Seit längerer Zeit mal wieder ein Lebenszeichen von mir!
Es gibt noch einiges nachzuholen und damit das nicht zu langweilig wird gibt es viele Bilder, die meine Erlebnisse illustrieren sollen. Gehen wir es also chronologisch an:

Bariloche mit Timon

Nach dem Zwischenseminar war ich ja mit Timon unterwegs. Der letzte Stop unserer Reise war Bariloche, der Wohn- und Arbeitsort von Timon. Dort schaute ich mir zunächst die Umgebung an, wie z.B. das Hotel Llao Llao

Das weltberühmte Hotel Llao Llao (sprich: schao-schao) bei Bariloche

Das weltberühmte Hotel Llao Llao (sprich: schao-schao) bei Bariloche

An einem Tag mieteten wir uns auch ein Auto und fuhren zum Cerro Tronador, dem höchsten Berg der Umgebung, der von einem Gletscher gekrönt wird. Die Fahrt ging über Schotter- und Sandpisten durch eine wunderschöne Wald- und Naturlandschaft.

Cerro Tronador, oben mit Gletschereis

Cerro Tronador, oben mit Gletschereis

In der Umgebung von Bariloche kann man auch gut reiten (siehe Timons Blogeintrag hier) also musste das auch ausprobiert werden. Einen ganzen Tag (inklusive leckerem selbstgemachten Gaucho-Asado) ging es durch die Steppenlandschaft um Bariloche…

Steppenlandschaft bei Bariloche

Steppenlandschaft bei Bariloche

Cabalgatas

Cabalgatas

Weihnachten in Montecarlo

Pünktlich zu Weihnachten war ich dann wieder zurück in meinem momentanen Lieblingsdorf – Montecarlo (sorry Maubach, ab März dann aber gerne wieder ;-) . Viele Häuser und auch viele Geschäfte waren inzwischen mit Lichterketten und sonstigem Weihnachtsschmuck geschmückt. Und wenn man über das wunderbare WorldWideWeb dann noch die üblichen Weihnachtslieder hörte, konnte man doch tatsächlich auf die Idee kommen, dass da irgendsowas wie Weihnachten bald zu sein schien. Um ehrlich zu sein: In mir selbst war dieses Jahr nicht Weihnachten…wobei – eine kleine Einschränkung muss ich doch noch machen: Als ich am 24. den Gottesdienst in der hiesigen katholischen Kirche besuchte wurde mir dann doch (zumindest für diesen Abend) klar, dass wir das Fest der Geburt Jesu feiern. Vielleicht war ja auch der Schrei des echten (!) Jesus-Babys in der nachgespielten Weihnachtsgeschichte in der Kirche mein Weckruf…
Jedenfalls ging es nach der Kirche zu Christina’s Schwester und es gab Würstchen und Salate und ein gemütliches Beisammensein. Da am nächsten Tag meine Eltern morgens landeten (die ihren Heilig Abend dieses Jahr im Flugzeug verbrachten, also nochmal anders als ich) wurde es für mich auch nicht der für die örtlichen Jugendlichen übliche Heilig Abend mit Nachts-in-die-Disko-gehen, sondern eher Bald-ins-Bett-gehen.

Weihnachtsbeleuchtung in Montecarlo

Weihnachtsbeleuchtung in Montecarlo

Urlaub mit meinen Eltern

Meine Eltern wollten sich die Möglichkeit, ihren Sohn in Argentinien zu besuchen, nicht entgehen lassen und so besuchten sie mich in den deutschen Weihnachtsferien für einige Tage. Da Montecarlo zwar für die ersten beiden Tage genügend zu bieten hatte (Pool, Besichtigung meiner Einsatzstelle, mein Zimmer), das Angebot aber sonst eher begrenzt ist, flogen wir zunächst in die nordwestlichen Provinzen Salta und Jujuy bevor es noch ein paar Tage nach Buenos Aires ging.
Ach ja, die Iguazú-Wasserfälle haben wir natürlich auch noch besichtigt…ich vergesse das schon fast, da ich die Wasserfälle inzwischen echt gut kenne ;-) Diesmal gab es richtig viele Schmetterlinge, aber die Überfahrt auf die Insel war leider immer noch nicht möglich (der Wasserpegel ist immernoch zu hoch)

Schmetterling an den Iguazu-Wasserfällen

Schmetterling an den Iguazu-Wasserfällen

Danach ging es mit einem Inlandsflug (und der engsten Bestuhlung, die ich bis jetzt erlebt habe (ungelogen, 18 cm nicht mehr!)) in die Provinzhauptstadt Salta.

