfach, aber Du machst das schon! Oma 👵 Gisela 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.