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Hola Backnang!

Es ist soweit – seit ca. 4 Stunden hat mich meine Heimat wieder. Ich bin in Backnang!
Die Riesenlust in meinem momentan Zustand – total müde und fertig und irgendwie auch noch nicht wirklich angekommen – einen Artikel zu schreiben, habe ich nicht, aber ich denke, zumindest kurz von mir hören lassen sollte ich ;-)

Also – mit einem Tag Verspätung (dank Sturmtief “Xynthia” und dem damit verbundenen Ausfall meines Zuges nach Backnang) bin ich nun heute gut angekommen. Improvisationstalent hat man als Argentinien-Rückkehrer ja genug angesammelt und so war auch die “Zwangs”-Nacht in Berlin supercool…

Ach ja: Der Artikel zur “Heimreise-Odyssee” ist schon in der Mache, aber es gibt viel zu erzählen und deshalb dauert das noch ein wenig – aber er kommt. Wie auch noch ein, zwei andere Artikel, deren Ideen schon länger in meinem Kopf rumspuken.

Aber jetzt geh ich erst mal ins Bett und schlaf ordentlich aus!!! =)

Ich packe meinen Koffer und nehme mit…

…meine neuen T-Shirts (die ich in Deutschland wohl erstmal nicht wirklich anziehen kann)

…meine kurzen Hosen, die im Koffer gaanz unten liegen =)

…meine sonstigen Klamotten

…meine angesammelten Souvenirs der letzten Monate und Tage

…meine Vorfreude auf Deutschland

…meine Vorfreude auf den Winter (wenn einem beim Packen nach 5 Minuten so der Schweiß von der Stirn rinnt, dass es in den Koffer reintropft und das Kofferpacken genau so anstrengend ist wie ein Marathonlauf, DANN freut man sich auf den Winter ;-)

…mein Ärger/Unverständnis über die Lufthansa-Piloten, dank denen ich (höchstwahrscheinlich) mit 4 Gepäckstücken im ICE von Frankfurt nach Berlin fahren darf, statt wie geplant zu fliegen (Liebe Lufthansa-Piloten: Ihr kommt in meiner persönlichen Gier-Liste direkt nach den Bonus-Bankern, wen’s interessiert schau mal hier vorbei LINK)

–> ~ 6 Monate meines Lebens!

Das Gepäck liegt inzwischen bereits fast fertig gepackt in meinem Zimmer, der Schrank ist leergeräumt, die Wände sind wieder kahl, die Winterjacke liegt bereit – Die Zeit des Aufbruchs in die Heimat steht unmittelbar bevor – Den heutigen Sonntag noch und am Montag morgen beginnt die zweitägige “Odyssee” zurück nach Deutschland! Und ich muss inzwischen echt sagen: Ich freue mich drauf, auf Deutschland, lecker Vollkornbrot, €uros und genügend Wechselgeld und sogar auf den Winter!

Am Freitag gab es noch ein Abschieds-Asado bei Hepi&Wanda, es wurde nochmal alles aufgefahren und es wurde ein toller, entspannter Abend:

Vorbereitetes Asado-Fleisch

Fertiges Asado =)

Außerdem habe ich es am Freitag endlich geschafft meine Blog-To-Do-Liste abzuarbeiten…deshalb gibts jetzt noch mehr spannende Artikel zum “Everyday Life” hier in Montecarlo:

Vor allem der Mate-Artikel ist sehr lesenswert (genug Eigenlob für heute ;-)

Und Samstag morgen ist dann eendlich noch “mein Baby zur Welt gekommen” -> die neue Schulhomepage ist online und kann unter www.institutoculmey.com.ar bestaunt werden.

Soo…jetzt noch ein letztes Mal einschlafen, im Wissen ausschlafen zu können, und dann bricht der letzte Tag hier an…verrückt…

Ich melde mich wohl das nächste Mal wieder, wenn ich unterwegs oder schon angekommen bin =)

P.S: Ach ja – wenn dieser Blogartikel ein wenig wirr anmutet, liegt das daran, dass er zu mehreren Zeitpunkten entstanden ist ;-)

Tick tack tick tack – der Countdown läuft!

die Uhr tickt unerbittlich…ob das für oder gegen mich ist kann ich gerade selbst nicht wirklich sagen…Das (wahrscheinlich viel zu) oft zitierte “Ein lachendes und ein weinendes Auge” passt momentan auch auf mich sehr gut:

