„Χριστούγεννα” – das griechische Weihnachten

Καλά Χριστούγεννα!“ – „Fröhliche Weihnachten!“

Weihnachten bzw. Christougenna“ gehört in der orthodoxen Kirche zu den fröhlichsten Feiertagen und dauert 12 Tage an, bis zum 06.01., dem Tag der Heiligen Theophanie (Heilige Drei Könige). Für diese Tage gibt es zahlreiche alte Traditionen, aber auch neue Bräuche, die aus anderen Kulturen übernommen wurden.

So gehört der Weihnachtsbaum eher zu den neu übernommen Bräuchen, denn traditionell wird in der Vorweihnachtszeit ein Schiff mit Lichterketten geschmückt. Diese alte Tradition gedenkt auf der einen Seite St. Nikolaus und auf der andern Seite die Seefahrer, die Weihnachten auf See ohne ihre Familie verbringen mussten. Auch ein neuer Brauch ist es, an Weihnachten Truthahn zu essen.

An Heiligabend gibt es in Griechenland traditionell noch keine Geschenke, denn diese werden erst am 01. Januar gebracht, aber die Kinder gehen auf die Straßen und ziehen von Haus zu Haus und verbreiten die Nachricht von Christi Geburt. Sie singen die „Kalanta“, Weihnachtslieder, die sich von Region zu Region unterscheiden aber alle von der „Guten Nachricht“ handeln. Dafür bekommen die Kinder traditionell Süßigkeiten aber neuerdings manchmal auch ein wenig Geld. Auch an Sylvester ziehen die Kinder noch einmal von haus zu Haus und singen, während sie traditionell von einer Triangel begleitet werden. Man könnte fast sagen, dass das wie unser Laternensingen ist, nur zu einer etwas späteren Zeit und zu einem anderen Anlass.

Ebenfalls an Heiligabend wird ein Kaminfeuer mit besonders schönem Holz in jedem Haus entzündet, damit, laut dem Brauch, das Christkind in seiner Krippe warm bleibt. Auch soll dieses Feuer die „Kalikatzari“ fernhalten. Dies sind lästige, kleine Gnome, die eigentlich in der Unterwelt leben, aber in der Weihnachtszeit auf die Erde kommen. Sie dringen laut dem Brauch nachts in die Häuser ein und naschen die Weihnachtskekse und verwüsten das Haus. Um dies zu verhindern, ist es in manchen Regionen Brauch den Kamin 12 Tage lang brennen zu lassen. Zu Theophania verschwinden sie wieder in der Erde.

Ein anderer sehr traditioneller Brauch zu Neujahr ist der Anschnitt der „βασιλóπιτα“ (St. Vasil-Kuchen oder Neujahrskuchen). Denn in einem Stück des Kuchen ist eine Münze versteckt, wer diese in seinem Stück findet, wird als Glückspilz im nächsten Jahr angesehen.

Wie ich selbst die Vorweihnachtszeit in Athen verbracht habe und wie weihnachtlich die Stimmung auf allen Straßen ist, könnt ihr in meinem nächsten Blogeintrag lesen. Bis dahin ein schönes 3. Adventswochenende!

2 Comments

  1. Giersberg

    Liebe Carolin, hast Du interessant beschrieben, wie das Weihnachtsfest in Griechenland abläuft! Ist ja doch ein wenig anders als bei uns! Ich wünsche Dir einen schönen 3. Advent und freue mich auf ein Wiedersehen ❤️🎁❤️ Oma Gisela 

  2. Petra

    Liebe Carolin,
    ich finde es sehr interessant, etwas über die unterschiedlichen Bräuche zu erfahren und die kleinen Geschichten, die dahinter stecken, wie z.B mit dem Kaminfeuer, welches brennt, damit dem Kind in der Krippe nicht kalt wird….
    Auch die Münze im Kuchen finde ich super… ist ja fast so wie mit dem Kirschkern, welcher ja doch oft in einer Kirsche im Kuchen ist😉
    Genieß noch die letzten Tage der Vorweihnachtszeit!
    😘

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