Begegnungen mit „Deutschem“

Ich sitze gerade in der Schule, habe meine Mittagspause, wonach nur noch die AG für das A2 Niveau stattfindet, und denke darüber nach, dass die Hälfte meines Freiwilligendienstes nun um ist, denn es ist schon der 3. März. Ein Teil meiner Mitfreiwilligen hier in Athen sind jetzt schon in Deutschland, hatten bereits ihr Nachbereitungsseminar, frieren bestimmt bei der Kälte, die zur Zeit in Deutschland herrscht, wobei hier in Griechenland immer noch 10-15°C sind und es dieses Wochenende sogar richtig sommerlich mit knappen 20°C sind.

In den letzten Monaten entdeckte ich nicht nur griechische Bräuche und Sitten, sondern man stand auch immer wieder „Deutschem“ gegenüber. So sieht man auf den ersten Blick deutsche Touristen und deutsche Bücher in den Museumsshops. Man begegnet Verkäufern, die ein paar Worte Deutsch sprechen können, damit man ihre Ware kauft und nicht die im Laden nebenan. Dann bin ich natürlich dauerhaft von der deutschen Sprache und deutschen Mitfreiwilligen umgeben. So habe ich zum Deutschen nicht nur Kontakt in meiner Freizeit, sondern besonders auch bei meiner Arbeit, bei den Unterrichtsstunden. Letztens gab es sogar einmal extra für die 2. Klasse zum Mittagessen Wiener Würstchen mit Pommes zum Kennenlernen von typisch deutschem Essen. Leider konnte ich nicht selbst dabei sein, weil ich an dem Tag an meiner anderen Schule gearbeitet habe.

 

Wenn man nun genauer hinsieht, entdeckt man griechische Wörter, die wie die Deutschen sind und nur komisch geschrieben aussehen, wobei diese wahrscheinlich eher vom Griechischen ins Deutsche übernommen wurden, aber egal. Ein Beispiel ist „Πανόραμα” – “Panorama“ oder „Πρόγραμμα” – “Programmoder „Ραντεβού” – “Rendezvous“ oder Namen, wie z.B. „Κατρίν” – ”Kathrin“ oder „Μιχαήλ” – “Michael“.

Außerdem gibt es in vielen Reisebussen deutsche Ausstattung und Schilder, weil sie vielleicht vorher mal in Deutschland fuhren… Wer weiß? In der Metro sieht man Schilder von Siemens und im Supermarkt gibt es nur überteuerte Haribo-Packungen, die auch ca 1€ kosten, wo aber nur weniger als die Hälfte drin ist, wie in Deutschland. Da wurde mir erst richtig klar, wie deutsch die Haribo doch sind. Auch ist unser Verhalten manchmal oder auch öfter „deutsch“, z.B. beim Bezahlen im Restaurant, obwohl wir uns mittlerweile an die griechische Weise angepasst haben, dass wir ganz viele Kleinigkeiten bestellen und jeder von allem isst und hinterher nur die Rechnung durch die Personenanzahl geteilt wird und das Trinkgeld auf dem Tisch liegengelassen wird.

Nun noch ein neuer griechischer Brauch im März. Und zwar tragen im März alle ein rot-weißes Bändchenarmband. Dieses soll die Menschen vor starken Verbrennungen von der Sonne schützen und wird bis Ostersonntag getragen. Und da es noch Anfang des Monats ist, wünschen sich alle „Καλό μήνα”, also einen guten Monat.

 

1 Comment

  1. Gisela Giersberg

    Liebe Carolin, ja die Hälfte deiner Zeit in Griechenland ist schon vorbei und Du hast ja schon einiges von Griechenland gesehen und griechische Bräuche erfahren. Mach weiter so, es gibt bestimmt noch einiges zu erfahren, was Du noch nicht kennst! Schöne Woche! Oma 👵 Gisela 

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