1. Arbeitstag

Zuckerschock. So lässt sich jedenfalls der Morgen meines ersten Arbeitstages zusammenfassen. Und zwar liegt das nicht nur daran, dass ich diesen im Kindergarten mit ungefähr 25 Fünf- bis Sechsjährigen beginnen durfte, sondern, dass der sogenannte „Dia del estudiante“ (Tag des Schülers) vorgefeiert wurde. Ein Feiertag, der ebenfalls den Frühlingsanfang verkündet und auch als Tag der Liebe und Freundschaft bekannt ist. Auf diese Weise wurde der Vormittag zu einer einzigen Fiesta: Wir befüllten von den Betreuerinnen mühevoll gebastelte Eimer mit Süßigkeiten, aßen selbst welche, sangen und tanzten. Die Krönung stellte neben Wackelpudding, Schokobonbons und Waffeln mit Marshmallows schließlich eine riesige blaue Sahnetorte dar. An dieser Stelle sei gesagt, dass ich den Begriff „Zuckerschock“ nicht im eigentlichen Sinne verwende, da mein Blutzuckerspiegel nach diesem Morgen wohl alles andere als zu niedrig war.

Am Nachmittag in der Schule wurden (glücklicherweise) keine Süßigkeiten verteilt, stattdessen durfte ich den Schülern bei ihren Deutschaufgaben und dem Lehrer beim Korrigieren derer behilflich sein. Insgesamt wurde ich sowohl von den Erwachsenen als auch den Kindern sehr herzlich aufgenommen, was meine Vorfreude auf meine kommenden Arbeitsstunden und -tage nur steigert!

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