Packhass – Klappe, die hundertfünfzehnte

Nach zwei Monaten wieder in den Blog eingeloggt, mit ein bisschen schlechtem Gewissen und dann steht da dieser Kommentar bei meinem Nutzernamen – @theresaprl ist Alumni.

Ich bin den letzten Tag in meiner Wohnung, mein Koffer ist viel zu wenig gepackt, Stimmung und Himmel sind grau und ich muss morgen zu einer unaussprechbaren Uhrzeit am Flughafen sein. Umarmungen wurden ausgetauscht, Toasts ausgesprochen. @theresaprl ist Alumni. Nur switcht man selbst nicht so einfach um, wie es dein Blogstatus tut.

Ich bin dankbar für den Strand, der acht Minuten von meiner Wohnung entfernt liegt, für meine Lieblings-Viertklässler, für Kaffee in der Küche mit meiner Mitbewohnerin und besten Freundin (s/o to Amina). Ich bin dankbar für ein Jahr, das mir von Estnisch bis zu einer gesunden „Was-nicht-passt-wird-passend-gemacht-Einstellung“ so viel beigebracht hat. Ich bin dankbar, dass ich diese Möglichkeit hatte.

Eigentlich will ich garkeinen Blogeintrag über Abschied und Ende schreiben. Ich will lieber über die großartigen Momente schreiben, die ich hier hatte.

Zum Beispiel, als ich mit Aaron bei einem Wandertrip durch Estland auf einer randomn estnischen Sommerhausparty landete und wir dreckig und mit Wanderrucksäcken zum Bleiben und Mitfeiern eingeladen wurden.

Zum Beispiel, als ich mit Fanny in Minsk bei Nieselregen die beste Tretboottour hatte, die die Menschheit je gesehen hat und wir dann mit Steffi die Nacht durchquatschten, obwohl ich um fünf zum Flughafen aufbrechen musste.

Zum Beispiel, als ich mit meiner Familie keinen Elch sah und trotzdem einen großartigen Urlaub in den drei baltischen Ländern hatte.

Zum Beispiel, als zwei Deutsche, die in Estland arbeiten, von Norwegen nach Schweden reisten und in einem Kino einen Englisch untertitelten Film über drei Inder sahen, die nach Spanien reisen.

Zum Beispiel, als ich gestern in meine Wohnung kam und eigentlich nicht viel tun wollte – und dann waren da diese sieben Leute, die sich wegen meiner Überraschungs-Abschiedsparty heute übermüdet aus dem Bett quälen.

Aitäh. Und ich weigere mich Tschüs zu sagen. Ich sage auf Wiedersehen.

 

4 Gedanken zu „Packhass – Klappe, die hundertfünfzehnte

  1. Hey Theresa! 🙂

    Unfassbar, wie schnell das Jahr vorbeigegangen ist. Ich wünsche dir eine gute Rückreise nach Deutschland und ein schönes Nachbereitungsseminar am Werbellinsee!

    Liebe Grüße,
    Lara

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