Ich freue mich auf Deutschland (auch wenn der angekündigte Pilotenstreik die Vorfreude doch etwas trübt – habe wenig Lust mit 4 Gepäckstücken in der Bahn von Frankfurt nach Berlin zu fahren statt zu fliegen), ich freue mich auf das Nachbereitungsseminar, da man dann viele, der über die ganze Welt verstreuten anderen “kulturweit”-Freiwilligen wieder trifft und sich sicherlich viel zu erzählen hat. Und dann freue ich mich natürlich auch wieder auf die Heimkehr ins Schwabenland, die am Sonntag in 2 Wochen (28.2.) “stattfindet”. Dann bin ich wieder in der alten Heimat (in bekannten Gefilden kann ich nicht schreiben, momentan ist mir Montecarlo “bekannter”) und treffe alle Zuhausegebliebenen wieder! Ui – beim Schreiben dieser Zeilen wächst die Vorfreude dann doch noch ein bisschen mehr =)

Ich weiß aber auch, dass ich Vieles vermissen werde: Angefangen vom Sommer (der hier gerade zur Abwechslung mal ganz angenehm und nicht nur unerträglich heiß ist) über den Mate und Tereré bis hin zu Christinas Kochkünsten, die uns heute und morgen nochmal den Abschied versüßen – heute gabs Spätzle und morgen gibts gebratene Manioka. Und wenn ich am Freitag meinen letzten (Abschieds-)Asado hatte, werde ich auch das argentinische Rindfleisch garantiert vermissen – die Ideen um die Enttäuschung beim Biss in deutsches Rindfleisch möglichst klein zu halten schwanken momentan zwischen 3 Monate (Rind-)fleischverzicht, um sich danach so auf Fleisch zu freuen, dass man auch Deutsches lecker findet oder “Schocktherapie”. Meiner Figur würde ersterer Vorschlag übrigens besser tun ;-)

Die kommenden Tage (woah – es sind nur noch 5 Nächte…ich kanns immer noch nicht glauben!) sind also auch schon ganz gut verplant: Morgen und übermorgen noch Arbeiten in der Schule (hauptsächlich an der neuen Schulhomepage, die dann hoffentlich auch noch diese Woche online geht) und dann am Freitagabend ein Abschieds-Asado mit den Freunden hier in Montecarlo. Am Wochenende wird dann gepackt (bin ja echt Mal gespannt, wie und ob ich alles unterbekomme) und am Montag geht es schon ganz früh an den Flughafen, da Lena und ich von der brasilianischen Seite aus fliegen und es die Grenzkontrollen außerhalb der EU leider immer noch gibt…
Ach ja: Unsere “Odysse” bis nach Berlin wird wohl gute 2 Tage dauern…zuerst Montag mittag von Iguazú nach Sao Paulo, dann dort 8 Stunden (!) Aufenthalt, dann 13/14 Stunden nach Frankfurt, und dann schauen wie wir nach Berlin kommen,,,eigentlich sollten wir ja Lufthansa fliegen, wenn nicht noch ein kleines Wunder geschieht wird mein erster Lufthansa-Flug aber noch ein bisschen auf sich warten lassen…
In Berlin übernachte ich dann bei meinem Einsatzstellen-Nachfolger und dann geht es zum Nachbereitungsseminar…

Momentan weiß ich um all diese oben beschriebenen Dinge – aber bis ich am Wochenende meine Koffer packe werde ich es glaube ich immer noch nicht ganz realisieren… Meine Zeit in Argentinien geht zu Ende! Sehr schnell zu Ende!

Und weil es hier gerade so schön passt, lasse ich es mal die Wise Guys sagen:

Das war vielleicht die beste Zeit,
die Zeit meines Lebens,
doch jetzt ist es für mich so weit.
Wir hatten eine gute Zeit.

Hier noch das komplette Lied (sehr hörenswert)

Ich werde versuchen, in den nächsten Tagen noch meine Ideenliste für den Blog abzuarbeiten, dann gibt es nochmal ein paar Infos/Geschichten rund um Argentinien…

Und als kleine Nachspeise gibts noch was aus Lima…viel Spaß:

Lima in der Abenddämmerung

Und jetzt hätte ich es fast vergessen:
Hola y Bienvenidos a los voluntarios nuevos! – Ein Hallo und Herzlich Willkommen an die neuen Freiwilligen!