Flugzeug für den Flug von Iguazu nach Salta

Flugzeug für den Flug von Iguazu nach Salta

In Salta, einer schicken, nicht zu großen und nicht zu kleinen Stadt, freuten wir uns zunächst einmal der üblichen Misiones-Schwüle entflohen zu sein und schauten uns dann im Stadtzentrum um. Dort gibt es u.a. eine Kirche, die dem heiligen Franziskus geweiht ist. Ein Franziskaner-Kloster ist übrigens auch angeschlossen.

Iglesia San Francisco in Salta

Iglesia San Francisco in Salta

Zu einem richtigen Argentinien-Urlaub gehört natürlich auch das Kennen- (und Lieben-) Lernen des argentinischen Rindfleischs. Hier eine Kostprobe:

Bife de chorizo - bestes Stück des argentininschen Rinds

Bife de chorizo - bestes Stück des argentininschen Rinds

Von Salta aus ging es in die Umgebung, die sich vor allem durch spektakuläre Felsen und Berge auszeichnet. (Fast) Alle Farben kann man dabei entdecken. Und die Kakteen, die auf den Bergen wachsen nicht zu vergessen!

Kakteen in Salta

Kakteen in Salta

Die “Quebrada de Humahuaca” ist eine dieser bekannten, besonders spektakulären Berglandschaften.

In der Quebrada de Humahuaca

In der Quebrada de Humahuaca

Im Örtchen Humahuaca übernachteten wir und als wir abends durchs Dorf schlenderten fand doch tatsächlich ein Folklore-Weihnachtskonzert statt. Die Folklore der dortigen Region ist sehr bekannt und hat auch sehr viele Musiker, die diese Musik immer noch spielen.

Weihnachtskonzert in Humahuaca - es wurde sogar Stille Nacht auf spanisch gespielt und gesungen

Weihnachtskonzert in Humahuaca - es wurde sogar Stille Nacht auf spanisch gespielt und gesungen

Ebenfalls beim Durchs-Dorf-Schlendern stößt man auf den einheimischen Markt, was dann ungefähr so aussieht:

Obststand auf dem Markt

Obststand auf dem Markt

Von den Kakteen habe ich ja schon oben geschrieben, hier mal welche in Nahaufnahme:

Kaktus in Nahaufnahme

Kaktus in Nahaufnahme

Hier ein kleines Panorama der Quebrada de Humahuaca:

Quebrada de Humahuaca zum Zweiten

Quebrada de Humahuaca zum Zweiten

Der Berg in der Mitte ist das beliebte Postkarten-Motiv des “Bergs der sieben Farben” im Dörfchen Purmamarca.

Cerro de los siete colores (Berg der sieben Farben)

Cerro de los siete colores (Berg der sieben Farben)

In der Quebrada de Humahuaca

In der Quebrada de Humahuaca

Nach dem Ausflug ins nördliche Salta und die Provinz Jujuy ging es dann südöstlich von Salta weiter – der Weg nach Cachi stand auf dem Programm. Leider hatte es echt viel Nebel, sodass die Fahrt nicht die versprochene Fernsicht brachte.

Schafe und Nebel auf dem Weg nach Cachi

Schafe und Nebel auf dem Weg nach Cachi

Es ging ziemlich weit hoch, wie man diesem Schild entnehmen kann:

Auf Passhöhe...

Auf Passhöhe...

Hinter dem Pass waren wir dann auf der Hochebene von Cachi – wieder beeindruckende Landschaften:

Hochebene bei Cachi

Hochebene bei Cachi

Andere Seite der Straße

Andere Seite der Straße

Alles, was man hier als “schwarze Streichhölzer” sieht, sind Kakteen!

Kakteen-Wald

Kakteen-Wald

In Cachi verbrachten wir unser diesjähriges Silvester. Nicht auf dem Friedhof, aber interessant war der trotzdem:

Friedhof von Cachi - alles grau oder braun, nur die (Plastik-)Blumen an den Gräbern nicht!

Friedhof von Cachi - alles grau oder braun, nur die (Plastik-)Blumen an den Gräbern nicht!

Von Cachi aus ging es dann auf der weltberühmten Ruta 40 (siehe wikipedia dazu) über 130 Kilometer über Stein- und Schotterpisten (!!) bis nach Cafayate. Das war wahrlich ein Erlebnis!

Wer findet die Ruta 40?

Wer findet die Ruta 40?


