Perspektivenwechsel

„Was soll das?“

Auch ich habe mir vor und während des Vorbereitungsseminars (01.09. – 10.09.16) diese Frage gestellt. (Post-)Kolonialismus, Rassismus, Sexismus. Inwiefern sollte ich mich in diesen Themen wiederfinden und davon betroffen sein?

Indem wir uns in den wenigen Tagen aktiv mit unserer Vorgeschichte beschäftigt haben, gewohnte Strukturen aufgezeigt und aufgebrochen und unsere eigene Position in der Gesellschaft kritisch reflektiert haben, wurde uns vor Augen geführt, dass wir durch unsere Sozialisation bestimmte Blickwinkel und Normen erlernen, die uns oft auch unbewusst prägen. Durch sie haben wir gelernt, andere Menschen und Gesellschaften auf eine bestimmte Art wahrzunehmen und ihnen entsprechend zu begegnen.

Auf dem Seminar wurden uns keine ultimativen Lösungsvorschläge unterbreitet – die gibt es auch nicht – ,aber unser Bewusstsein geschärft, damit wir nicht blind in unseren gewohnten Strukturen verharren, sondern mit offenen Augen auch mal die Perspektive wechseln! Und wenn man sich in Bezug meines 1. Blogeintrages einen Perspektivenwechsel vornimmt und nicht wie gewohnt von vorne nach hinten liest, sondern von hinten nach vorne….ja seht selbst, was dann geschieht.

An dieser Stelle möchte ich noch darauf hinweisen, dass alles, was ich fotografiere und worüber ich berichte ein Teil meiner erlebten Realität hier in Bolivien ist. Dieser Blog stellt also nur einen kleinen subjektiv wahrgenommen Ausschnitt des Landes dar und erhebt keinen Anspruch auf ein umfassendes, neutrales Bild Boliviens.

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