Kinder wie die Zeit vergeht

Wenn man als nachts nicht einschlafen kann, gehen einem so manche Gedanken durch den Kopf…hier ein kleiner Auszug dessen, was vor ein paar Tagen durch meinen Kopf schwirrte:

Zwei Premieren:
1. Premiere: Mein Blog hat ein neues Gewand; dank Philipp, dem Top-Administrator hier!

2. Premiere: Dieser Artikel hier ist der 1. am Handy entstandene Artikel für meinen Blog

Der Abschied rückt näher, weniger als 3 wochen bis zum Rückflug…mein letztes Gehalt als FSJ-ler habe ich schon bekommen…
Noch einige tage Arbeiten, das Homepage-Projekt online stellen, Sachen für Nachfolger und das nächste Schuljahr vorbereiten..

In mir herrscht ein merkwürdiges Gefühl – kaum war grade Halbzeit soll nun alles vorbei sein? Abschiednehmen rückt näher, viel Liebgewonnenes lässt man zurück, wie zum Beispiel  den Sommer ;-) , und gleichzeitig steigt die Vorfreude auf die Rückkehr, auf die zurückgelassene Heimat (erst im ausland merke ich, wie ich die heimischen Gefilde, Menschen und Bräuche vermisse (und auch wenn ich definitiv kein Alkoholiker bin, ich freue mich echt auf ein gutes Hefe ;-) ).
Pläne für die Zeit nach der Rückkehr werden gemacht, Ideen festgehalten…und trotz des freudvollen Blicks nach vorn will ich die letzten Tage noch richtig genießen – ein gleichzeitig komisches und aber auch tolles Gefühl…

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Blick zurück

Seit längerer Zeit mal wieder ein Lebenszeichen von mir!
Es gibt noch einiges nachzuholen und damit das nicht zu langweilig wird gibt es viele Bilder, die meine Erlebnisse illustrieren sollen. Gehen wir es also chronologisch an:

Bariloche mit Timon

Nach dem Zwischenseminar war ich ja mit Timon unterwegs. Der letzte Stop unserer Reise war Bariloche, der Wohn- und Arbeitsort von Timon. Dort schaute ich mir zunächst die Umgebung an, wie z.B. das Hotel Llao Llao

Das weltberühmte Hotel Llao Llao (sprich: schao-schao) bei Bariloche

Das weltberühmte Hotel Llao Llao (sprich: schao-schao) bei Bariloche

An einem Tag mieteten wir uns auch ein Auto und fuhren zum Cerro Tronador, dem höchsten Berg der Umgebung, der von einem Gletscher gekrönt wird. Die Fahrt ging über Schotter- und Sandpisten durch eine wunderschöne Wald- und Naturlandschaft.

Cerro Tronador, oben mit Gletschereis

Cerro Tronador, oben mit Gletschereis

In der Umgebung von Bariloche kann man auch gut reiten (siehe Timons Blogeintrag hier) also musste das auch ausprobiert werden. Einen ganzen Tag (inklusive leckerem selbstgemachten Gaucho-Asado) ging es durch die Steppenlandschaft um Bariloche…

Steppenlandschaft bei Bariloche

Steppenlandschaft bei Bariloche

Cabalgatas

Cabalgatas

Weihnachten in Montecarlo

Pünktlich zu Weihnachten war ich dann wieder zurück in meinem momentanen Lieblingsdorf – Montecarlo (sorry Maubach, ab März dann aber gerne wieder ;-) . Viele Häuser und auch viele Geschäfte waren inzwischen mit Lichterketten und sonstigem Weihnachtsschmuck geschmückt. Und wenn man über das wunderbare WorldWideWeb dann noch die üblichen Weihnachtslieder hörte, konnte man doch tatsächlich auf die Idee kommen, dass da irgendsowas wie Weihnachten bald zu sein schien. Um ehrlich zu sein: In mir selbst war dieses Jahr nicht Weihnachten…wobei – eine kleine Einschränkung muss ich doch noch machen: Als ich am 24. den Gottesdienst in der hiesigen katholischen Kirche besuchte wurde mir dann doch (zumindest für diesen Abend) klar, dass wir das Fest der Geburt Jesu feiern. Vielleicht war ja auch der Schrei des echten (!) Jesus-Babys in der nachgespielten Weihnachtsgeschichte in der Kirche mein Weckruf…
Jedenfalls ging es nach der Kirche zu Christina’s Schwester und es gab Würstchen und Salate und ein gemütliches Beisammensein. Da am nächsten Tag meine Eltern morgens landeten (die ihren Heilig Abend dieses Jahr im Flugzeug verbrachten, also nochmal anders als ich) wurde es für mich auch nicht der für die örtlichen Jugendlichen übliche Heilig Abend mit Nachts-in-die-Disko-gehen, sondern eher Bald-ins-Bett-gehen.

