Die Zeit, die immer zu schnell vergeht

„Jede Zeit ist umso kürzer, je glücklicher man ist.“
Gaius Plinius Secundus Maior, röm. Gelehrter

Wer kennt das nicht noch aus der Schulzeit. Das Wochenende ist immer viel zu schnell vergangen, der Montag kam immer viel zu früh, man hat nichts am Wochenende geschafft und dann ist die „freie Zeit“ schon wieder vorbei, bevor sie richtig angefangen hat.

So kann man sich das vorstellen, wie es bei mir gerade aussieht. Ich bin gerade einmal drei Woche an den Schulen gewesen, hatte gerade Wochenende und wie man sich vorstellen kann, sind zwei Tage natürlich viel zu kurz, um sich ganz Athen und die Umgebung anschauen zu können.

Auch wenn ich mit den anderen Freiwilligen in den ersten Tagen bis zum ersten Arbeitstag versucht habe, uns so viel wie möglich anzuschauen, haben wir nicht einmal annähernd alles geschafft. Wir haben mittlerweile viele der wichtigsten Sehenswürdigkeiten besichtigt, obwohl wir noch nicht auf der Akropolis waren, sie aber schon von allen Seiten betrachtet haben. (Unser Plan ist es, die Akropolis in der Wintersaison, bei freiem Eintritt und mit nicht so vielen Touristen besuchen zu können. Mal sehen, wie gut sich der dritte Teil des Plans umsetzen lässt…) Ich bin schon in vielen Athenern Stadtvierteln gewesen, wofür wir einfach von der Wohnung auf gut Glück losgelaufen sind und etwas Neues sehen wollten, wir aber immer wieder an der gleichen Stelle herauskamen. Zur Orientierung war dies vorteilhaft, aber nicht um etwas Neues zu entdecken. Außerdem war ich schon in mehreren Museen, wie z.B. im Archäologischen Nationalmuseum, im Akropolismuseum (sehr sehenswert, konnte mir bei einem Besuch gar nicht alles ansehen) und im Jüdischen Museum Griechenlands (auch sehr interessant, kann ich nur empfehlen). Das war allerdings erst ein Bruchteil der Museen, die es alle in Athen gibt.

Die Akropolis bei Tag

Aber nicht nur in Athen ist es sehr interessant, sondern genauso die Umgebung. Deshalb haben wir Freiwilligen uns am ersten Wochenende auf den Weg zum Kap Sounion gemacht. Das ist die südlichste Spitze Attikas, man kann dort im Meer baden und dort steht der Tempel des Meeresgottes Poseidon. Zwar gibt es vor Athen auch Badestrände, aber vor Athens Küste ist ein paar Tage zuvor ein Öltanker gesunken. Aber mit dem Bus war Kap Sounion in guten zwei Stunden zu erreichen, wobei der Weg fast die ganze Zeit an der Küste entlang führte und man einen tollen Ausblick hatte. Vor Ort hatten wir sehr viel Glück, weil an diesem Tag freier Eintritt zum Tempel war und wir deshalb einmal am Mittag und einmal beim Sonnenuntergang auf das Gelände konnten (der Sonnenuntergang war sehr schön, jedoch war es mit Touristen überfüllt). Zwischendurch waren wir dann in einer schönen Bucht das erste Mal im Meer baden (bei immer mindestens 30 Grad Celsius jeden Tag, wurde es auch höchste Zeit).

An einem anderen Tag habe ich mich mit zwei anderen Freiwilligen Korinth angeschaut (ca. 70 min von Athen mit dem Bus entfernt). Zuerst haben wir uns die Ausgrabungen von Ancient Corinth angeschaut. Darauf wollten wir eigentlich zur Akrokorinth. Das wäre nur 4 km den Berg hinauf gewesen, aber wir dachten wir könnten dieses Stück einmal wandern (bzw. einen großen Spaziergang dorthin machen), aber leider hatte es schon geschlossen, was zum Glück schon unten am Berg stand und wir nicht unnötiger Weise die 4 km hinauf gewandert sind. Deshalb sind wir dann zurück in die Innenstadt und zum Hafen gegangen, was etwa 7 km lang war (also im Endeffekt haben wir einen viel größeren Spaziergang gemacht, als wir geplant hatten).

Weil es einfach so viel zu sehen gibt, haben wir eine To-do Liste für Ausflugsziele erstellt:

1. Nafplio (wärmstens von einem meiner Kollege empfohlen)

2. griechische Inseln besuchen (Rhodos, um eine Mitfreiwillige zu besuchen, und sonst mal sehen, welche Inseln es werden)

3. Meteora Klöster

4. Marathon (und dann die 42 km nach Athen zurück joggen bzw. wandern)

5. Olympia

6. …

(Bis jetzt enthält die Liste nur uns schon bekannte Ziele, es kommen bestimmt noch mehr dazu.)

Mal sehen, was ich davon alles in einem Jahr schaffe… Es wäre jedoch sehr schön. So viel wie möglich von Griechenland zu sehen (auch unter dem Aspekt, dass ich zuvor noch nie in Griechenland war und ich jetzt die Gelegenheit dazu habe. Also warum sollte ich sie dann nicht nutzen?

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