Nach einer Übernachtung in Cafayate ging es dann schon wieder Richtung Salta. Frühmorgens los um ja rechtzeitig den Flug nach Buenos Aires am Nachmittag zu bekommen, ging es zunächst durch die Quebrada de Cafayate…
Garganta del Diablo in der Quebrada de Cafayate

Garganta del Diablo in der Quebrada de Cafayate


…und dann in die Tiefebene vor Salta:
Überflutete Straßen - wurden uns (leider) auch zum Verhängnis

Überflutete Straßen - wurden uns (leider) auch zum Verhängnis


Hier stand das Wasser wirklich dutzende Zentimeter hoch auf den Straßen. Wir, mit unserem gemieteten Automatik Opel Corsa (Limousine) kämpften uns tapfer hinter den großen Pick-ups durchs Wasser – bis…ja…bis leider einmal Wasser in den Auspuff lief und wir mitten in einer gut 30m langen und 30 cm hohen “Pfütze” (welch Untertreibung ;-) stehen blieben. Der Motor war nicht mehr an zu bekommen und wir wussten zunächst auch nicht, was mir machen sollten. Mama’s guter Einfall: “Schuhe aus und dann schieben wir das Auto aus dem Wasser” scheiterte leider an der Automatik-Schaltung (die wir nicht mal gewünscht hatten!). Doch die stets hilfsbereiten Argentinier waren auch jetzt zur Stelle. Kurz einen Pickup (der locker durchs Wasser kam) gefragt, ob er uns helfen kann und schon hing das Auto am Abschlepphaken – naja fast…dank supertoller neuer Technologien suchten wir erstmal minutenlang den Abschlepphaken, bis wir merkten, dass der Haken im Kofferraum lagerte und vorne eingehängt werden musste. Also alles Gepäck aus dem Kofferraum nach vorne und den Haken genommen – ja gerne – wenn er denn da gewesen wäre! Also – kein Abschlepphaken, es regnete immer noch und das Auto wackelte schon gut, wenn wieder ein Pickup vorbeifuhr. Letztendlich brachten wir das Abschleppseil irgendwo vorne im Motorraum unter und der Pickup zog uns aus dem Wasser…inzwischen war es zeitlich echt knapp geworden für unseren Rückflug, der Automotor machte nach wie vor keinen Mucker und die nächsten “Pfützen” lagen schon vor uns. Unser hilfsbereiter Pickup musste wieder weiterarbeiten…also: Handy raus und bei der Autovermietung angerufen. Antwort: Wir schicken jemand, dauert ca. 30 Minuten…da das mit dem Flug immer unwahrscheinlicher wurde, wurde auch die Fluggesellschaft angerufen und – Gott sei Dank! – es gab noch einen Flug am Abend…Schnell umgebucht und schon bald kam auch der Abschleppwagen (ein V8-Pickup). An dessen Abschleppseil ging es dann zum Flughafen. Wir hatten uns schon darauf eingestellt, jetzt richtig zur Kasse gebeten zu werden – doch siehe da “seguro total” im Tarif und alles kein Problem. Dank der Voll-Versicherung mussten wir NICHTS zahlen! Nachdem wir uns auf dem Flughafen Klo erstmal frische und trockene Klamotten gegönnt hatten, gab es etwas gegen den Hunger und wir ruhten uns aus…Abends ging dann planmäßig der Flieger und noch am selben Abend saßen wir in unserem Apartement in Buenos Aires – wer hätte das noch vor wenigen Stunden gedacht! – Es war ein Abenteuer, das könnt ihr mir glauben!!!

Nach dieser kurzen Zwischenepisode weiter im Text:
Mit meinen Eltern wurde Buenos Aires erkundet, dabei traf man z.B. auf so etwas:

Samba-Band in den Straßen Ri..äh Buenos Aires'

Samba-Band in den Straßen Ri..äh Buenos Aires'


Dem berühmten Stadion der Boca Juniors, der “Pralinenschachtel” (zu spanisch: “Bombonera”) statteten wir auch einen Besuch ab.
Stadion der Boca Juniors, besser bekannt als Bombonera

Stadion der Boca Juniors, besser bekannt als Bombonera


Tolle Atmosphäre, tolles Ambiente, tolle Bücher: Das Atheneo
Buchhandlung in einer alten Oper

Buchhandlung in einer alten Oper


Nach den Tagen in Buenos Aires ging es für meine Eltern über Iguazu wieder zurück nach Deutschland und für mich wieder nach Montecarlo.

Zum Abschluss noch zwei Kleinigkeiten:
Damit alle BlogleserInnen mal wissen wie Ananas wachsen:

Wie bzw. wo wachsen Ananas? - Richtig auf Ananaspflanzen aus dem Boden und nicht auf Ananasbäumen ;-)

Wie bzw. wo wachsen Ananas? - Richtig auf Ananaspflanzen aus dem Boden und nicht auf Ananasbäumen ;-)


Und hier noch ein kleines Quiz:
Preisfrage: Was ist das?

Preisfrage: Was ist das?

Und zum Schluss: Gratulation, wenn ihr bis hierhin durchgehalten habt! (Ich hoffe, es hat sich gelohnt ;-)