Weihnachtsbeleuchtung in Montecarlo

Weihnachtsbeleuchtung in Montecarlo

Urlaub mit meinen Eltern

Meine Eltern wollten sich die Möglichkeit, ihren Sohn in Argentinien zu besuchen, nicht entgehen lassen und so besuchten sie mich in den deutschen Weihnachtsferien für einige Tage. Da Montecarlo zwar für die ersten beiden Tage genügend zu bieten hatte (Pool, Besichtigung meiner Einsatzstelle, mein Zimmer), das Angebot aber sonst eher begrenzt ist, flogen wir zunächst in die nordwestlichen Provinzen Salta und Jujuy bevor es noch ein paar Tage nach Buenos Aires ging.
Ach ja, die Iguazú-Wasserfälle haben wir natürlich auch noch besichtigt…ich vergesse das schon fast, da ich die Wasserfälle inzwischen echt gut kenne ;-) Diesmal gab es richtig viele Schmetterlinge, aber die Überfahrt auf die Insel war leider immer noch nicht möglich (der Wasserpegel ist immernoch zu hoch)

Schmetterling an den Iguazu-Wasserfällen

Schmetterling an den Iguazu-Wasserfällen

Danach ging es mit einem Inlandsflug (und der engsten Bestuhlung, die ich bis jetzt erlebt habe (ungelogen, 18 cm nicht mehr!)) in die Provinzhauptstadt Salta.

Flugzeug für den Flug von Iguazu nach Salta

Flugzeug für den Flug von Iguazu nach Salta

In Salta, einer schicken, nicht zu großen und nicht zu kleinen Stadt, freuten wir uns zunächst einmal der üblichen Misiones-Schwüle entflohen zu sein und schauten uns dann im Stadtzentrum um. Dort gibt es u.a. eine Kirche, die dem heiligen Franziskus geweiht ist. Ein Franziskaner-Kloster ist übrigens auch angeschlossen.

Iglesia San Francisco in Salta

Iglesia San Francisco in Salta

Zu einem richtigen Argentinien-Urlaub gehört natürlich auch das Kennen- (und Lieben-) Lernen des argentinischen Rindfleischs. Hier eine Kostprobe:

Bife de chorizo - bestes Stück des argentininschen Rinds

Bife de chorizo - bestes Stück des argentininschen Rinds

Von Salta aus ging es in die Umgebung, die sich vor allem durch spektakuläre Felsen und Berge auszeichnet. (Fast) Alle Farben kann man dabei entdecken. Und die Kakteen, die auf den Bergen wachsen nicht zu vergessen!

Kakteen in Salta

Kakteen in Salta

Die “Quebrada de Humahuaca” ist eine dieser bekannten, besonders spektakulären Berglandschaften.

In der Quebrada de Humahuaca

In der Quebrada de Humahuaca

Im Örtchen Humahuaca übernachteten wir und als wir abends durchs Dorf schlenderten fand doch tatsächlich ein Folklore-Weihnachtskonzert statt. Die Folklore der dortigen Region ist sehr bekannt und hat auch sehr viele Musiker, die diese Musik immer noch spielen.

Weihnachtskonzert in Humahuaca - es wurde sogar Stille Nacht auf spanisch gespielt und gesungen

Weihnachtskonzert in Humahuaca - es wurde sogar Stille Nacht auf spanisch gespielt und gesungen

Ebenfalls beim Durchs-Dorf-Schlendern stößt man auf den einheimischen Markt, was dann ungefähr so aussieht:

Obststand auf dem Markt

Obststand auf dem Markt

Von den Kakteen habe ich ja schon oben geschrieben, hier mal welche in Nahaufnahme:

Kaktus in Nahaufnahme

Kaktus in Nahaufnahme

Hier ein kleines Panorama der Quebrada de Humahuaca:

Quebrada de Humahuaca zum Zweiten

Quebrada de Humahuaca zum Zweiten

Der Berg in der Mitte ist das beliebte Postkarten-Motiv des “Bergs der sieben Farben” im Dörfchen Purmamarca.

