Español, Surf y Tortugitas!

Nun ist schon wieder einige Zeit vom letzten Blogeintrag bis heute vergangen und da jeder Tag hier kein Alltag, sondern irgendwie speziell und besonders ist, muss inzwischen bei den ganzen Erlebnissen aussortiert und nun eine kleine, aber feine Zusammenfassung her…

Fange ich also am besten mit der Woche in Puerto Escondido im Bundesstaat Oaxaca an, die wirklich erlebnisreich war. Die Highlights waren unter anderem die Spanischsprachschule, die zum Glück so gar keine Ähnlichkeiten mit dem aufwies, was man normalerweise mit in der Schule sitzen verbindet. Stattdessen gab es Lernen unter freiem Himmel (oder sagen wir unterm Reetdach), Quesadillas zum Mittag und Lernpausen, die mit Salsa Tanzen und Piñata Basteln gefüllt werden konnten. (Ja den Subjuntivo haben wir dennoch wiederholt!)

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Tortugita

 

Freiluft-Klassenraum

Freiluft-Klassenraum

Nach Schulschluss war jedoch mit Lernen kein Ende in Sicht. Treffen, 16 Uhr, Surfunterricht! Ich gebe zu, die noch viel angenehmere Variante des Lernens… Dank der witzigen Surflehrer war es dann noch nicht mal so schlimm, das ein oder andere Mal von einer der grösseren Wellen mehr oder weniger verschluckt zu werden. Nach einer Woche fiel das Ganze dann auch schon wesentlich leichter und ich sage nicht ohne Stolz, dass ich es schliesslich geschafft habe, selbst das Board zu pushen, meine eigene Welle zu nehmen und die Turns einigermassen hinzubekommen. Auf jeden Fall hat mir das Surfen unglaublich viel Spass gemacht und ich hoffe, dass sich in naher Zukunft wieder der nächste Strand beziehungsweise der nächste Surfspot finden lässt! Der Muskelkater vom Surfen hielt sich dank der wunderbaren und entspannten Yogastunden bei der süssen Paula zum Glück auch in Grenzen.

Dadurch, dass wir im Surfcamp untergebracht waren, haben Mariella und ich auch eine ganze Menge neuer, interessanter Menschen kennengelernt, die ihre Reiserouten teilweise bis an die südliche Spitze Lateinamerikas fortsetzen werden.

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Puerto Escondido

Am Samstag ging es dann weiter für uns in den idyllischen kleinen „Hippie“-Ort Mazunte. Gesäumt von einer hügligen Landschaft eröffnete sich mir am ersten Abend die paradiesische Bucht. Ich habe einen so wundervollen Ort bisher wirklich nur auf Fotos gesehen und konnte mein Glück kaum fassen, als ich am gleichen Abend auch noch Babyschildkröten am Strand in die freie Wildbahn aussetzen durfte. Der Gedanke daran, dass die kleinen Tierchen nun zu grossen Wasserschildkröten heranwachsen und ihren eigenen Weg ins weite Meer finden, machte mich demnach mehr als glücklich. (Hierbei darf man leider nicht vergessen, dass laut Aussage eines Wissenschaftlers, der die Tiere dort betreute, nur rund zehn Prozent auch am Ende überleben…)

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Mazunte

Kulinarisch war Mazunte für mich auch ein reines Fest! Pulpo, Camarones (Garnelen), Kokosnüsse und unglaublich frischer Fisch mit Avocados und Tomaten zu Ceviche angereichert, liessen mein kleines Foodie-Herz durchaus höher schlagen.

Witzigerweise trafen wir auch gleich am ersten Abend „alte Bekannte“ aus Puerto Escondido wieder, die ebenfalls den kleinen Ort aufgesucht hatten. Nach einem Abendessen am Strand bei Vollmond (ja, das hatte was!) fielen wir mit vollen Bäuchen, bei vollem Wohlbefinden in unser Schaukelbett in unserer Cabaña „Mango“.

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„Mango“

Am nächsten Tag entschieden wir uns dann für eine Bootstour, um mit Schildkröten zu schnorcheln und Delphinen zu schwimmen. Dank meiner GoPro konnte ich ein paar nette Unterwassershots machen, die ich zu gegebener Zeit noch zu einem kleinen Video verarbeiten möchte. Da uns die Tour sehr begeistert hat, entschieden wir uns dazu, mit unserem Tourguide David direkt am gleichen Abend noch die Bioluminiscencia-Tour zu machen. Eigentlich hatten wir die Tour bei dem das Plankton im Wasser leuchtet und ein magisches Glitzern erzeugt schon in Puerto Escondido machen wollen.

Schnorcheln in Mazunte

Schnorcheln in Mazunte

Da aber die Helligkeit des Mondes dies nicht zugelassen hätte und es nur Zeit- und Geldverschwendung gewesen wäre, düsten wir bei Bob Marley-Rhythmen mit unserem Taxifahrer 1,5 Stunden durch die Nacht zu der Bucht, wo das Boot schon auf uns wartete. Endlich im Wasser ergab sich ein abgefahrenes Bild der ganzen Teilnehmer, die wie Geister im Wasser schwammen. Leider, oder vielleicht auch zum Glück, (endlich mal ein Event ohne Smartphone!) lässt sich dieses Spektakel nur mit einer grossen Spiegelreflex festhalten, die natürlich keiner dabei hatte.

Den letzten Abend in Mazunte verbrachten wir dann noch mit unserem Bekannten aus Puerto Escondido in einem tollen chinesischen Lokal, dessen Chefkoch uns selbst um 11 Uhr abends noch ein grandioses Gericht zauberte.

Wasserschildkröte in Mazunte

Wasserschildkröte in Mazunte

Fazit dieses Kurztrips: Ich möchte und werde definitiv zurück kommen! Jetzt heisst es jedoch erstmal: Dia de los Muertos! Die Vorbereitungen in meiner WG laufen bereits. Gestern wurde schon der Altar in der Wohnung aufgebaut.

Mein México, du überrascht mich jeden Tag!

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