Cerro de los siete colores (Berg der sieben Farben)

Cerro de los siete colores (Berg der sieben Farben)

In der Quebrada de Humahuaca

In der Quebrada de Humahuaca

Nach dem Ausflug ins nördliche Salta und die Provinz Jujuy ging es dann südöstlich von Salta weiter – der Weg nach Cachi stand auf dem Programm. Leider hatte es echt viel Nebel, sodass die Fahrt nicht die versprochene Fernsicht brachte.

Schafe und Nebel auf dem Weg nach Cachi

Schafe und Nebel auf dem Weg nach Cachi

Es ging ziemlich weit hoch, wie man diesem Schild entnehmen kann:

Auf Passhöhe...

Auf Passhöhe...

Hinter dem Pass waren wir dann auf der Hochebene von Cachi – wieder beeindruckende Landschaften:

Hochebene bei Cachi

Hochebene bei Cachi

Andere Seite der Straße

Andere Seite der Straße

Alles, was man hier als “schwarze Streichhölzer” sieht, sind Kakteen!

Kakteen-Wald

Kakteen-Wald

In Cachi verbrachten wir unser diesjähriges Silvester. Nicht auf dem Friedhof, aber interessant war der trotzdem:

Friedhof von Cachi - alles grau oder braun, nur die (Plastik-)Blumen an den Gräbern nicht!

Friedhof von Cachi - alles grau oder braun, nur die (Plastik-)Blumen an den Gräbern nicht!

Von Cachi aus ging es dann auf der weltberühmten Ruta 40 (siehe wikipedia dazu) über 130 Kilometer über Stein- und Schotterpisten (!!) bis nach Cafayate. Das war wahrlich ein Erlebnis!

Wer findet die Ruta 40?

Wer findet die Ruta 40?


Nach einer Übernachtung in Cafayate ging es dann schon wieder Richtung Salta. Frühmorgens los um ja rechtzeitig den Flug nach Buenos Aires am Nachmittag zu bekommen, ging es zunächst durch die Quebrada de Cafayate…
Garganta del Diablo in der Quebrada de Cafayate

Garganta del Diablo in der Quebrada de Cafayate


…und dann in die Tiefebene vor Salta:
Überflutete Straßen - wurden uns (leider) auch zum Verhängnis

Überflutete Straßen - wurden uns (leider) auch zum Verhängnis


Hier stand das Wasser wirklich dutzende Zentimeter hoch auf den Straßen. Wir, mit unserem gemieteten Automatik Opel Corsa (Limousine) kämpften uns tapfer hinter den großen Pick-ups durchs Wasser – bis…ja…bis leider einmal Wasser in den Auspuff lief und wir mitten in einer gut 30m langen und 30 cm hohen “Pfütze” (welch Untertreibung ;-) stehen blieben. Der Motor war nicht mehr an zu bekommen und wir wussten zunächst auch nicht, was mir machen sollten. Mama’s guter Einfall: “Schuhe aus und dann schieben wir das Auto aus dem Wasser” scheiterte leider an der Automatik-Schaltung (die wir nicht mal gewünscht hatten!). Doch die stets hilfsbereiten Argentinier waren auch jetzt zur Stelle. Kurz einen Pickup (der locker durchs Wasser kam) gefragt, ob er uns helfen kann und schon hing das Auto am Abschlepphaken – naja fast…dank supertoller neuer Technologien suchten wir erstmal minutenlang den Abschlepphaken, bis wir merkten, dass der Haken im Kofferraum lagerte und vorne eingehängt werden musste. Also alles Gepäck aus dem Kofferraum nach vorne und den Haken genommen – ja gerne – wenn er denn da gewesen wäre! Also – kein Abschlepphaken, es regnete immer noch und das Auto wackelte schon gut, wenn wieder ein Pickup vorbeifuhr. Letztendlich brachten wir das Abschleppseil irgendwo vorne im Motorraum unter und der Pickup zog uns aus dem Wasser…inzwischen war es zeitlich echt knapp geworden für unseren Rückflug, der Automotor machte nach wie vor keinen Mucker und die nächsten “Pfützen” lagen schon vor uns. Unser hilfsbereiter Pickup musste wieder weiterarbeiten…also: Handy raus und bei der Autovermietung angerufen. Antwort: Wir schicken jemand, dauert ca. 30 Minuten…da das mit dem Flug immer unwahrscheinlicher wurde, wurde auch die Fluggesellschaft angerufen und – Gott sei Dank! – es gab noch einen Flug am Abend…Schnell umgebucht und schon bald kam auch der Abschleppwagen (ein V8-Pickup). An dessen Abschleppseil ging es dann zum Flughafen. Wir hatten uns schon darauf eingestellt, jetzt richtig zur Kasse gebeten zu werden – doch siehe da “seguro total” im Tarif und alles kein Problem. Dank der Voll-Versicherung mussten wir NICHTS zahlen! Nachdem wir uns auf dem Flughafen Klo erstmal frische und trockene Klamotten gegönnt hatten, gab es etwas gegen den Hunger und wir ruhten uns aus…Abends ging dann planmäßig der Flieger und noch am selben Abend saßen wir in unserem Apartement in Buenos Aires – wer hätte das noch vor wenigen Stunden gedacht! – Es war ein Abenteuer, das könnt ihr mir glauben!!!

Nach dieser kurzen Zwischenepisode weiter im Text:
Mit meinen Eltern wurde Buenos Aires erkundet, dabei traf man z.B. auf so etwas:

Samba-Band in den Straßen Ri..äh Buenos Aires'

Samba-Band in den Straßen Ri..äh Buenos Aires'


Dem berühmten Stadion der Boca Juniors, der “Pralinenschachtel” (zu spanisch: “Bombonera”) statteten wir auch einen Besuch ab.
Stadion der Boca Juniors, besser bekannt als Bombonera

Stadion der Boca Juniors, besser bekannt als Bombonera


Tolle Atmosphäre, tolles Ambiente, tolle Bücher: Das Atheneo
Buchhandlung in einer alten Oper

Buchhandlung in einer alten Oper


Nach den Tagen in Buenos Aires ging es für meine Eltern über Iguazu wieder zurück nach Deutschland und für mich wieder nach Montecarlo.

Zum Abschluss noch zwei Kleinigkeiten:
Damit alle BlogleserInnen mal wissen wie Ananas wachsen:

Wie bzw. wo wachsen Ananas? - Richtig auf Ananaspflanzen aus dem Boden und nicht auf Ananasbäumen ;-)

Wie bzw. wo wachsen Ananas? - Richtig auf Ananaspflanzen aus dem Boden und nicht auf Ananasbäumen ;-)


Und hier noch ein kleines Quiz:
Preisfrage: Was ist das?

Preisfrage: Was ist das?

Und zum Schluss: Gratulation, wenn ihr bis hierhin durchgehalten habt! (Ich hoffe, es hat sich gelohnt ;-)

Feliz ano nuevo!

Eine kurze Wasserstandsmeldung:

Ich bin mit meinen Eltern im Nordwesten Argentiniens unterwegs, Silvester verbringen wir in einem kleinen Bergdorf names Cachi.

Nichtdestotrotz wuensche ich euch allen einen

Guten Rutsch

und ein

Gutes Neues Jahr 2010!!!

bzw. das ganze auf Spanisch:

Und mit einem grossen Feuerwerk endet dieser kurze Artikel:

¡Feliz Navidad!

Weihnachtsgrüße aus Argentinien!

Weihnachtsgrüße aus Argentinien!

Verbunden bzw. ausgedrückt durch obiges Foto wünsche ich allen
die das hier lesen (und das bedeutet, dass ich euch wichtig bin,
was im Umkehrschluss bedeutet dass ihr mir auch wichtig seid ;-)

ganz herzlich
FROHE WEIHNACHTEN

bzw. auf Spanisch:
FELIZ NAVIDAD

Das rechte Weihnachtsgefühl mag bei mir bis jetzt nicht aufkommen, aber auch dies ist eine weitere Erfahrung. Seit gestern Abend bin ich wieder in Montecarlo, nachdem ich die Tage vorher bei Timon in Bariloche verbracht habe. Den kurzen Bericht und vor allem die Bilder dazu gibt es dann noch die nächsten Tage nachgeliefert.
Morgen kommen meine Eltern und dann gehts zuerst nach Iguazú dann nach Salta und zum Schluss nach Buenos Aires.

Aber zuerst mal gibts heute Abend nen schönen Weihnachts-Asado =)